05. Jänner 2026 | 21:05 Uhr

Gugu © WERNER KERSCHBAUMMAYR / FOTOKERSCHI

Kältepol

Minus 25,7 Grad: Das ist der Eisschrank Österreichs

Die extreme Kälte hat Österreich weiter im Griff.

Ungemütlich frostig ist die vergangene Nacht in weiten Teilen Österreichs ausgefallen. Kältepole waren das Mühlviertel, das Waldviertel und das Tiroler Außerfern. In der Wetterstation Liebenau-Gugu (Bezirk Freistadt) wurden minus 25,7 Grad gemessen, in Schwarzau in der Gemeinde Moorbad Harbach (Bezirk Gmünd) waren es minus 24,3 Grad. In den Ortschaften Tannheim und Ehrwald im Bezirk Reutte wurden minus 22,4 Grad bzw. minus 20,2 Grad verzeichnet, berichtete Geosphere Austria.

Bilder aus Gugu

Gugu © WERNER KERSCHBAUMMAYR / FOTOKERSCHI

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Spitzenreiter in Vorarlberg war Lech am Arlberg (Bezirk Bludenz) mit minus 20,3 Grad, in der Salzburger Gemeinde St. Michael im Lungau (Bezirk Lungau) wurden minus 20,2 Grad registriert. Exakt minus Grad hatte es in der Osttiroler Gemeinde St. Jakob in Defereggen (Bezirk Lienz). Nachtschwärmer in der Bundeshauptstadt waren da deutlich besser dran: In der Wiener Innenstadt fiel das Thermometer in der Nacht auf Montag auf minus 4,7 Grad, auf der Hohen Warte waren es minus 7,4 Grad.

Von den absoluten Kälterekorden waren die aktuellen Werte deutlich entfernt. Die tiefste, je in einer bewohnten Region gemessene Temperatur wurde am 11. Februar 1929 mit minus 36,6 Grad in Zwettl (Bezirk Zwettl) verzeichnet.

Kältewarnung erlassen

In den nächsten Tagen bleibt es weiterhin sehr kalt, die Nächte bringen strengen Frost. Im Großteil Österreichs bleiben die Temperaturen auch tagsüber unter null Grad. Für die kommenden 24 Stunden wurde für Vorarlberg, Tirol, Salzburg, die Kärntner Bezirke Hermagor und Spittal, die Obersteiermark und das Waldviertel eine Kältewarnung erlassen.

"Extreme Kälte darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sie ist eine Gefahr für die Gesundheit und sogar für das Leben, wenn man sich nicht rechtzeitig aufwärmen kann. Schützen Sie sich selbst und achten Sie auf Ihre Mitmenschen!", appellierte Wolfgang Schreiber, Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes. Am wichtigsten sei es, Wetterberichte und Vorhersagen zu beachten: "Sorgen Sie bei extremer Kälte für ausreichend Heizmaterial zu Hause und vermeiden Sie nach Möglichkeit Tätigkeiten im Freien, denn extreme Kälte belastet Herz und Kreislauf. Achten Sie auf ausreichende Vorräte zu Hause, Ihre Ernährung und Flüssigkeitszufuhr. Zittern, Gedächtnisverlust und Benommenheit können Zeichen von Unterkühlung sein, suchen Sie so bald wie möglich beheizte Räume auf."

Vor allem ältere und kranke Menschen würden besonders unter der Kälte leiden, erläuterte Schreiber: "Achten Sie auf Freunde und Nachbarn - bei Glätte kann auch ein Sturz schnell passieren, hier ist rasches Handeln und Erste Hilfe bei Verletzungen besonders wichtig. Können Sie selbst nicht helfen, dann zögern Sie nicht, die Notrufnummer 144 zu wählen und Hilfe anzufordern."

Am Wochenende wird es wieder sehr kalt

In der Nacht auf Freitag und am Freitag soll vorübergehend mildere Luft nach Österreich strömen und Schneefall und Regen bringen. Dabei ist auf dem unterkühlten Boden Glatteis möglich. Am Wochenende dürfte es dann schon wieder deutlich kälter werden, prophezeiten die Expertinnen und Experten von Geosphere Austria am Montag.

