09. September 2019 | 01:38 Uhr

"Worst-Case"-Szenario

Trocken & kalt: Droht uns ein Extrem-Winter?

Dieser Winter könnte wieder besonders kalt werden - warum dies fatal für uns und unsere Umwelt sein kann.

Der Almabtrieb im Zillertal am Samstag war mehr als zeitgerecht – denn am Sonntag wurde die Ziller Hochstraße ebenso wie das Timmelsjoch gesperrt. Der erste Schnee des Jahres ist da. Und es fielen in den höheren Lagen durchaus große Mengen – etwa 23 cm bei der Rotkogelhütte in Sölden in 2.666 Metern Seehöhe. Auch das James-Bond-Museum am Gaislachkogel war eingeschneit. Im Kühtai (2.000 m) schneite es bis zu 30 cm, am Reschen- und Brennerpass waren es 10 cm.

Sölden Schnee © ZOOM. Tirol Auch auf der Rotkogelhütte in Sölden hat es geschneit

Schnee bis 1.300 m

Sogar der Genussherbst im nur 1.429 m hoch gelegenen Serfaus wurde angezuckert, es schneite bis auf 1.394 m Höhe in Nauders herab.Und auch die Kühe in Navis (1.337 m) stapften durch den Schnee.

Außergewöhnlich ist dies freilich nicht. Laut ZAMG sei das relativ normal. Ab Montag soll der Spuk wieder vorbei sein - zumindest vorerst.

Schnee Winter Tirol Almabtrieb Almabtrieb im Tiroler Navis.

Schnee Winter Tirol Almabtrieb

Kommt jetzt der Bibber-Winter?

Denn die bisherigen Wetterentwicklungen in diesem Jahr deuten daraufhin, dass dieser Winter unter Umständen sehr kalt werden könnte - ein unterkühlter Mai, drei viel zu warme Sommermonate, und auch der September könnte kalt werden.

Dieser Winter kann aus dem Muster der letzten sieben Jahre fallen. Denn die waren viel zu warm. Allerdings wäre ein Bibber-Winter fatal. VIel Regen in Herbst und Winter wären eigentlich notwenig, um das Defizit, das sich im trockenen Sommer aufgebaut hat, wieder auszugleichen. Allerdings bedeutet ein kalter Winter meist auch wenig Niederschlag, da Hochdruckgebiete hier Überhand nehmen.

Folgt auf einen solchen trockenen Winter, dann wieder ein trockener Sommer, wird unsere Umwelt erheblich darunter leiden. Schon jetzt sind erhebliche Schäden durch Trockenheit an der Landwirtschaft entstanden. Eine weitere Trockenperiode könnte auch die Landwirtschaft schwer treffen. 

Eine genaue Prognose lässt sich jetzt nur sehr schwer treffen. Entscheidend wird hier der Polarwirbel sein. Er gilt als einer der wichtigsten Faktoren für den Verlauf des Winters. Ist der Polarwirbel schwacher ausgeprägt, erhöht sich die Chance auf einen kalten Winter.

Was ist ein Polarwirbel?

Mit dem Begriff Polarwirbel sind die beiden großen Höhentiefs über der Antarktis sowie Arktis gemeint. Ein Höhentief ist ein Tiefdruckgebiet, das aufgrund von Unterschieden in der Luftdichte gebildet wird. Dabei sinkt kalte Luft aus großer Höhe ab. Infolgedessen kommt es zu einer Erhöhung des Luftdrucks am Boden.

 

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Sonnig mit lokalen Schauern, 0/12°

Zum meteorologischen Frühlingsbeginn erfasst von Westen eine schwache Kaltfront mit dichten Wolken Österreich und breitet sich bis zum Abend auf nahezu alle Landesteile aus. Während es anfangs im Osten und Südosten noch oft sonnig ist, gehen weiter im Westen bei einer Schneefallgrenze um 1700m Seehöhe lokale Regenschauer nieder. Bis zum Abend schließen sich aber auch in Niederösterreich, in Wien, in der Steiermark und am Alpenostrand letzte Wolkenlücken und die Schauerneigung steigt. Es weht allgemein nur schwacher Wind. Die Nachmittagstemperaturen umspannen 8 bis 15 Grad, mit den höchsten Temperaturen im Südosten Österreichs. Heute Nacht: Von Westen zieht in der Nacht auf Montag eine schwache Kaltfront mit dichten Wolken durch und bringt vor allem nördlich des Alpenhauptkammes sowie im Norden und Osten bei einer Schneefallgrenze zwischen 1600 und 1800m Seehöhe einzelne Regenschauer. Der Wind weht schwach. Im Laufe der Nacht sinken die Temperaturen auf plus 6 bis minus 2 Grad.
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