25. Juli 2018 | 13:40 Uhr

blutmond8.jpg © AFP

Astronomische Sensation

Blutmond und Mars strahlen um die Wette

Eher günstige Wetterprognose für Mondfinsternis und Mars-Annäherung am Freitag.

Vor allem im östlichen Flachland und im Süden Österreichs dürften kaum Wolken den Blick auf die längste Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts in der seltenen zufälligen Kombination mit der besonders guten Sichtbarkeit des Mars trüben. Zu Beginn der eine Stunde und 43 Minuten dauernden Totalität am Freitag ab 21.30 Uhr könne es aber noch Restwolken geben, hieß es am Mittwoch seitens der ZAMG. Bei der Mondfinsternis ist der Mond noch sichtbar - er erscheint aber in Rot - daher der Name Blutmond. 

APAMondfinsternis-am-27.jpg © APA Grafik

Die sollten sich allerdings spätestens gegen Ende des Himmelsspektakels großteils auflösen. Die Chancen auf gute Sicht seien laut der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in den südlichen Teilen der Steiermark, Kärntens und Osttirols insgesamt am größten. Hier sei schon im Laufe des Freitags mit weniger Gewittern und daher auch weniger Restfeuchtigkeit zu rechnen.
 
Das gelte aber weniger für das Bergland: Hier gebe es voraussichtlich österreichweit mehr Bewölkung, die sich auch erst in der zweiten Nachthälfte zurückbilden dürfte. Die Prognose für den Freitag ist laut ZAMG aus heutiger Sicht aufgrund der Großwetterlage allerdings noch mit ein paar Fragezeichen behaftet.
 

Rares astronomisches Doppel

Wer dann einen sternenklaren Blick auf den Abendhimmel erhascht, hat die Möglichkeit, ein rares astronomisches Doppel zu beobachten: Denn neben der Mondfinsternis, die vor allem ab dem Eintreten der Dunkelheit um etwa 22.00 Uhr mit dem im Südosten tiefrot erscheinenden Mond aufwarten wird, steht auch der Mars zum Beobachten äußerst günstig. Er befindet sich in "Opposition", also exakt auf der anderen Seite der Erde als die Sonne, und darüber hinaus auch mit einem Abstand von "nur" rund 60 Millionen Kilometern auch sehr nahe an der Erde. Derart eng beisammen sind unser Heimatplanet und der Mars nur alle 15 bis 17 Jahre. Daher wird der Rote Planet senkrecht unter dem roten Mond ebenfalls als ungewöhnlich heller Lichtpunkt erscheinen.
 
Mondfinsternisse gibt es nur bei Vollmond, dabei tritt der Erdtrabant in den Schatten der Erde. Die rote Färbung kommt vom Sonnenlicht, das von der Erdatmosphäre in Richtung Mond gestreut wird. Zu dieser besonderen Mondfinsternis laden astronomische Vereinigungen in ganz Österreich zum gemeinsamen Beobachten. In Wien und Umgebung sind das etwa die Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA), die auf dem Cobenzl, der Sophienalpe oder am Laaer Berg "Public Viewings" veranstaltet, und das Wiener Astronomische Büro, das ins Freiluftplanetarium Sterngarten am Georgenberg lädt.

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Teils unbeständig. 14/24°

Von Nordwesten her ziehen immer wieder ausgedehnte Wolken durch und vor allem von Innsbruck bis zum Mariazeller Land und dem Wienerwald muss immer wieder mit Regenschauern gerechnet werden. Auch im Flachland im Osten und Norden sind lokale Regenschauer möglich, die Mengen sind aber eher gering. Dazwischen zeigt sich auch länger die Sonne, besonders in Vorarlberg, sowie ganz im Osten und im Süden. Der Wind weht schwach bis mäßig aus westlichen Richtungen, in höheren Lagen kann er auch lebhaft auffrischen. Nachmittagstemperaturen 19 bis 27 Grad, mit den höchsten Werten im Südosten und im Rheintal. Heute Nacht: Die Nachtstunden bringt zunächst umfangreiche Bewölkung und besonders an der Alpennordseite noch ein paar Regenschauer. Auch im Osten und Norden ist die Schauerneigung abends noch etwas erhöht. Nach Mitternacht lockert es gebietsweise auf, vor allem in den südlichen Landesteilen werden die Wolkenlücken bis zum Morgen deutlich größer. Der Wind lässt nach und weht dann schwach bis mäßig aus westlichen Richtungen, nur in höheren Lagen kann er stellenweise noch vorübergehend aufleben. Tiefsttemperaturen 11 bis 19 Grad.
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