28. August 2023 | 18:24 Uhr

Straßensperren

oe24.TV-Reporter berichtet aus dem Hochwassergebiet

Massive Regenfälle haben am Montag den Süden Salzburgs einmal mehr in eine äußerst kritische Hochwasserlage gebracht.

Die Bäche in den Tälern des Alpenhauptkamms führten so viel Wasser in die Salzach, dass im Oberpinzgau die Rückhaltebecken geflutet wurden. Bis zum frühen Nachmittag waren rund 280 Feuerwehrleute an 67 Stellen vorwiegend mit dem Aufbau von Hochwasserschutz beschäftigt. Der Pinzgauer Feuerwehrchef riet von allen nicht notwendigen Fahrten mit dem Auto ab.

Abgeschnitten von der Außenwelt ist das Großarltal. Aufgrund von Überschwemmungen sperrte die Feuerwehr am Abend die L109 Großarler Landesstraße im Bereich Brunnweber.

Gasteiner Tal. Die Straße zwischen Dorfgastein und Bad Hofgastein ist ebenfalls gesperrt. Diese sei überschwemmt und die Polizei habe alles abgeriegelt, berichtet oe24.TV-Reporter Mike Vogl aus dem Hochwassergebiet.

oe24.TV-Reporter: "Felder werden zu Seenlandschaften"

"Felder werden zu Seenlandschaften, denn die Gasteiner Ache ist über die Ufer getreten", berichtet oe24.TV-Reporter Mike Vogl vor Ort. Im Bereich von Bad Gastein gab es Murenabgänge. Gesperrt ist auch die B311 zwischen Lend und Schwarzach, berichtet Vogl. Dort trat die Salzach über die Ufer und überflutete die Straße. Auch im Pinzgau gibt es Hochwasser. In Mittersill werden momentan Rezessionbecken, die für Hochwasserfälle gebaut wurden, gefüllt. 

 

Pfadfinder-Lager wird evakuiert 

In Niedernsill (Bezirk Zell am See) ist die Lage die gleiche, so Mike Vogl. Dort findet ein Jugend- und Pfadfinderlager statt, das evakuiert werden musste. oe24.TV-Reporter Mike Vogl war heute auch in der Tiroler Gemeinde Langkampfen (Bezirk Kufstein). Dort sin die Gebiete um die Inn-Schlingen von der angespannten Hochwasser-Lage betroffen. Die Flutwellen könnten vermutlich Mitternacht dort eintreffen. Die Gefahr besteht, dass es dann Überschwemmungen im Ort geben könnte. "Die Leute räumen Keller und die Erdgeschosse aus und bringen ihre Sachen in den 1. Stock ihrer Häuser", berichtet Mike Vogl.