18. August 2023 | 09:50 Uhr

Mittersill © APA/EXPA/ JFK

Mega-Unwetter

Mittersill: Ausmaß der Zerstörung ist enorm

Vierköpfige Familie musste in Mittersill evakuiert werden - Murenabgang auch in Holzgau und im hinteren Pitztal

Starker Regen hat im Oberpinzgau zu mehreren Vermurungen geführt. Ein Pkw wurde am Donnerstagabend auf der B161, der Pass Thurn Straße, von einer Mure erfasst und gegen eine Leitplanke geschoben. Der 44-jährige Lenker und seine 39-jährige Beifahrerin konnten sich laut Polizei befreien. In Mittersill trat der Rettenbach über die Ufer. Eine Familie mit zwei Kleinkindern musste aus ihrem Haus evakuiert werden. Auch in Tirol gingen Muren ab.

Mittersill © APA/EXPA/ JFK

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Wie der Pinzgauer Katastrophenschutzreferent Manfred Höger Freitag früh mitteilte, dürften am Rettenbach fünf Häuser mit 25 bis 30 Bewohnern von Schäden betroffen sein. Die Anrainer sollten zunächst in ihren Häusern bleiben, bis der Bach mit schwerem Gerät wieder in sein Bett zurück gebracht werden kann. In einem der Gebäude ist gegen 2.45 Uhr ein Dachstuhlbrand ausgebrochen, der jedoch rasch gelöscht werden konnte. Der Ortsteil ist durch das Unwetter zudem von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten. Nach einer Einsatzbesprechung in der Früh fand eine Begehung und Befliegung am Rettenbach statt, um die Lage bei Tageslicht besser beurteilen zu können.

Mittersill © APA/EXPA/ JFK

3.png © Katastrophenreferenz Manfred Höger

Unwetter Mittersill © FF Mittersill

Schwere Unwetter auch in Tirol

In Tirol traf eine der Muren in Holzgau auf den Wanderweg von der Roßgumpenalm beim Ramstalbach und verlegte sieben vermutlich deutschen Wanderern und einer tschechischen Staatsangehörigen den Abstiegsweg. Daraufhin setzten sie einen Notruf ab. Die Bergrettung und Feuerwehr half ihnen ins Tal, teilte die Polizei Tirol mit.

Im hinteren Pitztal, im Gemeindegebiet von St. Leonhard, führte ein Gewitter mit Starkregen und kurzzeitigem Hagel am Donnerstagabend zu Murenabgängen in den Ortschaften Plangeross und Tieflehn. Im Bereich der Reiselebachrinne reichte der Schlamm bis auf die Pitztaler Landesstraße zurück. Sie musste während der Aufräumarbeiten gesperrt werden. Durch die Murenabgänge kamen weder Personen noch Sachen zu Schaden, berichtete die Polizei.

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Wechselnd bewölkt, regnerisch, 4/10°

Störungseinfluss bringt von Westen zahlreiche dichte Wolken. Mit diesen regnet es bei einer Schneefallgrenze zwischen 800 und 1200m Seehöhe zunächst noch im Osten und Südosten. Im Laufe des Nachmittags setzt schließlich von Vorarlberg bis Salzburg und Oberösterreich neuerlich Niederschlag ein, der sich hier bis zum Abend deutlich intensiviert. Chancen auf Sonnenschein sind allgemein gering, etwas höher lediglich in Kärnten und Osttirol. Der Wind weht alpennordseitig mäßig bis lebhaft aus West, im Süden bleibt es windschwach. Die Nachmittagstemperaturen 7 bis 13 Grad. Heute Nacht: Mit einer nordwestlichen Strömung stauen sich zwischen Vorarlberg und dem westlichen Niederösterreich in der Nacht auf Dienstag viele dichte Wolken. Bei einer Schneefallgrenze zwischen tiefen Lagen und etwa 800m Seehöhe regnet und schneit es hier außerdem teilweise stark. Überall sonst gibt es hingegen bei wechselnder Bewölkung vor allem in Osttirol, aber auch von Oberösterreich ostwärts einzelne lokale Regen- oder Schneeregenschauer. Der Wind aus West bis Nord weht in den Föhntälern im Süden sowie teils im Osten mäßig, in den höchsten Lagen auch lebhaft. Die Tiefsttemperaturen umspannen minus 2 bis plus 5 Grad.
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