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14. Jänner 2019 23:50
Nächster Schnee-Toter: Steirer stirbt unter Dachlawine
© Symbolbild/APA/FF-KREMSMÜNSTER

LIVE-TICKER

Nächster Schnee-Toter: Steirer stirbt unter Dachlawine

Steirer beim Schneeschaufeln von Wechte verschüttet. Sohn fand Vater und alarmierte Rettungskräfte

Ein 57-jähriger Steirer ist Dienstagnachmittag ersten Informationen der Polizei zufolge von einer Dachlawine verschüttet worden und gestorben. Der Mann wollte in der Kleinsölk in St. Nikolai im Sölktal im obersteirischen Bezirk Liezen Flächen vom Schnee befreien, als sich eine etwa eineinhalb Meter hohe Schneewechte vom Dach löste. Trotz Reanimation starb der Steirer noch am Unfallort.

Der 57-Jährige hatte am Nachmittag Schnee geschaufelt, als der Unfall passierte. Der Sohn fand seinen Vater und rief die Rettungskräfte. Der Bundesheerhubschrauber Alouette III flog gegen 15.15 Uhr zum Einsatz, da der ÖAMTC-Hubschrauber in der Ramsau war. Doch für den Steirer war es zu spät. Die genaueren Umstände und der Hergang waren vorerst nicht bekannt.

 

Ein Toter nach Lawinen-Drama in Kärnten

Ein 24-jähriger Tscheche ist am Dienstag bei einem Lawinenabgang am Ankogel (Bezirk Spittal an der Drau) ums Leben gekommen. Wie die Polizei in einer Aussendung mitteilte, war der Skitourengeher gemeinsam mit seinem Vater auf einem Forstweg abseits der Pisten unterwegs, als er von einer Lawine mitgerissen wurde - für ihn kam jede Hilfe zu spät.

   Wie Polizeisprecher Mario Nemetz im Gespräch mit der APA sagte, waren die beiden sehr gut ausgerüstet. "Sie sind von einem Parkplatz aus über einen Forstweg aufgestiegen und trugen auch Lawinenpiepser. Beim Aufstieg hielten sie einen Abstand von etwa zehn Metern ein." Auf einem unbewaldeten Stück ging schließlich eine Lawine ab - vorerst war unklar, was sie ausgelöst hatte. Der 24-Jährige wurde 100 Meter weit mitgerissen und verschüttet. Sein Vater schlug Alarm, Ersthelfer von der Ankogelbahn in der Nähe gruben den Tschechen aus dem Schnee. Reanimationsversuche blieben erfolglos.

   Laut Polizei war der 24-Jährige als Skilehrer in der Region tätig, sein Vater war auf Urlaub in Kärnten.
 

Andere Lawine kracht in Hotel: Evakuiert

"Das heutige Lawinenereignis überstieg unsere Erfahrungswerte", sagte Lawinenkommissionsmitglied Heribert Eisl Dienstagvormittag bei der Pressekonferenz der BH Liezen in Ramsau am Dachstein. Bürgermeister Ernst Fischbacher bestätigte, dass es keine Verletzten und Vermissten gebe. Die sogenannte Eiskarlawine hatte um 1.00 Uhr Teile des Hotels und Kirchenwirt-Pehab mit 60 Gästen verschüttet.

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"Es war ein Glück und wir sind froh, dass die Lawinen nicht vier Stunden früher abgegangen ist, als alle Gäste beim Abendessen gesessen sind", sagte Eisl. Der Speisesaal beim Kirchenwirt war bis ein Meter unter die Decke von Schnee bedeckt. Man habe in den vergangen Tagen Liftsperren und Sperren von Wanderwegen verfügt, auch Objekte wurden evakuiert. Dass die Lawine so einen Schaden angerichtet habe, sei unerwartet gewesen. Man habe alle Berichte der Meteorologen und der Lawinenwarndienste einbezogen, in der Ramsau habe es auch weniger geschneit als im Ausseerland. Bürgermeister Fischbacher bekräftigte, dass man aufgrund von Erfahrungen und Prognosen keinen Anlass gesehen habe, den Kirchenwirt zu evakuieren.
 
