06. Jänner 2017 | 23:36 Uhr

Schnee.jpg © APA (Symbolbild)

Eiszeit bei -30 Grad

Bei uns ist es kälter als in Sibirien!

Jetzt schlägt der Winter zu: Ganz Österreich unter dem Gefrierpunkt.

Österreich im Eisschock! Heute Nacht kühlte es in manchen Alpentälern auf minus 25 Grad ab. Die Polarkälte hat uns fest im Griff.

Bitterkalt war es im ganzen Land bereits gestern, Freitag. 16 Grad unter null waren in der Früh keine Seltenheit. In den meisten Landeshauptstädten froren wir bei minus 6 Grad. Absoluter Kältepol Österreichs war der Brunnenkogel in Tirol: –30 Grad. Platz 2 geht an den Sonnblick mit –26 Grad. Kaum zu glauben: In Sibirien hatte es zur selben Zeit „lediglich“ –13 Grad.

–12° ist heute in manchen Orten der Tageshöchstwert

Die Eiseskälte wurde durch heftigen Wind (mehr als 100 km/h auf vielen Bergen) verstärkt. Die schmerzliche Kombination ergab im Extremfall gefühlte –50 Grad.

Am Samstag wird es kaum wärmer. Die Tageshöchstwerte liegen mancherorts bei nur –12 Grad. In den „wärmeren“ Gebieten gibt es bis zu –2°. Dafür ist es aber häufig sonnig, der Wind verliert an Kraft. Am Abend beginnt es zu schneien.

Schuld an unserer Extremkälte sind Tief „Axel“ und Hoch „Angelika“. Axel pumpte sich über Russland mit Frost-Temperaturen voll, zog dann über die Britischen Inseln und Deutschland zu uns. Jetzt sorgt Angelika – mit ihren sternenklaren Nächten und den abnehmenden Winden – dafür, dass die Polarluft bei uns bleibt. Wir sind fest gefangen in der Kältezange. Die Auswirkungen sind gravierend:

  • In Salzburg kam es zu zwei verheerenden Unfällen. Ein Lenker verlor auf der glatten Fahrbahn die Kontrolle über seinen Pkw. Dieser erwischte mit voller Wucht eine Frau (80), die am Fahrbahnrand stand.
  • Auf der Tauernautobahn überschlug sich ein VW-Bus: drei Verletzte.
  • Absolute Lawinengefahr von Westen bis nach NÖ.
  • Halb Europa ist derzeit betroffen: Es gibt heuer etwa in Ungarn bereits doppelt so viele Kältetote (80) wie im Vorjahr.

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Schwacher Störungseinfluss von SW. 6/13°

Eine Störungszone liegt heute Sonntag stationär über Österreich und schwächt sich dabei ab. Auch am Nachmittag sind dabei unergiebige Niederschläge zu erwarten, am ehesten südlich des Alpenhauptkammes sowie im Südosten. Dicht bewölkt ist es dabei von Vorarlberg bis ins Waldviertel, hier regnet es nur selten. Sonnenfenster nach Südosten hin lassen Haufenwolken immer wieder aufquellen, mit nachfolgenden Schauern. Schneefallgrenzen zwischen 1200 und 1600m. Der Wind weht schwach bis mäßig aus unterschiedlichen Richtungen. Nachmittagstemperaturen zwischen 7 und 16 Grad. Heute Nacht: Schwacher Störungseinfluss bringt auch während der kommenden Nacht vor allem alpennordseitig dichte Wolken und zwischen dem Tiroler Unterland und dem Waldviertel ein paar Regentropfen oder Schneeflocken oberhalb 1000m. Überall sonst ist es niederschlagsfrei bei veränderlicher Bewölkung. Im Donauraum bläst mäßiger Westwind. Tiefsttemperaturen zwischen 1 und 6 Grad.
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