01. Juni 2019 | 18:28 Uhr

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Suche abgebrochen

Lawinenabgang im Zillertal: Snowboarder vermisst

Zeuge sah laut eigenen Angaben, wie Snowboarder vor Lawinenabgang in Hang einfuhr.

Finkenberg, Tirol. Nach dem Lawinenabgang am Hintertuxer Gletscher bei Finkenberg im Tiroler Zillertal Samstagvormittag, bei dem angeblich ein Snowboarder verschüttet worden sein soll, hat die Polizei einen Zeugenaufruf gestartet. Etwaige weitere Augenzeugen sollen sich "dringend" bei der Polizeiinspektion Mayrhofen melden, hieß es am späten Nachmittag.

Allenfalls möge sich auch der Snowboarder, der von einem Zeugen unmittelbar vor dem Lawinenabgang am Hang gesehen worden war, melden, so die Exekutive. Der Zeuge beobachtete laut eigenen Angaben, wie der Wintersportler unmittelbar in den Hang einfuhr und so die Lawine ausgelöst haben dürfte. "Geländebedingt" habe er den Snowboarder jedoch dann aus den Augen verloren.

Der Zeuge fuhr nach dem Lawinenabgang zum Lawinenkegel ab und hielt Ausschau nach dem Vermissten, konnte ihn jedoch nicht ausmachen und auch keine "Ausfahrtsspur" finden. Daraufhin wurde die Rettungskette in Gang gesetzt.
 

Suche vorerst abgebrochen 

Die Suche nach dem möglicherweise am Hintertuxer Gletscher verschütteten Snowboarder wurde am späten Samstagnachmittag vorerst abgebrochen, sagte Andreas Eder, Leiter der Ortsstelle Mayrhofen, der APA. Ob am Sonntag weitergesucht wird, sei noch offen.
 
Dies werde in Absprache mit der Polizei entschieden. Schließlich sei es ja nach wie vor unklar, ob überhaupt jemand verschüttet wurde, so Eder.
 
Die Einsatzkräfte hätten den kompletten Lawinenkegel jedenfalls mehrere Male ergebnislos abgesucht - und das unter schwierigen Bedingungen. Zum einen habe stets die Gefahr von weiteren Lawinenabgängen bestanden - deshalb habe man auch Lawinensprengungen durchgeführt. Zum anderen sei im Staubereich über fünf Meter Schnee gelegen. Abgesucht worden sei etwa auch mit einer speziellen Sonde, die bei Metall anschlage, schilderte der Bergretter.
 
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