In dem Bereich Eiskar sind in den vergangen Jahrzehnten schon mehrmals große Lawinen abgegangen, aber keine so groß wie diese. Bezirkshauptmann Josef Dick sagte, es sei nun ein Platzverbot in dem Bereich Kirchenwirt eingerichtet worden. Die Bundesheer-Pioniere würden die Voraussetzungen schaffen, dass man gesichert ins Hotel könne. Wenn es sicher sei, werde man das Gepäck der Gäste für deren Abreise bergen, wenn diese eine solche wünschten.
 

Extremwetter 

Nonstop-Schneefall seit 2 Wochen sorgt in vielen Regionen für den Ausnahmezustand. 7 Meter liegen auf der Nordkette (Innsbruck, Tirol). Am Hochkar (NÖ) gibt es bis zu 6 Meter Schnee. 180 Personen sind eingeschlossen. ÖSTERREICH flog über den Berg, die Bilder aus der Luft zeigen die sonst pulsierende Region – es ist der „Hausberg“ der Wiener und Niederösterreicher – völlig lahmgelegt.


Extrem

Was wir erleben, ist ein Jahrhundert-Ereignis. Auch die Klimaforscher sind erstaunt: „Es ist ein sehr ungewöhnlicher Winter“, sagt Marc Olefs, Chef der Klimaforschung der Zamg, zu
ÖSTERREICH. Analyse des Wissenschaftlers: So eine Menge Schnee fällt alle 30 bis 100 Jahre, „es ist ein seltenes Extremereignis“. Beispiel Hochfilzen (T.): Hier gab es in 2 Wochen 8,5-mal mehr Schnee als sonst im ganzen Jänner.


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Noch ein Meter

Die Lage wird immer brisanter, in der Nacht auf gestern schneite es heftig weiter. Pro Stunde kamen bis zu 10 cm dazu. Stellenweise gab es wieder einen ganzen Meter Neuschnee innerhalb von 24 Stunden.

Ehrwald Tirol Schnee

Hochkar SchneeEine Luftaufnahme vom Hochkar.


Wenn Schneefall aufhört, kommt die nächste Gefahr

In Salzburg waren am Montag noch 41.000 Personen vom Schnee eingeschlossen, in der Steiermark knapp 600.

Gestern ist in Vorarlberg und Tirol die höchste Lawinen-Warnstufe (5, sehr große Gefahr) erreicht worden. Noch lange ist keine Besserung in Sicht. Bis heute Mittag rechnen Experten mit mehr als 100 cm Neuschnee. Mittwoch und Donnerstag soll es eine Pause geben – es wird wärmer. Die Gefahr verschärft sich: Der Schnee wird schwerer, es können sich noch leichter große Lawinen loslösen.

Das Gewicht von Schnee

20:13
 

Lech: Suche nach vermisstem Skifahrer vorerst abgebrochen

Die Suche nach einem seit einem Lawinenabgang am Samstag vermissten Skifahrer in Lech ist am Dienstagnachmittag ergebnislos abgebrochen worden. Zwar seien von der Besatzung des Polizeihubschraubers aus der Luft Lawinenverschütteten-Suchgeräte und eine "Recco-Sonde" eingesetzt worden, es seien aber keine Signale empfangen worden. Die Bergrettung konnte noch nicht zum Unglücksort vordringen.

Nach dem Absprengen der Lawinen an den Hängen des Wöstertales versuchten die Suchmannschaften durch den Tiefschnee zur Unglücksstelle zu gelangen, teilte die Polizei mit. Umgestürzte Bäume, meterhoher Schnee und abgesprengte Lawinenkegel hätten jedoch dieses Vorhaben verunmöglicht.

Mittwochvormittag wird die Suche fortgesetzt

Die Suche nach dem 28-jährigen Tourengeher werde am frühen Mittwochvormittag mit dem 40 Mann starken Lawineneinsatzzug des Bundesheeres und der Alpinpolizei fortgesetzt. Zur Vorbereitung wurden Alpinpolizisten am Bergetau zum Lawinenkegel geflogen, um den Verschüttetenbereich abzugrenzen.

