25. Mai 2016 | 10:16 Uhr

Blitz © Reuters (Symbolbild)

Blitz & Donner

Hintergrund: So entstehen Unwetter

Die Ursachen für Blitz und Donner am Himmel.

Für die Entstehung eines Sommergewitters sind drei Hauptfaktoren entscheidend. Erstens: Wärme. Zweitens: Feuchtigkeit. Drittens: Eine labile Schichtung der Luft.

Die Feuchtigkeit der Luft ist zugleich ihr Energiegehalt. Je feuchter die Luft, desto heftiger werden die Unwetter.

Es wird traditionell zwischen Wärmegewittern und Frontgewittern unterschieden.

Die nötige Labilisierung der Luftmassen kann durch mehrere, zum Teil zusammenwirkende Ursachen hervorgerufen werden:

  • Durch starke Erwärmung der bodennahen Luftschichten infolge Sonneneinstrahlung (Wärmegewitter)
  • Durch Hebung der Luft beim Durchzug von Fronten, insbesondere von Kaltfronten (Frontgewitter)
  • Durch zunehmende Labilisierung der Luftmasse, wenn in der Höhe kühlere Luft heranströmt
  • Durch Hebung feuchtwarmer Luft an Gebirgshindernissen (orographische Gewitter). Diese Hebung der Luft an Gebirgshindernissen ist auch der Grund für die große Anzahl an Gewittern im Alpenvorland.

So entsteht das Gewitter
Die Sonne erwärmt feuchte, bodennahe Luft. Diese feuchtwarme Luft steigt rasch nach oben und kühlt sich dabei rasch ab, bis sie ihre Taupunkttemperatur erreicht hat. Nun kondensiert die Feuchtigkeit und bildet eine Quellwolke, die zu einer Gewitterwolke (Cumulonimbus, abgekürzt: CB) anwachsen kann. CB-Wolken werden in der Fliegersprache nach dem internationalen Buchstabieralphabet auch "Charly Bravo" genannt. Diese CB-Wolken erstrecken sich in Mitteleuropa bis zu einer Höhe von 12 Kilometern.

Innerhalb der Wolke herrschen starke vertikale Aufwinde, die verhindern, dass kleine Regentropfen nach unten fallen. Stattdessen werden die Tropfen vom Aufwind immer wieder nach oben getragen, bis sie zu Eiskörnern gefrieren. Wenn diese Eiskörner so schwer geworden sind, dass die Aufwinde sie nicht mehr tragen können, fallen sie zu Boden.

Blitze
Der aufsteigende Wasserdampf reibt sich an den Eiskristallen, dabei trennen sich positiv und negativ geladene Teilchen. Die Wolke lädt sich auf. Die Spannung entlädt sich als Blitz. Die Entladung geschieht  innerhalb von Gewitterwolken (Wolkenblitz) oder von einer Gewitterwolke zur Erde (Erdblitz). Der Blitz erhitzt die Luft auf Temperaturen von bis zu 30.000 Grad. Die Luft dehnt sich explosionsartig aus und verursacht dabei den Donnerknall. Das anschließende Donnergrollen wird durch Echo-Effekte hervorgerufen.

 

Österreich Wetter

  • Jetzt
  • 18
  • 19
  • 20
  • 21
  • 22
  • 23
  • 0
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16

Im S Regen, sonst zeitweise sonnig, -4/+5°

Von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich überwiegt der freundliche und oft sogar sonnige Wettercharakter. Weiter im Norden sowie im Osten und Süden hingegen bleibt der Himmel wolkenverhangen, wobei aus der Wolkendecke zeitweise ein paar Schneeflocken oder Regentropfen fallen können. Im Südwesten und Süden schneit es erst ein wenig, am Nachmittag geht in Lagen unterhalb von 1000 bis 1400m Seehöhe der Schneefall in Regen über und der Niederschlag wird dann generell häufiger. Der Wind weht verbreitet mäßig bis lebhaft aus Ost bis Süd, vor allem im westlichen Bergland bläst starker Föhn. Nachmittagstemperaturen je nach Wolken, Nebel und Sonne bei minus 2 bis plus 8 Grad, mit Föhn örtlich sogar bis 15 Grad. Heute Nacht: In Laufe der Nacht auf Mittwoch breiten sich Wolken auf alle Landesteile aus. Im Süden, Südosten und Osten fällt aus dichter Bewölkung zeitweise Regen. Mit einsetzendem Regen besteht vorübergehend auch Glatteisgefahr. Der Wind lässt nach und weht nur noch schwach bis mäßig meist aus Ost bis Süd. Tiefsttemperaturen meist minus 5 bis plus 2 Grad.
mehr Österreich-Wetter