04. Jänner 2019 | 23:05 Uhr

Feuerwehr Schnee Steiermark © Facebook/FF Stein an der Enns

Kein Trinkwasser & 
kein Arzt im Krisengebiet

Immer mehr Orte sind eingeschneit

Mehr als 500 Menschen kommen derzeit nicht aus ihren Ortschaften raus.

Am schlimmsten betroffen von den Schneemassen ist das Sölktal in der Obersteiermark. Bis zu Redaktionsschluss gestern Abend waren immer mehr Ortsteile von der Außenwelt abgeschnitten. Mehr als 500 Menschen waren in Mößna, St. Nikolai und Fleiß betroffen. „Ganz gravierend ist, dass keine ärztliche Versorgung gewährleistet werden kann“, sagt Josef Berger von der Landeswarnzentrale zum ORF-Radio.

Trinkwasser-Versorgung ist zusammengebrochen

Werner Schwab, Bürgermeister der Gemeinde Sölk, kämpfte sich zu Fuß durch den Tiefschnee aus dem Ort, um an der Krisensitzung der Einsatzgruppen teilzunehmen: „Die Lage bleibt in den nächsten Tagen gleich, die Wettervorschau lässt keine Besserung erkennen.“

Erschwerend: Die Trinkwasserversorgung ist im Krisengebiet zusammengebrochen. Die Schneemassen haben die Leitung beschädigt. Die Feuerwehr versorgte die Haushalte so gut es ging mit Wasser. Das Bundesheer wurde angefordert.

Schnee Mühlbach am Hochkönig Pongau Salzburg © Leserreporter

Neue Sperren

Noch in der Nacht wollten die Behörden eine weitere wichtige Straße wegen akuter Lawinengefahr sperren. Somit sollte heute, Samstag, auch die Gemeinde Admont abgeschnitten sein. Die Haushalte bekamen Informationszettel, sie wurden aufgerufen, sich rechtzeitig mit dem Nötigsten einzudecken.

Winter Schnee Glatteis Schleudern © APA/EXPA/STEFANIE OBERHAUSER

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Erst sonnig, von NW gewittrige Schauer, 9/18°

Besonders im Südosten und äußersten Osten Österreichs gibt es zunächst einige Sonnenfenster. Von Nordwesten werden aber mit dem Aufzug einer Kaltfront bereits in der Früh und am Vormittag die Wolken dichter und bringen erste Regenschauer. Im weiteren Verlauf geraten alle Landesteile unter Störungseinfluss, zuletzt der Südosten. Neben Schauern können auch kurze Gewitter auftreten. Der Wind dreht auf West bis Nordwest und frischt vor allem im Alpenvorland und im Donauraum lebhaft, in Gewitternähe mitunter auch stark, auf. Frühtemperaturen 4 bis 10 Grad, Tageshöchsttemperaturen 14 bis 22 Grad.
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