03. Mai 2023 | 10:20 Uhr

Mondfinsternis © Getty Images

"Erstklassige Sichtbedingungen" notwendig

Dieses Himmelsphänomen können Sie am Freitag beobachten

Zwei Mondfinsternisse hat 2023 zu bieten, die erste davon, eine partielle Halbschatten-Mondfinsternis, gibt es am Freitag (5.5.): Dabei geht der Mond in Wien um 20.15 Uhr auf - und damit nach dem Maximum der Finsternis.

Der Grad der Verfinsterung reicht da gerade noch zur Beobachtung. Um am hellen Abendhimmel aber wirklich noch etwas zu sehen ist, "müssen die Sichtbedingungen schon erstklassig sein", betont man seitens der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA).

Mondfinsternisse gibt es nur bei Vollmond. Sonne, Erde und Mond stehen dabei auf einer Linie und der Erdtrabant wandert durch den Kern- bzw. Halbschatten der Erde. Dabei kann der Mond vollständig (totale Mondfinsternis) oder nur teilweise (partielle Mondfinsternis) in diesen Schatten eintauchen. Weil bei einer Halbschattenfinsternis die drei Himmelskörper nur annähernd auf einer geraden Linie liegen, wandert der Mond lediglich durch den äußeren, helleren Teil des Erdschattens, den "Penumbra" genannten Halbschatten. Die Mondoberfläche ist dabei noch direktem Sonnenlicht ausgesetzt.

"Erstklassige Sichtbedingungen" notwendig

Deshalb ist die Verdunkelung bei einer Halbschattenfinsternis nicht sehr ausgeprägt und wird leicht übersehen. Zudem geht bei der aktuellen Mondfinsternis die Sonne erst eine Minute vor dem Mondaufgang unter, es ist also noch sehr hell. Die notwendigen "erstklassigen Sichtbedingungen" sind für WAA-Chef Alexander Pikhard "keine Wolken, gute Fernsicht und eine sehr klare Atmosphäre". Um 21.34 Uhr tritt der Mond wieder aus dem Halbschatten aus, zu diesem Zeitpunkt ist die Verdunkelung schon lange nicht mehr wahrnehmbar.

Die zweite Mondfinsternis des Jahres gibt es am 28. Oktober, und da kann man deutlich mehr sehen: Es handelt sich dabei um eine partielle Mondfinsternis, die im vollen Verlauf zu sehen sein wird. Die maximale Verfinsterung wird um 22.14 Uhr erreicht sein, 13 Prozent der Mondscheibe sind dann im Kernschatten der Erde.

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