Am Dienstag zeigt sich das Wetter zweigeteilt: Während von Vorarlberg bis Salzburg sowie später auch in Osttirol oft sonniges Wetter überwiegt, gibt es weiter im Osten und Südosten bis zum Abend deutlich mehr Wolken. Außerdem kann es von Unterkärnten ostwärts über die Südoststeiermark bis ins Südburgenland mitunter leicht schneien. Der Wind aus West bis Nord weht schwach bis mäßig. In der Früh werden Temperaturen zwischen minus 17 und minus zwei Grad erreicht. Die tiefsten Temperaturen gibt es im Waldviertel sowie inneralpin. Tagsüber werden minus sieben bis null Grad erreicht.

Am Mittwoch fällt das Wetter westlich der Linie Lienz-Linz bis zum Abend sonnig und trocken aus. Weiter im Osten und Südosten startet der Tag mit vielen dichten Wolken. In Teilen Unterkärntens und in der Südoststeiermark fallen mitunter auch ein paar Schneeflocken. Bis zum Abend werden schließlich auch hier von Westen die Wolken langsam weniger. Der Wind kommt aus Süd bis Nordwest und weht am Alpenostrand und im Wiener Becken zum Teil mäßig. Minus 17 bis minus zwei Grad werden in der Früh erwartet. Zwischen minus sechs und null Grad werden untertags erreicht.

Ab Donnerstag zieht sich die Sonne zurück

Von Westen her ziehen am Donnerstag Wolkenfelder durch und bringen an der Alpennordseite und im Norden ein paar Schneeschauer. Die Sonne zeigt sich hier nur kurz, im Süden scheint sie deutlich öfter. Zum Abend hin trifft dann voraussichtlich im Westen eine Warmfront ein und bringt in der Nacht Niederschläge bei einer deutlich steigenden Schneefallgrenze. Dabei ist verbreitet mit Glatteisbildung zu rechnen. Der Wind bläst im Norden und Osten mäßig bis lebhaft aus West bis Nordwest. Frühtemperaturen: minus 20 bis minus vier Grad, die Tageshöchsttemperaturen kommen über minus sieben bis plus eins Grad nicht hinaus.

Am Freitag bringt eine Warmfront in der Höhe vorübergehend milde Luft und die Schneefallgrenze steigt auf 1.500 Meter. Dabei geht der Schneefall in den meisten Regionen in Regen über und verbreitet besteht Glatteisgefahr. Zum Abend hin dürfte im Westen dann bereits wieder eine Kaltfront folgen. Der genaue Wetterablauf ist aber noch unsicher. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Ost bis Südwest. Die Frühtemperaturen pendeln zwischen minus zwölf und plus zwei Grad, die Tageshöchsttemperaturen zwischen minus drei und plus fünf Grad, wobei es vor allem in mittleren Höhenlagen am wärmsten ist.

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Im W sonnig, im O überwiegend bewölkt -10/-3

Gebietsweise halten sich noch ein paar harmlose Restwolken, vor allem im Westen und Südwesten dominiert aber ungestörter Sonnenschein. Der Wind bläst im Osten schwach bis mäßig aus Nordwest, sonst weht der Wind insgesamt nur schwach. Die Tageshöchsttemperaturen liegen meist zwischen minus 7 und minus 1 Grad. Heute Nacht: In der Nacht auf Donnerstag lösen sich die Restwolken im Osten und Südosten rasch auf, bald ziehen aber von Westen her neue Wolken auf und breiten sich aus. Die Bewölkung sorgt von Vorarlberg bis Salzburg und Oberösterreich auch für einsetzenden Schneefall. Vor allem im Osten und Süden ist es aber für einige Zeit gering bewölkt bis klar. Der Wind weht zunächst nur schwach. Während der Morgenstunden lebt jedoch im westlichen Bergland der Wind deutlich auf. Die Tiefsttemperaturen umspannen minus 18 bis minus 5 Grad.
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