27. Oktober 2018 | 15:48 Uhr

Hochwasser © Symbolbild/APA/Fotokerschi

Starkregen-Gefahr im Süden

Hochwasser-Warnung: Experten schlagen Alarm

Der Süden Österreichs bereitet sich auf das Schlimmste vor. 

Das Land Kärnten bereitet sich auf die prognostizierten starken Regenfälle in den kommenden Tagen vor: Katastrophenschutzreferent Daniel Fellner (SPÖ) hat für Sonntag eine Sitzung des Landeskoordinationsausschusses einberufen. Mit Hochwasser sei vor allem bei der Drau, der Gail und der Möll zu rechnen - die Pegel könnten über 30-jährliche Ereignisse hinausgehen.

Behörden und Einsatzorganisationen sind in Alarmbereitschaft: 200 bis 300 Liter pro Quadratmeter sind bis Dienstag vorhergesagt. Der Ausschuss dient dazu, um die Lage zu besprechen und nötige Vorkehrungen zu treffen. Mit dabei sind die Bezirkshauptmannschaften Spittal, Hermagor, Villach Land, Klagenfurt Land, Völkermarkt und Wolfsberg sowie Bundesheer, Feuerwehren, Polizei, Rotes Kreuz, Vertreter der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) sowie die Austrian Hydro Power und Experten des Landes.

"Können im Ernstfall schnell reagieren"

"Durch das rasche und koordinierte Vorgehen, das wir im Landesalarmplan festgeschrieben haben, können wir im Ernstfall noch schneller reagieren und helfen", sagte Fellner und versicherte, man werde sich auf das drohende Ereignis bestmöglich vorbereiten. Gemeinsam wolle man alles daransetzen, die Schäden so gering wie möglich zu halten und die Bevölkerung vor den drohenden Überflutungen zu schützen. "Die Spitze der Ereignisse werde Montag und Dienstag erwartet. Es geht am Sonntag vor allem darum, zu eruieren, wo es zu größeren Überflutungen kommen kann, und wie wir uns darauf vorbereiten können", erklärte Katastrophenschutzbeauftragter Markus Hudobnik in einer Aussendung.

"Derzeit liegt die Bewertung der erwarteten Hochwassergefährdungen zwischen groß und sehr groß", schilderte Johannes Moser, Leiter der Hydrographie in der Abteilung 12 für Wasserwirtschaft. Besonders betroffen wären diesmal Oberkärnten, aber auch Lavamünd. "Je näher das Ereignis, desto genauer sind unsere Prognosen", sagte Moser. Samstagmittag waren alle Pegelstände noch im grünen Bereich.

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