22. Juli 2023 | 16:50 Uhr

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"So etwas haben wir noch nie gesehen"

Heftiges Hagel-Unwetter zerstört Autoscheiben

Ein heftiges Hagel-Unwetter zog am Samstag über Teile Kärntens und hinterließ Schäden.

In schwülwarmer Luft bilden sich heute vor allem über der südlichen Landeshälfte Schauer und Gewitter, am Nachmittag nahmen sie abermals größere Ausmaße an und brachten regional auch Starkregen und Hagel. So zogen heute über Teile Kärntens heftige Hagel-Unwetter und verursachten teilweise Schäden an Autos. In den sozialen Medien wurden mehrere Fotos von zerborstenen und eingeschlagenen Autoscheiben gepostet. "Also so etwas haben wir noch nie gesehen", schreibt das Instagram-Team von "klagenfurt_elite" zu den Einsendungen, die das Hagel-Unwetter zeigen. "R.I.P. an alle Autos in Klagenfurt", kommentieren sie die Fotos: 

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Das Gewitter zog kurz vor 16 Uhr von Westen kommend über Kärnten und sorgte in kurzer Zeit für zahlreiche Feuerwehreinsätze, wie "ORF Kärnten" berichtet. In Villach gab es Starkregen mit Hagel. Östlich von Klagenfurt bildeten sich zwei Gewitterzellen, wovon eine in Richtung Klopeiner See und eine von St. Veit an der Glan kommend in Richtung Völkermarkt, Griffen und St. Andrä im Lavanttal zog.

In Waidmannsdorf seien stellenweise Hagelgeschosse "so groß wie Golfbälle" vom Himmel gefallen, berichtet eine Userin auf Instagram.

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Eine oe24-Leserreporterin schickte Aufnahmen den Unwetters in Pörtschach am Wörther See an die Redaktion: 

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Im Südpark Klagenfurt wurden laut "ORF Kärnten" Dachfenster durch den Hagel beschädigt – einige Geschäfte mussten deshalb am Nachmittag schließen. Auf der Südautobahn (A2) stürzten Bäume auf die Fahrbahn. Der Bahnverkehr auf der Südbahnstrecke zwischen St. Veit und Treibach-Althofen musste gesperrt werden.

Hier herrscht Gewitter-Warnung

In den betreffenden Warngebieten sind ab dem Nachmittag Gewitter zu erwarten, die lokal heftig sein können mit Sturmböen, starken Regengüssen und kleinkörnigem Hagel, berichtet der Wetterdienst GeoSphere Austria. 

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Mögliche Auswirkungen

Das Gewitter kann in den orangen Warngebieten folgende mögliche Auswirkungen haben: 

  • Blitzschlag kann Gebäude oder Bäume in Brand stecken.
  • Aufgrund von Sturmböen können Gegenstände herumgewirbelt werden, große Äste abbrechen und Bäume entwurzelt werden.
  • Umgestürzte Bäume oder Blitzschläge können Stromausfälle verursachen.
  • Dachziegel können herunterfallen oder Vordächer beschädigt werden.
  • Im Straßen-, Schienen- und Flugverkehr ist mit Behinderungen zu rechnen.
  • Stark erhöhte Unfallgefahr im Straßenverkehr durch Seitenwind, Aquaplaning und schlechte Sicht
  • Straßen können aufgrund von Muren, umgestürzten Bäumen oder Unterspülungen unpassierbar sein.
  • Unterführungen können überflutet sein.
  • Bäche können über die Ufer treten oder Keller und Garagen überflutet werden. 

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Im W sonnig, sonst bewölkt, SO Schnee, -10/-2°

Von Vorarlberg in Richtung Osten über Salzburg bis ins westliche Niederösterreich geht es öfters sonnig und trocken durch den Nachmittag. Überall sonst muss sich die Sonne hingegen meist mit einem Platz oberhalb von dichten Wolken zufrieden geben. Von Unterkärnten über die Südoststeiermark und das Burgenland bis zur Buckligen Welt in Niederösterreich schneit es außerdem. Am meisten schneit es aber im Südosten Österreichs. Die vorherrschende Windrichtung ist West bis Nord. Aus dieser weht der Wind schwach bis mäßig. Die Nachmittagstemperaturen umspannen minus 8 bis plus 2 Grad. Heute Nacht: In Vorarlberg und in Tirol sowie in Teilen Salzburgs und Oberösterreichs geht es gering bewölkt durch die Nacht auf Dienstag. Überall sonst startet die Nacht jedoch mit deutlich mehr Wolken und im Südosten schneit es anfangs auch noch leicht. In der Folge lässt hier der Schneefall aber nach und bis zum Morgen lockert die Wolkendecke vorübergehend örtlich auf. Dazu weht schwacher, im Osten auch mäßiger Wind aus West bis Nordwest bei Temperaturen in der Nacht zwischen minus 17 und minus 2 Grad. Im Waldviertel oder auch inneralpin kühlt es zum Teil auch noch stärker aus.
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