Eine Lawine hatte am Samstag auf der gesperrten Skiroute "Langer Zug" vier Wintersportler verschüttet. In der Nacht auf Sonntag gelang es den Suchmannschaften drei der Männer im Alter von 57, 32 und 36 Jahren zu orten, sie konnten jedoch nur noch tot geborgen werden. Trotz Airbags lagen sie bis zu drei Meter unter den Schneemassen. Die Suche nach dem 28-jährigen vierten Tourengeher musste gegen 1.30 Uhr wegen des schlechten Wetters abgebrochen werden und konnte auch am Montag wegen anhaltender Schneefälle nicht fortgesetzt werden.

19:09
 

Große Lawinengefahr in Hochlagen in Niederösterreich

In den Hochlagen der Ybbstaler Alpen wurde die Lawinengefahr für Mittwoch weiterhin als "groß" beurteilt. Stufe 4 auf der fünfteiligen Skala galt oberhalb der Waldgrenze, darunter und in den übrigen Regionen Niederösterreichs wurde das Risiko als "erheblich" (Stufe 3) eingeschätzt. "Die Lawinengefahr nimmt deutlich ab", hieß es zur Tendenz. Für Donnerstag wurde ein Absinken auf Stufe 3 erwartet.

"Mit der zu erwartenden Sonneneinstrahlung und mit den im Tagesverlauf steigenden Temperaturen sind spontane Schneebrett- und Lockerschneelawinen aus den Hochlagen möglich", teilte der niederösterreichische Warndienst in dem am Dienstagabend veröffentlichten Lagebericht mit. Nass- und Gleitschnee könnten sich vor allem aus steilen Wiesenhängen oder dem Waldbereich lösen. Die geringe Zusatzbelastung eines einzelnen Tourengehers könne zu einer Schneebrettauslösung führen, wurde gewarnt.

15:08
 

Acht Hubschrauber in Tirol im Einsatz

Die Wetterbesserung am Dienstag ist in Tirol für Erkundungsflüge genutzt worden. Acht Hubschrauber arbeiteten rund 40 Anforderungen der Lawinenkommissionen ab, teilte Marcel Innerkofler, Leiter der Landeswarnzentrale, mit. Durch den Abgang von einigen Großlawinen habe sich die Lage laut Gebhard Walter, Leiter der Wildbach- und Lawinenverbauung, bereits etwas entspannt.

"Die Schutzbauten haben voll funktioniert und konnten Lawinenereignisse vom Siedlungsraum abhalten", erklärte Walter. Schäden an Verbauungen waren vorerst nicht bekannt. Auch Rudi Mair, Leiter des Lawinenwarndienstes, sah eine Entspannung der Lage. "Den Höhepunkt dieser kritischen Situation haben wir aktuell überschritten", merkte er an. Die Lawinengefahr gehe weiter zurück, trotzdem sei sie immer noch groß. Weshalb Mair einmal mehr eindringlich davor warnte, die gesicherten Pisten zu verlassen.

15:08
 

Sicherheitsanweisungen für Innsbruck aufgehoben

Die Stadt Innsbruck hat am Dienstagnachmittag die nach den heftigen Schneefällen ausgegebenen Sicherheitsanweisungen für rund 80 Gebäude in der roten und gelben Lawinengefahrenzone wieder aufgehoben. Nach einem Erkundungsflug könne Entwarnung geben werden, hieß es seitens der Stadt. Betroffen waren rund 280 Bewohner in den Stadtteilen Hungerburg, Hötting und Mühlau.

"Wir sind aufgrund der großen Lawinengefahr auf Nummer sicher gegangen und haben die Bewohnerinnen und Bewohner sensibilisiert", erklärte Elmar Rizzoli, Amtsvorstand für Allgemeine Sicherheit. Aufenthalte im Freien mussten auf ein Mindestmaß reduziert werden, die Bewohner waren dazu aufgefordert worden möglichst im Gebäude zu bleiben und Fenster, Türen und Rollläden geschlossen zu halten.

