20. September 2018 | 23:38 Uhr

Temperatur-Sturz um 20 Grad

Schnee und Sturm: Jetzt wird es kalt

Heute ist der letzte Tag mit Sommerhitze. Danach geht es rasant bergab mit den Temperaturen.

Wien. Jetzt trifft uns der Herbst mit voller Wucht: Heute Freitag ist der letzte echte Sommertag mit bis zu 31 Grad (NÖ, OÖ) – so geht der herrlich warme Altweibersommer zu Ende.

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Absturz. Dann folgt rasend schnell der große Kälteeinbruch: Am Sonntag – pünktlich zum offiziellen Herbstbeginn – liegt die Top-Temperatur stellenweise nur mehr bei 12 Grad. Innerhalb von zwei Tagen bedeutet das einen Absturz von fast 20 Grad. Besonders kalt wird es dabei im Westen des Landes.

Wir erleben gerade ein seltenes Natur-Phänomen: Eine Serie von gleich drei Tiefdruckgebieten steuerte in den letzten Tagen über den Atlantik in Richtung Europa. Jetzt treffen „Elena“, „Dorcas“ und „Helene“ fast gleichzeitig auf Land – mit wuchtiger Wirkung.

Hurrikan. Morgen Samstag erreichen uns die kalten Luftmassen von nordwestlicher Richtung. Sie erreichen zuerst Vorarlberg und Tirol, bevor wir in ganz Österreich die Auswirkungen spüren.

Die gewaltigen Tiefs bringen Kälte, Niederschläge und heftige Windböen. Bei diesen drei atlantischen Wetter-Ereignissen mischte der tödliche US-Hurrikan Florence (die Opferzahl lag gestern Abend bei 36 Toten) ordentlich mit. Es sind seine Ausläufer, die uns jetzt die Abkühlung bringen.

Heftiger Schneefall innerhalb von 10 Tagen

Wintereinbruch. Laut dem europäischen Berechnungsmodell „ECMWF“ ist auf den Bergen in den kommenden Tagen zusätzlich auch noch mit einer überraschend großen Portion Schnee zu rechnen.  In den nächsten eineinhalb Wochen werden laut diesem Prognosesystem auf manchen heimischen Gipfeln mehr als 50 cm Schnee erwartet.

Ausblick: Nächste Woche wird es noch viel kälter

Bilanz. Es ist ein drastischer Absturz: Erst diese Woche veröffentlichte die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (Zamg) die Sommerbilanz: Es war das heißeste Sommer-Halbjahr aller Zeiten.

Sturm fegt über Land. Doch mit der Wärme scheint es für heuer endgültig vorbei zu sein. Auch nach dem Wochenende geht es klimatologisch äußerst turbulent zu. Vom Westen her weht ein Sturm mit bis zu 100 km/h über das Land. Bis Mittwoch sinken die Temperaturen kontinuierlich. Mitte der Woche sind nicht mehr als 14 Grad zu erwarten.

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Im W zunehmend bewölkt, sonst sonnig, -2/6°

In vielen Landesteilen überwiegt sonniges und trockenes Wetter. Im östlichen Flachland liegen aber zum Teil zähe Hochnebel, die sich auch bis zum Abend kaum lichten. In Vorarlberg und Tirol tauchen hingegen im Laufe des Nachmittags erste Wolken einer aufziehenden Kaltfront auf, die sich in der Folge langsam nach Osten ausbreiten. Mitunter setzt im äußersten Westen bis zum Abend auch leichter Regen ein. Der Wind weht generell nur schwach aus meist südlichen Richtungen. In Abhängigkeit von Sonnenschein, Hochnebel und Wolken liegen die Tageshöchsttemperaturen zwischen 3 und 11 Grad. Heute Nacht: In der Nacht auf Montag breiten sich Wolken einer Kaltfront allmählich in Richtung Osten und Südosten aus und lösen im östlichen Flachland, im Donautal sowie am Alpenostrand letzte Hochnebelreste ab. Bis zum Morgen setzt bei einer Schneefallgrenze zwischen 700 und 1000m Seehöhe schließlich vom Bregenzer Wald, entlang der Alpennordseite bis ins westliche Niederösterreich Regen ein. In den Landesteilen nördlich der Donau ist während der Morgenstunden vereinzelt Glätte möglich. Der Wind weht unverändert schwach bei Tiefsttemperaturen zwischen minus 4 bis plus 3 Grad.
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