30. Jänner 2020 | 23:38 Uhr

Frühling © Getty Images

Plusgrade bis auf 2.000 Meter Höhe

Jetzt kommt der Mini-Frühling: 20 Grad mitten im Winter

Meteorologen sprechen von seltenem Phänomen. Aber: Ab Mittwoch kommt Winter zurück.

Wien. Eine Südwestströmung bringt warme Atlantikluft in den Alpenraum. In den Niederungen ist im ganzen Land mit Temperaturen bis 20 Grad zu rechnen – und das, wohlgemerkt, Anfang Februar. Warme Phasen im Winter, so die Meteorologen des Zamg, seien im Prinzip nichts Ungewöhnliches. Sehr wohl ungewöhnlich sind hingegen diese sehr hohen Temperaturen – vor allem in den Bergen. Bis auf 2.000 Meter hinauf steigt das Thermometer auf bis zu plus fünf Grad. Auch die Schneefallgrenze steigt in für diese Jahreszeit absolut ungewöhnliche Höhen.

Mildes Wetter: Zecken sind aktiv, Warnung vor Pollen

Am Sonntag ist mit Niederschlag zu rechnen, der bis auf 1.500 Meter als Regen zu Boden geht. Schneien wird es erst jenseits der 2.000 Meter. Laut Zamg war es in den Gipfelregionen des Landes heuer 3,6 Grad wärmer als im Schnitt. Damit ist dieser Jänner der drittwärmste in der hochalpinen Messgeschichte. Aber es war  deutlich zu trocken. In ganz Österreich fiel 56 Prozent weniger Niederschlag als im Schnitt. In Lienz in Osttirol regnete oder schneite es im Jänner gar nicht. Das kommt nur alle 30 Jahre vor. Positiv hingegen: Mit 184 Sonnenstunden gab es im Jänner einen Rekord.

Das milde Wetter lässt bereits Zecken auf Wirtsuche gehen. Schon jetzt müsse man bei Spaziergängen im Wald an Sträuchern mit Zecken rechnen. Pollenflüge sorgen bereits bei Allergikern für Probleme.

Der Winter kommt ab Dienstag wieder zurück

Kaltluft. Die zweite Hälfte der Semesterferien wird aber wieder winterlicher. Ab Dienstag ist in ganz Österreich mit Minusgraden zu rechnen. Vorbei ist der Winter also noch lange nicht, bis Mitte März, so die Meteorologen, kann es noch signifikante Kaltluftperioden geben.

1 Million Skiurlauber in den Bergen

Zum Start der Semesterferien im Osten Österreichs ist im Westen mit Staus zu rechnen.

Wien. Für 450.000 Schüler aus Wien, dem Burgenland und Niederösterreich beginnen heute die Semesterferien. Rund ein Drittel von ihnen begibt sich auf Skiurlaub in die Berge. Zählt man die Urlauber aus Tschechien und Deutschland dazu, ist mit mehr als einer Million Wintersportlern in den österreichischen Skiregionen zu rechnen. Wiewohl: Gänzlich ausgebucht sind die Skiorte in Österreich nicht.

Wie die ÖSTERREICH-­Recherche gezeigt hat, sind überall noch Unterkünfte zu bekommen – auch in den unteren Preisregionen. In Schladming (Stmk.) etwa kann eine Familie mit einem Kind in der kommenden Woche bereits ab 800 Euro logieren.

Schnee liegt in den Bergen jedenfalls genug. St. Anton am Arlberg (T) vermeldet eine zwei Meter dicke Schneedecke. Das ist auch notwendig, nachdem bis Dienstag in den Bergen mit Plusgraden und Regen zu rechnen ist.

Rechnen sollte man heute und morgen auf den Hauptrouten Richtung Salzburg und Tirol auch mit umfangreichen Staus.

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