08. November 2018 | 22:45 Uhr

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Tankschiffe können weniger laden

Klima-Krise: Sprit wird jetzt knapp

An deutschen Tankstellen herrscht schon Ebbe. Auch zu uns bringen Schiffe weniger Sprit.

 

Autofahrer bekommen es täglich zu spüren: Die Preise für Benzin und vor allem Diesel gehen durch die Decke. Rohöl wurde zwar zuletzt wieder etwas billiger, an den Zapfsäulen kommt das aber nicht an. Und das liegt auch an der Klimakrise bzw. dem extrem heißen und trockenen Sommer.

"Lückenlose Versorgung ist große Herausforderung"

Denn weil die Pegelstände von Flüssen wie Rhein und Donau so niedrig sind, können Tankschiffe teils nur ein Viertel der sonstigen Menge laden. In Deutschland führt das nicht nur zu noch wahnsinnigeren Spritpreisen als bei uns, sondern bereits zu Engpässen. Dass bei uns Tankstellen „leerlaufen“, sei bisher nicht der Fall, sagt Christoph Capek vom Fachverband der Mineralölindustrie zu ÖSTERREICH. „Aber die lückenlose Versorgung ist derzeit eine große logistische Herausforderung.“

70 % aus Deutschland

Österreich importiert rund 4 Mio. Tonnen Diesel, davon 70 % (2,8 Mio. Tonnen) aus Deutschland. Wenn Tankschiffe vier Mal so oft fahren müssen, treibt das natürlich die Preise rauf. Den Transport auf Schiene oder Straße zu verlagern, sei kostspielig und stoße an Kapazitätsgrenzen (auch wegen des Lokführermangels). Was Sprit derzeit auch verknappt und verteuert, ist der Totalausfall einer Raffinerie im bayerischen Vohburg nach einem Großbrand.

Im Einkauf sei Diesel derzeit teurer als Super, erläutert Capek. Die niedrigere Besteuerung des Diesel bei uns mildere das ab; trotzdem liegt Diesel bei uns jetzt an vielen Tankstellen gleichauf mit Super!

Ganz extrem sind die Preise in den Grenzgebieten zu Deutschland in OÖ. Im Bezirk Schärding etwa kostete der Liter Sprit gestern bis zu 8 Cent mehr als in Linz ...

Preis-Schock auch bei Bier & Pommes

Insgesamt gab es im Sommer bis zu 70 Prozent weniger Regen, wochenlang haben manche Regionen keinen Tropfen Niederschlag gesehen. Die Konsequenzen sind dramatisch:

  • Kartoffeln unverkäuflich: Bauern in Oberösterreich sagen, sie haben Schäden von bis zu 70 Prozent ihrer Ernte. Die Hälfte wegen der Witterung, die andere wegen Schädlingen. Die Preise dürften steigen.
  • Bier teurer ab Dezember: Fix teurer werden die Produkte der Brau Union (um etwa plus drei Prozent). Grund ist auch hier die schlechte Ernte.

ABER: Rekord bei Wein-Ernte

Eine wahre Mengen-Explosion brachte die Hitze offenbar bei Trauben. Heuer beträgt die Ausbeute der Winzer laut Statistik Austria 3,2 Millionen Hektoliter. Das ist fast um ein Drittel mehr als im Vorjahr, da waren es „nur“ 2,5 Mio. Nächster Rekord: Noch nie wurden die Trauben so früh wie heuer geerntet.

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Unbeständig, im S und SO trocken 3/12°

Im Osten und am Alpenostrand schließen sich letzte Wolkenlücken rasch und von Tirol, von Vorarlberg sowie von Salzburg breitet sich Regen im Laufe des Nachmittags auf alle Landesteile aus. Am längsten trocken bleibt es südlich des Alpenhauptkammes sowie im Südosten Österreichs. Mit den Niederschlägen sinkt die Schneefallgrenze langsam auf Lagen unter 2000m Seehöhe. Der Wind weht zunächst in der Osthälfte teilweise lebhaft aus Südost bis Süd. Bis zum Abend dreht der Wind schließlich zunehmend auf westliche Richtungen und lebt nördlich des Alpenhauptkammes sowie von Oberösterreich ostwärts deutlich auf. Die Nachmittagstemperaturen zwischen 8 und 14 Grad. Heute Nacht: Eine Kaltfront zieht mit dichten Wolken in der Nacht auf Montag von West nach Ost über Österreich und sorgt bis Mitternacht verbreitet für Regen und Regenschauer. Die Schneefallgrenze sinkt langsam auf Lagen zwischen 1700 und 1200m Seehöhe ab. Während der zweiten Nachthälfte lässt schließlich von Westen der Niederschlag nach und die Wolken beginnen aufzulockern. Vor allem am nördlichen Alpenrand ist jedoch noch bis zum Morgen mit Regen und Regenschauern zu rechnen. Der Wind kommt aus West bis Nordwest und weht nördlich des Alpenhauptkammes, im Norden und Osten sowie in den Tälern im Süden mäßig bis lebhaft, in der Höhe auch stark. Die Tiefsttemperaturen 0 bis 9 Grad.
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