24. Februar 2017 | 09:54 Uhr

waldbrand3.jpg © LFV Salzburg

Salzburg

Föhn: Bauern verlieren Kontrolle über Feuer

Landwirte brannten Raumhaufen ab und lösten einen Waldbrand aus.

Im Hüttschlager Ortsteil Karteis (Pongau) ist am Donnerstagnachmittag in steilem Gelände ein Waldbrand ausgebrochen. Mehrere Feuerwehren und ein Löschhubschrauber standen im Einsatz, erst am späten Abend konnte der Brand gelöscht werden.

Das Feuer war oberhalb des Steingutes in rund 1.300 Metern Seehöhe im schneefreien und extrem steilen Gelände ausgebrochen. Ein 78-jähriger Landwirt und sein 46-jähriger Sohn hatten mehrere Raumhaufen abgebrannt und die Kontrolle über die Flammen verloren. Der herrschende Föhnwind entfachte die Feuer immer wieder. Die Landwirte konnten ein Ausbreiten der Flammen schließlich nicht mehr verhindern und alarmierten die Feuerwehr.

Letztlich stand eine Fläche von rund drei Hektar Wiese, Gebüsch und Wald in Brand. Der Einsatz gestaltet sich im unwegsamen Gelände als sehr schwierig. Die Feuerwehr musste für die Wasserversorgung eine Leitung über einen Höhenunterschied von rund 350 Metern legen, zusätzlich wurde ein Polizeihubschrauber mit Löschbehälter angefordert.

Kurz vor 18.00 Uhr konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Der Einsatz wurde gegen 21.30 Uhr beendet. Die Freiwillige Feuerwehr Hüttschlag führte über Nacht eine Brandwache.

Es wurden keine Personen verletzt. Das Abbrennen der Raumhaufen war behördlich genehmigt.

Insgesamt standen mehr als 100 Feuerwehrleute mehrerer Feuerwehren und zwölf Fahrzeuge im Einsatz.
 

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