24. Juli 2023 | 17:37 Uhr

dach.jpg © Facebook/Freiwillige Feuerwehr St. Johann in Tirol

Feuerwehr-Einsätze

Sturm deckt mehrere Dächer in Tirol ab

Zum Teil ist heute mit kräftigen Gewittern zu rechnen, es besteht die Gefahr von Sturmböen, kurzzeitigem Starkregen und lokal auch von Hagel.

Am Nachmittag und Abend breiten sich von Westen und Südwesten her einige Gewitter und Regenschauer aus. Zum Teil ist mit kräftigen Gewittern zu rechnen, es besteht die Gefahr von Sturmböen, kurzzeitigem Starkregen und lokal auch von Hagel. Die meisten Gewitter gibt es im Westen, Süden sowie ganz im Norden und über dem Bergland. Der Wind weht mäßig bis lebhaft, in Gewitternähe sowie im Bereich einer Druckwelle im Norden und Osten stark bis stürmisch aus Süd bis West. Die Höchsttemperaturen betragen von West nach Ost 22 bis 36 Grad. Heute Nacht: Die Nacht bringt wechselnde, oft auch starke Bewölkung und weitere Regenschauer sowie Gewitter. Der Wind kommt schwach bis mäßig, vorübergehend auch lebhaft aus West bis Nordwest. Es kühlt auf 12 bis 21 Grad ab.

Sturm deckt mehrere Dächer in Tirol ab

In Tirol sorgten starke Sturmböen für Schäden: So deckte der Wind im Bezirk Kitzbühel gleich zwei Hausdächer ab. Zunächst  löste sich aufgrund eines Sturmes im Gemeindegebiet von Kirchdorf eine Blechdachhälfte eines Wohnhauses. Das gelöste Blechdach klappte komplett auf die andere Dachseite, wie die LPD Tirol in einer Aussendung berichtet. Das beschädigte Dach wurde von der Feuerwehr provisorisch abgedeckt. Im Einsatz standen die Freiwillige Feuerwehr Kirchdorf mit acht Einsatzkräften sowie eine Polizeistreife. Durch den Vorfall wurden keine Personen verletzt. An dem Dach entstand Sachschaden in unbekannter Höhe.

Zwei weitere Dächer beschädigt

Um 16.35 Uhr riss der Sturm ein weiteres Wellblechdach von einem Wohnhaus – dieses Mal im Gemeindegebiet von St. Johann in Tirol. Das Blechdach mit einer Fläche von ca. 40 Quadratmeter landete am First eines ca. 50 Meter entfernten, unbewohnten Gebäudes. Im Einsatz standen die Freiwillige Feuerwehr St. Johann in Tirol mit 27 Einsatzkräften sowie eine Polizeistreife. Das gelöste Wellblechdach wurde von der Feuerwehr entfernt. Die beiden beschädigten Dächer wurden von der Feuerwehr provisorisch abgedeckt. Durch den Vorfall wurden keine Personen verletzt. An beiden Dächern entstand Sachschaden in unbekannter Höhe.

 

''Gefahr von Hagel und teils schweren Sturmböen'' 

Wetter-Experten der "UWZ - Österreichische Unwetterzentrale" warnen vor heftigen Gewittern mit Sturm und Hagel. "Achtung, ein starkes Gewitter nimmt Kurs auf das Tennengau, es besteht die Gefahr von Hagel und teils schweren Sturmböen!", schreiben die Experten auf Twitter. 

 

 

In Lofer wurden laut "uwz.at" heute bereits schwere Sturmböen bis 104 km/h gemessen!

  • 104 km/h Lofer
  • 90 km/h Kirchdorf in Tirol
  • 75 km/h Hochfilzen 

Es gibt auch erste User-Berichte von Hagel: 

 

 

 

 

 

 

Hier herrscht jetzt Gewitter-Warnung 

Auch die Meteorologen des Wetterdienstes GeoSphere Austria warnen vor teils heftigen Gewittern. "Von West nach Ost fortschreitend sind kräftige Gewitter mit Hagel und Sturmböen zu erwarten", heißt es auf der Webseite des österreichischen Wetterdienstes. 

gewitter-neu.jpg © GeoSphere Austria

Vorerst gilt die zweithöchste Gewitter-Warnung (orange) in den betreffenden Gebieten bis heute Mitternacht.  

Mögliche Auswirkungen

Laut GeoSphere Autria ist in den orangenen Warngebieten mit folgenden möglichen Gewitter-Auswirkungen zu rechnen: 

  • Blitzschlag kann Gebäude oder Bäume in Brand stecken.
  • Aufgrund von Sturmböen können Gegenstände herumgewirbelt werden, große Äste abbrechen und Bäume entwurzelt werden.
  • Umgestürzte Bäume oder Blitzschläge können Stromausfälle verursachen.
  • Dachziegel können herunterfallen oder Vordächer beschädigt werden.
  • Im Straßen-, Schienen- und Flugverkehr ist mit Behinderungen zu rechnen.
  • Stark erhöhte Unfallgefahr im Straßenverkehr durch Seitenwind, Aquaplaning und schlechte Sicht
  • Straßen können aufgrund von Muren, umgestürzten Bäumen oder Unterspülungen unpassierbar sein.
  • Unterführungen können überflutet sein.
  • Bäche können über die Ufer treten oder Keller und Garagen überflutet werden. 

Nach wie vor Hitze-Warnung

In Teilen des Landes herrscht gleichzeitig zur Gewitter- eine Hitze-Warnung:

hitze-neu.jpg © GeoSphere Austria

In den betreffenden Warngebieten ist mit erhöhter Hitzebelastung zu rechnen, so die Meteorologen. 

Mögliche Auswirkungen

  • Erhöhte Körpertemperatur
  • Erhöhter Puls
  • Schwäche/Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Muskelkrämpfe
  • Trockener Mund und Hals
  • Verwirrtheit, Schwindel, Bewusstseinsstörungen
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall