18. November 2019 | 05:56 Uhr

gastein.jpg © APA/FEUERWEHR BAD GASTEIN

Drama vor Weihnachten

Mure zerstörte in Bad Gastein zwei Wohnhäuser

Eine Person wurde verletzt, eine weitere Person wurde zunächst eingeschlossen, konnte aber später lebend geborgen werden.

Dramatische Szenen haben sich in der Nacht auf Montag in Bad Gastein (Pongau) ereignet. Eine Mure ist gegen Mitternacht auf ein Einfamilienhaus abgegangen, hat dieses vollkommen zerstört und auf ein darunter liegendes Haus geschoben. In jedem Gebäude war jeweils eine Frau verschüttet. Eine Bewohnerin konnte von der Feuerwehr rasch geborgen werden, die zweite erst nach etwa zwei Stunden.
 
Murenabgang in Bad Gastein
 
"Durch den Schnee war überhaupt nicht ersichtlich, dass unterhalb Wasser in den Hang rinnt", schilderte der Einsatzleiter, der Bad Gasteiner Feuerwehrkommandant Herbert Stöckl, gegenüber der APA. Durch das Wasser setzte sich gegen Mitternacht die Böschung oberhalb der Häuser in der Ortschaft Badbruck in Bewegung und zerstörte zunächst das obere Gebäude, das mehr oder weniger in sich zusammenfiel und die Bewohnerin, eine ältere Frau, unter den Trummern begrub.
 
 

Schwierige Bergung

Da der Hang nicht zum Stillstand kam, wurde dieses Haus in der Folge auf das darunterliegende Gebäude geschoben, sagte Stöckl. Auch dieses Haus, in dem ebenfalls eine Frau wohnte, wurde total beschädigt. Den Helfern der Feuerwehr gelang es relativ rasch, die Frau aus dem unteren Haus zu bergen. Sie wurde verletzt, wie schwer, konnte Stöckl nicht sagen. Dass auch die Bewohnerin des zweiten Gebäudes noch lebte, war rasch klar, weil mit ihr Sprechkontakt aufgenommen werden konnte.
 
Ihre Bergung gestaltete sich allerdings schwierig, weil der Hang weiterhin in Bewegung war und deswegen auch für die Helfer Gefahr bestand. Nach ungefähr zwei Stunden konnte die Feuerwehr schließlich auch diese Frau aus den Trümmern holen und verletzt der Rettung übergeben. Die umliegenden Gebäude wurden sicherheitshalber evakuiert, sagte Polizei-Sprecherin Valerie Bachler.

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Im W sonnig, sonst Wolken. 3°/17°

In den westlichen Landesteilen präsentiert sich das Wetter bis zum Abend sonnig und trocken. Weiter im Osten und Südosten ziehen hingegen bis in den Nachmittag hinein noch zahlreiche dichte Wolken durch. Abgesehen von einzelnen Regentropfen am Alpenostrand bleibt es jedoch trocken. Die Sonne zeigt sich dabei zunächst nur zwischendurch. Bis zum Abend werden die Wolken jedoch von Norden weniger und die Sonne zeigt sich noch öfters. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus Nordwest bis Nordost, in Tirol und Vorarlberg bleibt der Wind deutlich schwächer. Die Nachmittagstemperaturen 14 bis 22 Grad. Heute Nacht: Abgesehen von ein paar Wolkenresten im Südosten verläuft das Wetter im Ostalpenraum in der Nacht auf Freitag weitgehend wolkenlos. Der Wind aus West bis Nordwest weht im Bergland und im Nordosten weiter mäßig, in höheren Lagen auch lebhaft. Die Temperaturen umspannen minus 1 bis plus 9 Grad.
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