29. August 2019 | 23:26 Uhr

Irres Foto

Blitz schlug mitten in Stephansdom ein

Donnerstagabend zogen einige Gewitter über Wien. Gegen 22:49 Uhr dann der Hammer: ein Erdblitz schlug in den Turm des Stephansdom ein.

Wien. Schwere Unwetter zogen am Donnerstagabend über Wien. Tausende Blitze waren über der Stadt zu sehen. Einer davon schlug um 22.49 Uhr mitten in den Turm des Wiener Stephansdoms ein. Der Blitz war weit über die Innenstadt hinaus zu sehen. In einigen Bezirken wie in Döbling oder Donaustadt und Floridsdorf kam es zu heftigen Hagelunwettern. Die Feuerwehr musste zu Dutzenden Einsätzen ausrücken. Auch auf den Flugbetrieb in Wien-Schwechat hat das Unwetter Auswirkungen. Mehrere Flüge konnten erst verspätet starten.

 

wetterwarnung-stephansdom.png © Facebook/Screenshot

Positive und negative Blitze: Von einem positiven Blitz spricht man, wenn positive Ladung aus der Wolke zur Erde abtransportiert wird, was bei ca. 10 % der Blitze der Fall ist. 90 % der Wolke-Erde Blitze transportieren negative Ladung zur Erde ab. Der Anteil an positiven Blitzen ist in der kalten Jahreszeit höher als im Hochsommer. Optisch sind diese beiden Blitztypen nicht zu unterscheiden.

Flugverspätungen

So geht es die Nacht über weiter: Letzte gewittrige Regenschauer lassen in der Nacht auf Freitag bald nach. Bei wechselnder Bewölkung geht es damit trocken durch die Nacht. Der Wind weht teilweise mäßig aus West bis Nordwest. Die Temperaturen sinken auf rund 20 Grad.

Unwetter in Wiener Neustadt: Feuerwehr im Dauereinsatz

Für rund 50 Feuerwehreinsätze hat starker Regen am Donnerstagabend sowie in der Nacht auf Freitag in Wiener Neustadt gesorgt. Es wurden unter anderem zwei Tiefgaragen und etwa 100 Kellerabteile ausgepumpt, berichtete die örtliche FF. Die Helfer wurden bis in die frühen Morgenstunden auf Trab gehalten. Im Einsatz standen rund 90 Mitglieder der Feuerwehren Wiener Neustadt, Sollenau und Weikersdorf.
 
Am Donnerstag gingen laut einer Aussendung gegen 21.00 Uhr rund 30 Liter pro Quadratmeter Regen auf die Statutarstadt nieder. Wenig später seien weitere sieben Liter pro Quadratmater hinzugekommen. Es sei daraufhin zu "einigen massiven Überflutungen und vielen kleineren Wassereintritten gekommen", wurde seitens der Feuerwehr Wiener Neustadt festgehalten.
 
Zu Werke gingen die Einsatzkräfte etwa auf einer Baustelle - um einen dort stehenden Kran zu sichern. Weil Pumpen durch Blitzschlag ausgefallen waren, mussten Unterführungen zeitweise für den Verkehr gesperrt werden. Auch Nasssauger kamen zur Anwendung. Mehrere Einsatzstellen standen laut FF bis zu 30 Zentimeter unter Wasser.
 
"Das Unwetter traf Wiener Neustadt lokal, bis zur Autobahnabfahrt war man auf trockener Straße unterwegs", wurde Magistratsdirektor Markus Biffl zitiert. Bürgermeister Klaus Schneeberger und Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (beide ÖVP) machten sich selbst ein Bild in der Feuerwehrzentrale.

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Lokal Frühnebel, dann sonnig, später Wolkenaufzug, 2/16°

Vor allem in den östlichen Landesteilen und im Süden scheint bei nur wenigen Wolken reichlich die Sonne. Von Westen her tauchen allerdings am Nachmittag allmählich dichtere Wolkenfelder auf, abends kann es in Vorarlberg und Tirol auch stellenweise schon etwas regnen. Der Wind weht schwach bis mäßig und kommt vorwiegend aus Nordwest bis Nord. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 13 bis 18 Grad. Heute Nacht: In der Nacht zieht es von Westen her schließlich überall zu und es breitet sich leichter bis mäßiger Regen aus. Die Schneefallgrenze steigt rasch über 2500m Seehöhe. Weitgehend trocken bleibt es nur im Süden und Südosten. Der Wind weht in den Niederungen meist nur schwach. Tiefsttemperaturen 3 bis 10 Grad.
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