17. August 2018 | 00:18 Uhr

BadHitzeKeJ004.jpg © TZ Oesterreich Kernmayer Johannes

Noch eine Woche heiß

Glutsommer: Schon fünfte Hitze-Welle

Endspurt im Super-Sommer: Spanienhitze heizt uns weiter ein. Badewetter im ganzen Land.

Prognose. Das war wohl das Jahr mit der längsten Badesaison. Schon im April erlebten wir die erste Hitzewelle, viele Bäder sperrten deswegen extra früher auf. Jetzt – nach nur zwei Tagen Mini-Abkühlung – geht es mit voller Kraft weiter mit dem Super-Sommer.

Wir starten gerade in die fünfte Hitzewelle des Jahres. Hoch „Lorin“ diktiert unser Wetter. Es hat sich direkt über uns festgesetzt und schiebt uns die heiße Luft aus Spanien zu. Betroffen ist diesmal vor allem der Osten Österreichs.

Bade-Wochenende. Heute, Freitag, sollte fast ganz Österreich ungetrübten Sonnenschein abbekommen. Nur ganz im Westen sind später Regen und Gewitter möglich. Sonst herrschen Temperaturen von bis zu 32°.

Morgen wird der Turbo dazugeschaltet: Ab Samstag sind in Wien, Niederösterreich und im Burgenland bis zu 34° möglich. Im Rest immerhin bis zu 32°. Positiv: Die Hitze ist diesmal eher trocken, nicht so schwül.

 

Erleichterung: Nächte sind jetzt deutlich kühler

Unter 30°. Fix, so die Meteorologen, dauert die neue Hitzewelle bis Mittwoch oder Donnerstag kommender Woche. Dann erst kühlt es wieder unter die 30-Grad-Marke ab.

Für viele Menschen positiv: Ab jetzt sind die Nächte deutlich kühler.

 

Hitzwellen kommen öfter und werden immer länger

Glutsommer. Dieser Sommer war geprägt von extremen Hitzephasen (siehe Grafik). Begonnen hat der Glutsommer eigentlich schon mitten im Frühling. Im April knackten wir erstmals 30 Grad.

Klimawandel. Laut Studie der ZAMG werden Hitzewellen derzeit immer länger – im Schnitt um zwei Tage. Auch finden sie immer häufiger statt, und das um 50 Prozent, so die Klimaforscher.

hitzewelle.JPG © oe24

 

Dürre-Katastrophe: 20 Prozent weniger Ernte

Österreichs Bauern gehen von einer historisch schlechten Ernte aus. Berechnungen der Landwirtschaftskammer ergeben einen Ernteausfall von bis zu 20 Prozent bei Getreide. Unvorstellbar: Es soll eine Million Tonnen Einbußen bei Getreide und Mais geben. 

 

Schäden wohl höher als 210 Millionen Euro

Preiserhöhungen. Betroffen sind vor allem die Vieh-Bauern. Sie zahlen wegen der Dürre mehr für das Futter ihrer Tiere. Die Auswirkungen könnten schon bald Konsumenten in Form höherer Preise spüren.

Vor ein paar Tagen berechnete die Hagelversicherung die Schäden aufgrund der Hitze und Stürme auf 210 Millionen Euro. Die Landwirtschaftskammer geht von noch mehr aus. Oberösterreichs Bauern – besonders durch die Trockenheit betroffen – verlangen staatliche Unterstützung.

Keine Blätter. Für jeden sichtbar sind die Hitze-Auswirkungen auf die Bäume. Teilweise sieht es in den Wäldern und Parks aus wie im Herbst. Braune Blätter bedecken bereits jetzt den Boden. Die Bäume werfen sie aus Selbstschutz ab, damit sie mit weniger Wasser auskommen.

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Schaueranfällig, im O und S etwas Sonne, 1/7°

Im Einfluss einer Störung dominieren bis zum Abend insgesamt dichte Wolken. Die Sonne zeigt sich maximal zwischendurch. Von Nordwesten breiten sich außerdem mehr und mehr Regen- oder Schneeschauer aus. Vom Arlberg bis ins Mostviertel regnet oder schneit es zum Teil auch intensiv, am meisten aber im Westen. In den Niederungen ziehen hingegen nur einzelne Schauer durch. Weitgehend trocken bleibt es lediglich im Süden Österreichs. Die Schneefallgrenze bewegt sich zwischen 300 und 800m Seehöhe. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus Nordwest. Vor allem im Bergland lebt der Wind aber immer wieder auch kräftig auf. Die Nachmittagstemperaturen 5 bis 13 Grad. Heute Nacht: In der Nacht auf Dienstag bleibt es unbeständig und vor allem an der Alpennordseite schneit es von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich immer wieder. Bis zum Morgen intensiviert sich außerdem bei einer Schneefallgrenze zwischen tiefen Lagen und rund 700m Seehöhe im Osten der Niederschlag. Überall sonst bleibt es weitgehend niederschlagsfrei, zeitweise lockern die Wolken sogar vorübergehend auf. Der Wind weht in den Niederungen oft schwach bis mäßig, in höheren Lagen dauert der lebhafte Nordwestwind aber an. Die Tiefsttemperaturen minus 4 bis plus 5 Grad.
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