07. Juli 2019 | 15:08 Uhr

Wut-Posting © Feuerwehr St. Peter/Spittal

"A Bam droht auf mei Haus zu stürzen"

Einsatz wegen Astes: Wut-Posting der Kärntner Feuerwehr

Bei diesem Einsatz platzte den Florianis endgültig der Kragen.

Schwere Unwetter sorgten am Samstag und Sonntag für zahlreiche Feuerwehreinsätze in Teilen Österreichs. Vor allem Kärnten und Steiermark traf es heftig. Die Florianis waren im Dauereinsatz und mussten sich um umgestürzte Bäume, herabfallende Äste, kleinere Überflutungen oder gar abgedeckte Dächer durch den heftigen Sturm kümmern.

Dass man die Feuerwehr in solch groben Fällen verständigt, ist verständlich, allerdings fiel ein Herr in einer vermeintlichen Not in Spittal an der Drau äußerst negativ auf, sodass selbst den Einsatzkräften der Kragen platzte.

Es ging ein Notruf ein, dass ein Baum droht auf ein Haus zu stürzen. Gemeinsam mit den Kollegen der Feuerwehr Olsach-Molzbichl rückten die Einsatzkräfte mit fünf Fahrzeugen aus. Als sie am Einsatzort ankamen, konnten sie ihren Augen nicht trauen. Von dem angeblichen "Baum" war nichts zu sehen, sondern lediglich ein dünner Ast, der abzubrechen drohte.

Wut-Posting

Auf Facebook erläutert die Feuerwehr St. Peter/Spittal einen Einsatz, der ihnen die Zornesröte ins Gesicht trieb, schließlich mit reichlich Sarkasmus. "In folgendem Bild sehen wir einen höchst gefährlichen Ast der Gattung Baum. Der gut 1,5 Meter lange Ast mit einem Durchmesser von nicht mal einem Dezimeter bedrohte wie man stark erkennen kann das anliegende 2 Meter entfernte Haus", so die Florianis. "Unter schweißtreibendem Einsatz konnten wir den Ast mittels Motorsäge abschneiden und das Haus retten", heißt es nicht ganz ernst gemeint weiter.

Und schließlich die Erklärung dazu. "ACHTUNG *Dieser Post enthält Sarkasmus und leichte Wut von Kameraden die die ganze Nacht gegen Unwetter angekämpft haben*... wenn wegen so was die Sirene heult", heißt es im Posting weiter. Und als Kirsche am Sahnehäubchen der Frechheit bedankte sich der Mann nach dem Einsatz nicht einmal bei den Florianis. Allerdings wollen die Einsatzkräfte festhalten, dass dies niemanden abhalten sollte, die Feuerwehr zu verständigen. "Und nein das soll keine Abschreckung sein, lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Jedoch ist in so einer Situation nicht mit dem Grund 'A Bam droht auf mei Haus zu stürzn' der Notruf zu wählen..."

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Vor allem im SW sonnig. 13/24°

Der Samstag beginnt vor allem in der Landesmitte und nördlich davon mit Restschauern und Restwolken, die erst im Laufe des Nachmittags allmählich abklingen. Im Süden und Westen startet der Tag sehr sonnig und trocken, am Nachmittag bilden sich im Süden zwar Quellwolken, diese bleiben aber meist harmlos. Am Abend gewinnt im ganzen Land der freundliche Wettercharakter die Oberhand. Der Wind weht meist schwach bis mäßig, an der Alpennordseite auch lebhaft bis kräftig aus West. Frühtemperaturen 8 bis 16 Grad, Tageshöchsttemperaturen 20 bis 26 Grad, mit den höchsten Werten im trockenen Süden und Westen.
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