14:15
 

1.500 Soldaten im Schnee-Einsatz

Rund 1.500 Soldaten waren am Dienstag in sechs Bundesländern beschäftigt. Sie halfen in 15 laufenden Einsätzen bei der Beseitigung der Schneemassen. 1.000 weitere Soldaten inklusive Lawineneinsatzzüge wurden in Bereitschaft gehalten. Insgesamt setzte das Bundesheer 30 Pionierfahrzeuge und 40 Transport- sowie Groß-Kfz ein.

Zudem standen 16 Hubschrauber und 130 Soldaten der Luftstreitkräfte bereit, um Bäume von Schnee zu befreien ("Downwash"), Versorgungsflüge sowie Erkundungsflüge für die Lawinensprengungen durchzuführen.

13:24
 

Bauern im Winterdienst-Einsatz

Die außerordentlichen Schneemengen sind derzeit eine Herausforderung für viele. Damit die meisten pünktlich in die Arbeit kommen, also die Straßen für den Berufsverkehr frei sind, stehen in Oberösterreich auch 1.500 bäuerliche Mitarbeiter des Maschinenring-Winterdienstes extra-früh auf und räumen die Strecken - insgesamt über 10.000 Kilometer - in ihrer Region.

360 Gemeinden in OÖ beauftragen den Maschinenring mit dem Winterdienst. 1.500 Mitarbeiter aus landwirtschaftlichen Partnerbetrieben stehen 26 Wochen lang mit ihren Fahrzeugen in Bereitschaft und halten 4.900 Kilometer Straßen, 6.400 Kilometer Wege und 1.500 Kilometer Gehsteige frei von Eis und Schnee. "Die Landwirte stammen alle aus den betreffenden Gemeinden und haben daher die notwendige Ortskenntnis, um auch bei widrigsten Umständen für befahrbare Straßen zu sorgen", dankte ihnen Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger (ÖVP) in einer Pressekonferenz am Dienstag in Linz.

11:45
 

Erkundungsflüge am Hochkar geplant

Am Hochkar im Bezirks Scheibbs sind für Dienstagnachmittag Erkundungsflüge von zwei Bundesheer-Hubschraubern geplant gewesen. Ausgelotet werden sollte dadurch die Möglichkeit von Lawinensprengungen im Bereich der gesperrten Alpenstraße, sagte der Göstlinger Bürgermeister Friedrich Fahrnberger (ÖVP). Auch Versorgungsflüge für die 180 am Hochkar eingeschlossenen Personen sollten stattfinden.

"Die Landefläche am Berg ist bereits vom Schnee freigemacht", hielt Fahrnberger fest. Helfer waren demnach am Dienstagvormittag mit der Schneeräumung von mehreren Objekten am Hochkar beschäftigt.

10:12
 

41.000 Personen in Salzburg eingeschneit

Wie das Landes-Medienzentrum am Montagabend informiert hat, wird das Glemmtal im Pinzgau ab 19.00 Uhr auf der Straße nicht mehr erreichbar sein. Die L111 wird ab der Abzweigung Maishofen aus Sicherheitsgründen gesperrt. Damit ist auch Saalbach-Hinterglemm von der Außenwelt abgeschnitten. Mehr als 41.000 Personen waren ab Montagabend im Bundesland Salzburg "eingeschneit".

09:20
 

Lawine in der Ramsau: Pressekonferenz

Um 10 Uhr vormittags gibt die Bezirkshauptmannschaft Liezen eine Pressekonferenz zum Lawinenabgang in der Ramsau bei der ein Hotel getroffen wurde.

09:09
 

Aktuelle Lawinenwarnstufen

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08:50
 

Gemeindealpe in NÖ bleibt weiter gesperrt

Auch am Dienstag war im Skigebiet Gemeindealpe Mitterbach im Bezirk Lilienfeld kein Betrieb möglich. Grund waren einmal mehr die vorherrschenden starken Windböen, teilte eine Sprecherin der Niederösterreichischen Verkehrsorganisationsgesellschaft (NÖVOG) mit. Wie lange die Sperre anhalten wird, war nicht absehbar.

