08. März 2020 | 12:02 Uhr

Tourengeher verschüttet

Fünf Tote bei Lawinen-Drama am Dachstein

Gruppe wurde von einem riesigen Schneebretts erfasst und verschüttet.
 

Bei einem Lawinenabgang auf der oberösterreichischen Seite des Dachsteins sind am Sonntag fünf Schneeschuhwanderer getötet worden. Nach Angaben der Polizei Oberösterreich dürfte es sich dabei um tschechische Staatsbürger handeln. Die Wintersportler waren gegen 9.30 Uhr von der Lawine erfasst und verschüttet worden. Sie konnten nur noch tot geborgen werden.
 

400 Meter lange Lawine

Das Unglück hat sich im Bereich des Randkluftanstiegs in der Nähe der Seethalerhütte auf 2.700 bis 2.800 Meter Seehöhe ereignet. "Es hat mehrere Zeugen gegeben, die die Einsatzkräfte alarmiert haben", sagte Christoph Preimesberger, Landesleiter der oberösterreichischen Bergrettung und Leiter der Bergrettung Hallstatt, zur APA. Die Lawine sei etwa 150 bis 200 Meter breit und rund 400 lang gewesen, schätzte Preimesberger. In dem Gebiet hatte es in den vergangenen Tagen Wind und starken Schneefall gegeben. Das habe zu dem Abgang geführt, meinte der Bergretter.
 
In den vergangenen Jahren sei der Hallstätter Gletscher stark abgeschmolzen, der Bereich, wo sich die Lawine gelöst habe, sei dadurch wesentlich steiler als früher. Die Gruppe sei von den Ausläufern der Lawine erfasst worden. Zur Identifizierung wurden die Opfer nach Hallstatt gebracht, hieß es bei der Polizei.
 
Die Bergrettungen von Hallstatt und Obertraun, die Alpinpolizei und sechs Hubschrauber sind zu dem Großeinsatz am Dachstein ausgerückt. "Wir gehen nicht von weiteren Verschütteten aus, suchen aber das Gelände sicherheitshalber ab", erklärte Preimesberger. An dem sonnigen Tag seien viele Menschen am Dachstein unterwegs.
 
 
 
 

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In Niederungen Nebel, darüber Sonne. -2°/+7°

Das nördliche und östliche Flachland liegt auch am Sonntag unter einer hartnäckigen Nebel- oder Hochnebeldecke. Nur Teile des Wald- und Mühlviertels ragen über den Nebel empor und dort scheint die Sonne. Auch im Rheintal, im Mur- und Mürztal, sowie in den Niederungen des Südens und Südostens halten sich meist ganztägig Nebel und Hochnebel. In den übrigen Landesteilen strahlt die Sonne von einem wolkenlosen Himmel. Der Wind weht nur schwach. Die Nachmittagstemperaturen liegen zwischen 1 und 12 Grad. Am kältesten bleibt es in den Regionen mit Dauernebel, am wärmsten wird es in den sonnigen mittleren Höhenlagen. Heute Nacht: Auch in der Nacht zu Montag halten sich in den Niederungen des Nordens, Ostens und Südostens, aber auch im Rheintal und Mur- und Mürztal Nebel und Hochnebel. Sonst verläuft die Nacht sternenklar. Der Wind weht nur schwach. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen zwischen minus 10 Grad und plus 2 Grad.
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