28. Juli 2017 | 13:18 Uhr

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ZAMG bestätigt

Immer mehr Hitzetage in Österreich

30 Tage mit mehr als 30 Grad Celsius im Burgenland. Trend zu wärmerem Klima.

2017 hat im Großteil Österreichs überdurchschnittlich viele Hitzetage gebracht. An 201 von insgesamt 263 Wetterstationen gab es bereits einen oder mehrere Tage mit mindestens 30 Grad Celsius. Das zeigt die Sommer-Zwischenbilanz der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Dieses Jahr bestätigt laut ZAMG den Trend zu einem wärmeren Klima mit heißeren Sommern.

An der Spitze liegt das Burgenland mit bisher 30 Hitzetagen in Andau im Seewinkel und 29 in Eisenstadt. Dahinter folgen die niederösterreichischen Orte Wolkersdorf und Hohenau an der March mit jeweils mit 28 Hitzetagen, Zwerndorf (27) und Bad Deutsch-Altenburg (26). "Zum Vergleich: Im vieljährigen Mittel gibt es in diesen Regionen rund 20 Hitzetage im gesamten Jahr. Wir liegen also bereits Mitte des Sommers um rund 50 Prozent über den Werten eines durchschnittlichen gesamten Jahres", erklärte Alexander Orlik, Klimatologe der ZAMG.

Weniger Hitzetage im Westen und Süden

Im Westen und Süden Österreichs ist die Zahl der Hitzetage wegen des nicht ganz so heißen Klimas naturgemäß etwas geringer. So verzeichnete Bad Radkersburg heuer bereits 23 Hitzetage, im Mittel sind es 12,6 Tage. In Villach waren es bisher 20 Hitzetage (Mittel 15,1), in Landeck 18 (Mittel 19,9), in Salzburg-Freisaal 15 (Mittel 10,1) und in Feldkirch zwölf Hitzetage (Mittel 7,3).

Selbst über 1.000 Meter Seehöhe wurden dieses Jahr bereits einige Hitzetage gemessen. So verzeichnete Silian in Tirol bisher sechs Tage mit mindestens 30 Grad Celsius, in den vergangenen Jahren waren es durchschnittlich 1,8 Hitzetage. In Döllach in Kärtnen wurden zwei Hitzetage gemessen (Mittel 0,8). Die am höchsten gelegene Wetterstation ist Nauders in Tirol mit in diesem Jahr schon zwei Hitzetagen auf 1.330 Meter Seehöhe.

Fällt heuer der Hitze-Rekord?

Ob 2017 die Hitze-Rekorde erreicht werden, lässt sich laut ZAMG derzeit noch nicht abschätzen. Sie liegen auf jeden Fall noch ein gutes Stück entfernt. So verzeichnete die ZAMG beispielsweise im Jahr 2003 an der Wetterstation Leibnitz 56 Hitzetage, in Bad Radkersburg 54, in Andau/Seewinkel 52, und in Neusiedl am See 50 Hitzetage. In der Wiener Innenstadt liegt der Rekord bei 46 Hitzetagen im Jahr 2015.

Die letzten Julitage werden noch einige Hitzetage bringen. Insgesamt liegt der Juli wegen des markanten Kaltlufteinbruchs aber derzeit "nur" 0,8 Grad Celsius über dem vieljährigen Mittel. Die Niederschlagsbilanz dürfte ziemlich durchschnittlich ausfallen. Die ZAMG verwies allerdings darauf, dass sich dieser Wert aus einem nassen Bergland und vielen sehr trockenen Regionen in der Osthälfte Österreichs zusammensetzt.
 

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Regen- und Schneeschauer, etwas Sonne, 1/9°

Unter Einfluss eines Tiefdruckgebietes in der Höhe und einer schwachen Störungszone bleibt es in Österreich generell unbeständig. Bereits ab den Morgenstunden ziehen zeitweise Quellwolken durch und es gehen immer wieder Regenschauer nieder. Die meisten Schauer und Wolken gibt es von den Tauern bis zum Wienerwald. Die Schneefallgrenze bewegt sich dabei zwischen 400 und 900m, wobei sie tagsüber generell etwas ansteigt. Zwischendurch kommt aber auch phasenweise die Sonne hervor. Länger sonnig und generell freundlicher dürfte es südlich des Alpenhauptkammes werden. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus Nordwest bis Nord, in Tirol und Vorarlberg bleibt es eher schwach windig. Nachmittagstemperaturen 5 bis 12 Grad.
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