17. November 2019 | 23:47 Uhr

Schneechaos in Südtirol

Irres Video zeigt Lawinenabgang

Wie verheerend das derzeitige Schneechaos werden kann, zeigt dieses irre Video eines Lawinenabgangs.

Bozen. Südtirol versinkt im Schneechaos. Aufgrund der heftigen Niederschläge wurde Stufe vier der fünfteiligen Lawinengefahr ausgegeben. Sonntagvormittag dann der Schock: Eine gewaltige Schneelawine rutscht mitsamt Baumstämmen und Geröll in das Dorf Martell. Laut Medienberichten sollen auch Häuser beschädigt worden sein. Ein Anrainer filmte den Lawinenabgang mit. Hier das irre Video:
 
 
Da die Schneemassen auch die Straße ins Martelltal in Mitleidenschaft gezogen haben, sind die Menschen dort nun auf sich selbst angewiesen. Es sollen jedoch keine Personen zu Schaden gekommen sein.
 
 

Weiterhin rote Warnungen für Österreich!

 
Wien/Klagenfurt/Lienz. Auch am Sonntag sollte es in Oberkärnten und Osttirol weiterhin stark regnen und schneien, stellenweise auch in den südlichen Regionen von Salzburg und Nordtirol. Hier gelten weiterhin rote und orange Wetterwarnungen, so die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Sonntag.
 
Sonntagabend dürften die Niederschläge im Süden langsam nachlassen und in der Nacht auf Montag allmählich abklingen. Der Montag sollte laut Prognose im Süden trocken und mit etwas Sonnenschein verlaufen.
 
Bereits in der Nacht auf Dienstag und am Dienstag selbst kann es jedoch in Osttirol und Oberkärnten stellenweise wieder kräftig regnen und schneien. Die Schneefallgrenze liegt dabei aus derzeitiger Sicht von West nach Ost zwischen 700 und 1.500 Metern. Die Niederschlagsmengen sollten nicht mehr so extrem ausfallen wie an den Vortagen. Aber die Lage dürfte noch angespannt bleiben. Weiterhin seien Probleme durch umstürzende Bäume, Überschwemmungen und Hangrutschungen möglich und die Lawinengefahr bleibt hoch.
 
Am Mittwoch sollten die Niederschläge dann rasch abklingen und eine Entspannung der Lage einsetzen. Die restliche Woche bringt nach aktuellem Stand der Prognosen dann keine größeren Regen- und Schneemengen.
 
Die Regen- und Schneemengen der letzten Tage sind laut ZAMG auf jeden Fall sehr ungewöhnlich. So regnete und schneite es in den 48 Stunden von Freitagfrüh bis Sonntagfrüh stellenweise mehr als in einem gesamten durchschnittlichen November: In Kötschach-Mauthen wurden 175 Millimeter gemessen, während ein durchschnittlicher November auf 176 Millimeter kommt. In Obervellach waren es 160 Millimeter (gesamter Novemberdurchschnitt: 94 Millimeter), in Dellach/Drautal 150 Millimeter (138 Millimeter) und in Lienz 125 Millimeter (91 Millimeter).
 

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Im Süden sonnig, sonst unbeständig, 3/13°

Der Karfreitag startet über den Alpen mit Restwolken. Mitunter regnet oder schneit es in Tirol und Vorarlberg bei einer Schneefallgrenze um 1000m Seehöhe noch leicht. Überall sonst startet der Tag hingegen sonnig und trocken. Nach und nach ziehen aber nördlich des Alpenhauptkammes sowie im Norden und Osten dichtere Wolken durch. Abgesehen von ein paar Regentropfen bleibt es weitgehend trocken. Von Osttirol ostwärts überwiegt auch am Nachmittag sonniges Wetter. Der Wind kommt aus West bis Nord und weht in den Föhntälern im Süden sowie im östlichen Flachland und am Alpenostrand mäßig bis lebhaft. Die Frühtemperaturen minus 1 bis plus 8 Grad in der Früh. Tagsüber 10 bis 17 Grad.
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