Das Skigebiet war bereits in der Vorwoche geschlossen gewesen. Am Wochenende war Wintersport zwischen Mittel- und Talstation möglich, am Montag wurde der Betrieb erneut eingestellt.

08:49
 

Mehrere Lawinenabgänge auf Tiroler Straßen

Mehrere Lawinen sind am Montagabend bzw. in der Nacht auf Dienstag auf Tiroler Straßen abgegangen. Verletzt wurde dabei laut Informationen des Landes niemand. Aufgrund der immer noch großen Lawinengefahr waren auch am Dienstagvormittag noch zahlreiche Gemeinden, Ortsteile und Weiler auf dem Straßenweg nicht erreichbar.

In Neustift im Stubaital (Bezirk Innsbruck Land) ging ein kleiner Schneerutsch auf die Ranalter Straße (L232) ab. Diese konnte direkt im Anschluss geräumt werden und war am Dienstag bereits wieder befahrbar. In Waidring (Bezirk Kitzbühel) ging eine Lawine auf die Pillerseestraße (L2) ab. Die Straße musste vorübergehend gesperrt werden, eine örtliche Umfahrung war möglich. In Osttirol bei Prägraten verschüttete eine Lawine die Virgentalstraße (L24). Die Straße musste gesperrt werden. Und zwischen Wängle und Bichlbach (Bezirk Reutte) ging eine Lawine auf die gesperrte Bahnstrecke ab.

Bereits am Montagnachmittag hatten zwei Lawinen mehrere Gebäude in Waidring im Bereich Pass Strub und am Salvenberg oberhalb der Gemeinde Brixen im Thale (beide Bezirk Kitzbühel) beschädigt.

08:43
 

Irres Video von Lkw im Schnee

Dieses Video zeigt die Schneemassen in Tirol:

08:29
 

Lawinengefahr in Vorarlberg auf "groß" abgestuft

Die Lawinengefahr in Vorarlberg ist am Dienstag auf Stufe 4 (große Gefahr) zurückgegangen. Es waren aber weiter spontane Abgänge von Lockerschnee- und Schneebrettlawinen aus sehr steilen Einzugsgebieten zu erwarten, informierte der Lawinenwarndienst. Am Montag - bei sehr großer Lawinengefahr der Stufe 5 - waren in allen Regionen zahlreiche Lawinenabgänge auch von großem Ausmaß registriert worden.

Die große Lawinengefahr bestand in allen Landesteilen oberhalb von 1.800 Metern. Andreas Pecl vom Lawinenwarndienst wies speziell auf windbeeinflusstes Steilgelände sowie eingewehte Rinnen und Mulden als Gefahrenstellen hin. Lawinen könnten bereits durch einzelne Wintersportler ausgelöst werden, warnte er. Unerfahrene rief er dazu auf, die gesicherten Pisten nicht zu verlassen.

07:45
 

Schnee-Warnung

Noch immer herrscht Schnee-Warnung und ein Meter sollen stellenweise noch dazu kommen. Die ZAMG konnte aber um 7 Uhr in der Früh trotzdem die Gefahr von rot auf orange herunterstufen.

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07:43
 

Sturm wütete in der Nacht

In der Nacht auf Dienstag fegte ein Sturm über Österreich. Auf dem Dachstein wurden Wind-Spitzen von 120 Stundenkilometern gemessen, auch im Raum Mariazell bis nach St. Radegund waren es 90 km/h.

07:19
 

SPÖ fordert für Helfer Geld aus Katastrophenfonds

Die SPÖ fordert angesichts der Schneemengen mehr Unterstützung für freiwillige Helfer. All jenen, die sich Urlaub nehmen, um gegen die Schneemassen zu kämpfen, soll ihr Verdienstentgang zur Gänze direkt aus dem Katastrophenfonds ersetzt werden, schlug SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner gegenüber der APA vor.

