25. Juni 2019 | 23:37 Uhr

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ÖGB-Chef Katzian

Gewerkschaft fordert jetzt: Hitze-Schutz ab 25°C

Arbeitnehmer stöhnen unter der Hitze: Gewerkschafts-Boss fordert Maßnahmen.

Hitzefrei im Sommer? Das gibt es bisher nur für Fiaker und in Ausnahmefällen für Bauarbeiter. ÖGB-Chef Wolfgang Katzian will den Hitze-Schutz für Arbeitnehmer an frischer Luft ausweiten. Ob Bauarbeiter oder andere Berufsgruppen: „Bei über 32 Grad darf dauerhaft nicht gearbeitet werden“, sagt Katzian im Interview mit oe24.TV. Einen Teilerfolg gab es schon. Seit diesem Jahr ist die im Kollektivvertrag festgeschriebene Temperaturgrenze für hitzefrei bei den Bauarbeitern von 35 auf 32,5 Grad gesenkt worden. „Den halben Grad schaffen wir auch noch“, so Katzian.

Krebs als Berufskrankheit

Dazu sollen mögliche Folgeerkrankungen von zu langer Sonneneinstrahlung als Berufskrankheiten anerkannt werden. „Weißer Hautkrebs zum Beispiel soll in diese Liste kommen“, fordert der ÖGB-Chef.

Für Arbeitnehmer, die in Innenräumen arbeiten, sollte es Hitze-Schutzmaßnahmen ab 25 Grad geben. Denn, so Katzian: „Alles darüber ist auf Dauer schädlich für die Gesundheit.“ Arbeitgeber sollen mit Außen-Jalousien, Deckenkühlungen und Klimaanlagen für erträgliches Klima sorgen. „Die Menschen sollen vor übergroßer Hitze geschützt werden“, so Katzian auf oe24.TV.

Kein Recht

Aber: Rechtlich einfordern lassen sich hitzefrei oder Klimaanlagen bisher nicht. Selbst Bauarbeiter brauchen die Zustimmung des Chefs, wenn sie an Hitzetagen freihaben wollen.

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