04. Februar 2022 | 23:45 Uhr

lawine-sellrain.jpg © Getty (Symbolbild)

Tödlicher Alpin-Unfall

Nächstes Lawinen-Drama: 43-jähriger Freerider tot

Nachdem eine Lawine in Spiss (Tirol) am Freitag bereits fünf Skitourengeher in den Tod gerissen hat, sorgte auch ein Lawinenabgang in Vorarlberg für ein Todesopfer.

Vorarlberg. Am Freitag kam es im Skigebiet Albona, in Klösterle, zu einem tödlichen Lawinen-Unfall. Ein 43-jähriger Freerider wurde von einem Schneebrett mitgerissen und starb trotz Reanimationsversuche, wie die Polizei mitteilt. Der tödliche Alpin-Unfall ereignete sich um etwa 15.50 Uhr, als vier Wintersportler – darunter auch ein staatlich geprüfter Snowboardführer – im Skigebiet Albona, am Berg Knödelkopf, vom Gipfel aus über freies Gelände in Richtung Albonabahn-Talstation abfahren wollten. Die Gruppe wollte den etwa 40 Grad steilen Hang einzeln befahren. Als der zweite Skifahrer in den Hang einfuhr, löste sich an dessen oberen Ende ein mächtiges Schneebrett und riss den Mann mit.

Es gelang ihm noch, den Airbag seines Rucksackes auszulösen, bevor er von den Schneemassen komplett verschüttet wurde. Alle vier waren mit Lawinenausrüstungen und teilweise mit Lawinenairbag-Rucksäcken ausgestattet und versierte Freerider. Nachdem Stillstand der Lawine gelang es den anderen Wintersportlern nach wenigen Minuten den Skifahrer mittels Sonde in zwei Metern Tiefe zu orten.

Reanimationsmaßnahmen halfen nicht mehr

Nach etwa 10 Minuten Graben stießen sie auf den Verschütteten und die ersten Rettungskräfte kamen mit dem Hubschrauber auf die Lawine. Nach weiteren 5-10 Minuten Graben konnten die Rettungskräfte mit den Reanimationsmaßnahmen beginnen. Der Notarzt konnte trotz weiterer Reanimationsversuche leider nur noch den Tod des 43-jährigen Skifahrers feststellen.

Einsatzkräfte: Bergrettungsortstellen Dalaas/Braz, Klösterle, Lech mit insgesamt 21 Personen, 5 Lawinenhunde, Besatzungen des NHS "Gallus 1", "Wucher 1 "und der "Libelle Vorarlberg".