14. August 2020 | 18:18 Uhr

Unwetter Feuerwehr © APA/Zeitungsfoto.at

Zahlreiche Straßensperren

Mehrere Murenabgänge nach Unwettern in Kärnten

Für mehrere Bundesländer hat die ZAMG eine Wetter-Warnung ausgegeben.

Klagenfurt. Schwere Unwetter mit Starkregen haben am Freitagabend in Kärnten mehrere Murenabgänge verursacht. So wurde etwa die Gurktal Bundesstraße (B 93) im Bereich Poitschach bis Fuchsgruben verlegt und musste gesperrt werden. Die Turracher Bundesstraße (B 95) war im Bereich Spitzenbichl/Prekowa nach kleineren Murenabgängen teilweise nur einspurig befahrbar.

Ebenso musste laut Kärntner Polizei die Goggausee Landesstraße (L 80) im Bereich St. Ulrich bis Rennweg/Steuerberg nach mehreren Murenabgängen gesperrt werden. Und im Gemeindegebiet Kleblach-Lind, im Bezirk Spittal/Drau trat nach einem starken Gewitter der Lengholzbach über die Ufer und verlegte die Kleblacher Straße (L 14b) mit Geröll und Baumstämmen, die ebenfalls gesperrt werden musste.

Unwetter-Gefahr am Freitag 

Wie bereits in den vergangenen Tagen, gingen auch am Freitagabend wieder kräftige Gewitter nieder. Durch die nasse Vorgeschichte sind lokale Überflutungen und Muren möglich. Es können stellenweise Straßen überflutet werden, Keller volllaufen und Bäche sowieso kleinere Flüsse stark anschwellen. Die Gewitter entwickeln sich heute an Ort und Stelle und bleiben stationär. Deswegen könnte der Regen länger als üblich anhalten.
 

Hier besteht Überflutungsgefahr

  • Kapfenberg: In der letzten Stunde ging hier laut "Kachelmannwetter.at" eine durchschnittliche Niederschlagsmenge von 44 l/m² nieder. Punktuell sind bis zu 44 l/m² Niederschlag gefallen.
  • Feldkirchen in Kärnten: In der letzten Stunde eine durchschnittliche Niederschlagsmenge von 47 l/m² in dem Gebiet registriert. Punktuell sind bis zu 56 l/m² Niederschlag gefallen.
  • Sankt Gilgen/Salzburg: In der letzten Stunde eine durchschnittliche Niederschlagsmenge von 50 l/m² in dem Gebiet registriert. Punktuell sind bis zu 54 l/m² Niederschlag gefallen.

wetter4.JPG © Kachelmannwetter.at Hier herrscht Sturzflut-Gefahr.

wetter3.JPG © Kachelmannwetter.at Die Blitzortung (Stand 18.30 Uhr).

wett2.JPG © Kachelmannwetter.at Das Storm-Tracking von 18.30 Uhr. 

Hier herrscht Gewitter-Gefahr

Schwülwarme und damit schauer- und gewitteranfällige Luft liegt über Österreich. Gewitter und Schauer sind bereits im Gange, berichtet die ZAMG. 

wetter.JPG © ZAMG

wetter1.JPG © ZAMG

Über dem europäischem Festland herrschen sehr geringe Luftdruckgegensätze und über West- und Mitteleuropa zudem schwacher Tiefdruckeinfluss, wie ZAMG berichtet. Das heißt, über Österreich liegt eine feuchte, labil geschichtete Luftmasse, die von der Sonne aufgeheizt wird. Dadurch kondensiert der in der Luft vorhande Wasserdampf, es bilden sich Quellwolken. Da die Luftschichtung zudem labil ist, können die Wolken ungehindert in die Höhe schießen und sich zu Schauer- und Gewitterzellen entwickeln. Der fehlende Höhenwind sorgt dafür, dass die Schauer- und Gewitterzellen kaum ziehen und sich an Ort und Stelle ausregnen.

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Schaueranfällig, im O und S etwas Sonne, 1/7°

Im Einfluss einer Störung dominieren bis zum Abend insgesamt dichte Wolken. Die Sonne zeigt sich maximal zwischendurch. Von Nordwesten breiten sich außerdem mehr und mehr Regen- oder Schneeschauer aus. Vom Arlberg bis ins Mostviertel regnet oder schneit es zum Teil auch intensiv, am meisten aber im Westen. In den Niederungen ziehen hingegen nur einzelne Schauer durch. Weitgehend trocken bleibt es lediglich im Süden Österreichs. Die Schneefallgrenze bewegt sich zwischen 300 und 800m Seehöhe. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus Nordwest. Vor allem im Bergland lebt der Wind aber immer wieder auch kräftig auf. Die Nachmittagstemperaturen 5 bis 13 Grad. Heute Nacht: In der Nacht auf Dienstag bleibt es unbeständig und vor allem an der Alpennordseite schneit es von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich immer wieder. Bis zum Morgen intensiviert sich außerdem bei einer Schneefallgrenze zwischen tiefen Lagen und rund 700m Seehöhe im Osten der Niederschlag. Überall sonst bleibt es weitgehend niederschlagsfrei, zeitweise lockern die Wolken sogar vorübergehend auf. Der Wind weht in den Niederungen oft schwach bis mäßig, in höheren Lagen dauert der lebhafte Nordwestwind aber an. Die Tiefsttemperaturen minus 4 bis plus 5 Grad.
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