25. November 2015 | 08:11 Uhr

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Kfz-Versicherung

Sommerreifen im Winter können teuer werden

Bei einem Unfall können Versicherungen Geld zurückfordern.

Seit 1. November gilt in Österreich wieder die Winterreifenpflicht.  Bis 15. April müssen Autofahrer bei winterlichen Fahrbedingungen Winterreifen montiert haben.

Alle vier montierten Reifen am Auto sollten Winterreifen sein - mit mindestens vier Millimeter Profiltiefe bei Reifen in Radialbauart und fünf Millimeter bei Reifen in Diagonalbauart. Lkw und Busse über 3,5 Tonnen müssen Winterreifen montiert haben, unabhängig davon, ob auf der Fahrbahn Schnee liegt oder nicht.

Bei einer Verkehrskontrolle kann die Exekutive Strafen von 35 Euro bis zu 5.000 Euro bei Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer verhängen. Kommt es bei winterlichen Fahrverhältnissen zu einem Verkehrsunfall, sind auch Probleme mit der Versicherung zu erwarten.

Versicherung kann Geld zurückfordern
Was passiert, wenn der Fahrer auf winterlichen Straßen mit Sommerreifen einen Unfall verursacht hat? Im ersten Schritt wird der Schaden an Dritten im Rahmen der Haftpflichtversicherung übernommen. „Allerdings kann es dann in einem zweiten Schritt dazu kommen, dass sich die Versicherung an dem Schadenverursacher regressiert, sprich das Geld für den Schaden zurückfordert“, so Robert Wasner, Sachversicherungsvorstand von UNIQA Österreich.

Bei einer Kaskoversicherung kann der Versicherer gänzlich abspringen. Ausschlaggebend ist das Wetter zum Zeitpunkt des Unfalls und die Information, ob der Unfall mit den richtigen Reifen hätte verhindert werden können. Gibt es einen kausalen Zusammenhang, übernimmt die Versicherung einen Schaden in der Kfz-Kasko in der Regel nicht.
 

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