05. August 2018 | 20:52 Uhr

Gänsehäufel © TZ Oesterreich/Hofer Christian

Lokalaugenschein 300 Meter über dem Wasser

Hitze-Report aus dem ÖSTERREICH-Helikopter

Das ÖSTERREICH-Team flog am Wochenende mit einem Bell Jet Ranger die Hitze-Hotspots ab.

Aus der Luft erkennt man die Dimension erst richtig: Alle, die nur können, drängen sich am Wochenende in die Pools und Seen. Kein Wunder bei knapp 35 Grad in vielen Regionen.

ÖSTERREICH-Fotograf Roman Fuhrich startet in Bad Vöslau zum Hitze-Check. Pilot Peter Haueis von Ubifly steuert den Bell Jet Ranger auf eine Höhe von 300 Metern. Hier hat es 26 Grad – angenehm im Vergleich zur Bodentemperatur.

Neufelder-See.jpg © TZOE/Fuhrich

Wer nicht im Wasser ist, versteckt sich im Schatten

Erste Station ist der Neufelder See an der NÖ-Burgenland-Grenze. Das Wasser hat 26 Grad, die Luft 34. Auf der Liegewiese gibt es kaum mehr Platz. Alle, die nicht im Wasser sind, drängen sich unter die Sonnenschirme.

Dann Weiterflug nach Rust am Neusiedler See: Großes Gedränge in den Pools des Seebads – Abkühlung ist bei 33 Grad dringend nötig.

Seebad-Rust.jpg © TZOE/Fuhrich
Nichts als Handtücher und Sonnenschirme im Seebad Rust.

Das Bild wiederholt sich bei allen weiteren Checks des Tages. Deutlich wird aus der Luft auch: Wir sind ein Land der Pool-Besitzer. Kleine blaue Flächen zieren etliche Gärten. Fast alle waren bevölkert.

Es war wohl das Rekord-Wochenende für die Pools. Alleine in den städtischen Bädern Wiens rechnete man mit 150.000 Besuchern.

2018080510967.jpg © TZOE/Fuhrich
Auch in Neusiedl am See wird in der Sonne gebadet.

Alarm

Nur kurz gab es Wetter-Alarm: In Wien zog um 14.00 ein Mini-Gewitter auf. Der Center Court beim Beachvolleyball-Turnier auf der Donauinsel wurde evakuiert. Das Austria-Match in Wolfsberg musste wegen eines Gewitters um 30 Minuten verschoben werden.

 

Manche Orte haben 30 % mehr Sonne als normal

Wir erleben einen Sommer der Superlative. Das sagen auch die Klimaforscher.

  • Hitzewelle. Kein Tag unter 30 Grad seit zwei Wochen – der Osten ist Österreichs Hotspot.
  • Maximal-Temperatur. Bisher liegt der Jahresrekord bei 36 Grad (Innsbruck, 31. Juli). Diese Woche sind noch 38 Grad realistisch (s. rechts).
  • Sonnenstunden. Bis zu einem Drittel mehr Sonne als normal bekommen heuer einige Regionen. Spitzenreiter ist Feldkirch (V.).
  • Doppelt so viele Hitzetage. In Hohenau/March (NÖ) gab es im Juli 16 Hitzetage, normal sind „nur“ acht.

Außergewöhnlich: Wir sind derzeit heißer als Nordafrika. In Algerien hat es 33 Grad, wir haben 2 Grad mehr.

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Neben Nebel auch dichte Wolken und Sonne. -3/6°

Über den Niederungen halten sich Nebel- und Hochnebelfelder vielerorts hartnäckig. Aber auch abseits dieser Nebelzonen bzw. auf den Bergen scheint die Sonne nicht mehr ungetrübt, es ziehen einige mittelhohe Wolkenfelder über den Himmel, zum Abend hin nimmt die Bewölkung vor allem südlich des Alpenhauptkammes generell zu, meist bleibt es aber noch trocken. Der Wind weht schwach bis mäßig, in einzelnen Föhnstrichen jedoch auch lebhaft aus südlichen Richtungen. Tageshöchsttemperaturen je nach Nebel, Sonne und Föhn etwa 0 bis 13 Grad, mit den höchsten Werten in mittleren Höhenlagen. Heute Nacht: In der Nacht halten sich über den Niederungen zumindest regional weiterhin Nebel und Hochnebel. Aber auch abseits dieser Nebelregionen ziehen von Süden her mehr und mehr Wolkenfelder über den Himmel. An der südlichen Landesgrenze kann es langsam zu regnen beginnen. Schneefallgrenze etwa zwischen 1600 und 2000m Seehöhe. Der Wind weht anfangs noch teils mäßig aus Ost bis Südwest, bald lässt er überall nach. Tiefsttemperaturen minus 4 bis plus 4 Grad.
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