Das Schneechaos stelle die vielen Tausenden freiwilligen Helfer, die seit Tagen im Dauereinsatz stehen, vor eine immer größere Belastungsprobe, meinte Rendi-Wagner. "Die vielen Freiwilligen, die bei den Freiwilligen Feuerwehren, bei Rettungs- und Katastrophenschutzorganisationen oder auch mittels Nachbarschaftshilfe unverzichtbare und selbstlose Arbeit leisten - teilweise unter Einsatz ihres Lebens -, haben sich mehr Wertschätzung und Unterstützung verdient."

06:50
 

Heuer bis dato zehn Lawinen-Tote

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Die meisten Lawinentoten in Österreich in den vergangenen 20 Jahren gab es im Winter 1998/1999 - doch dabei handelte es sich mit dem Lawinenunglück in Galtür um eine inzwischen immer seltener gewordene Katastrophenlawine und somit um ein Ausnahmejahr. Die zweithöchste Zahl an Lawinentoten im 20-Jahres-Rückblick weist der Winter 2004/2005 mit 46 auf, ansonsten wurde die traurige Grenze von über 40 Toten bis heute nicht mehr erreicht. Ausreißer nach unten waren beispielsweise in den Wintersaisonen 2003/2004 bzw. 2010/2011 mit acht bzw. drei tödlich Verunglückten zu verzeichnen. Heuer hält man bis dato bei zehn Toten.

Wenngleich kein signifikanter Trend bei der Anzahl der Toten festzustellen ist, eines sei gewiss, so Höller. Winter mit ungünstigem Schneedeckenaufbau, oft verbunden mit wenig Schnee, sind Gift und potenzieren die Gefahr für Wintersportler. "Im Gegensatz zu Winter mit vielen Niederschlägen ist die Gefahr bei solchen Verhältnissen nicht so leicht zu beurteilen", warnte der Experte vor den "trügerischen Wintern". Zu letzterer Kategorie habe beispielsweise die schneearme Saison 2014/2015 mit der relativ hohen Zahl von 34 Toten gehört.

06:48
 

Lawine krachte in Hotel

Eine sogenannte Eiskarlawine donnerte in der Nacht auf Dienstag in ein Ramsauer Hotel. Entgegen ersten Meldungen wurden 60 Personen erst nachher evakuiert. Die Lawine dürfte in der Nähe vom Klanglift bzw. im Bereich der Trasse der Aufstiegshilfe von Norden nach Süden abgegangen sein. Der Lawinenkegel drang bis zum Hotel und Restaurant Kirchenwirt vor. Unweit des Gastronomiebetriebs steht das Gemeindeamt von Ramsau, der Stützpunkt der Bergrettung sowie das evangelische Pfarramt.

Der Schlepplift war bereits gesperrt, bringt Gäste aber normalerweise von 1.140 auf 1.280 Meter Seehöhe. Auch die entsprechende Piste - Kategorie blau für leichtes Gelände - war laut Website nicht geöffnet. Nähere Informationen lagen seitens der Polizei vorerst wegen des laufenden Einsatzes sowie der Dunkelheit nicht vor. Aus dem Büro Schickhofer hieß es noch in der Nacht, dass wahrscheinlich keine weiteren Gebäude vom Lawinenkegel getroffen wurden.

Das Gebiet war bereits als lawinengefährdet bekannt und wird in den Karten mit roter und gelber Gefahrenzone dargestellt. Letztere reicht bis zum nun betroffenen Hotel.

06:36
 

Willkommen zum oe24-LIVETICKER!

Nach einer Woche Wetter-Chaos geht der Schnee-Wahnsinn auch heute weiter. In der Nacht auf Dienstag ging eine Lawine in der Ramsau ab. Ein Hotel musste danach evakuiert werden. Auch heute spielt das Wetter wieder verrückt. Im oe24-LIVETICKER halten wir Sie über die aktuelle Lage auf dem Laufenden.




 

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Influenza (echte Grippe) Erreger: Influenzaviren A,B und C (letztere von geringer klinischer Bedeutung). Influenzaviren, vor allem der Typ A, sind ganz besonders listige Mikroorganismen: Sie sind in der Lage, von Zeit zu Zeit bestimmte Bestandteile der Virushülle, an denen sie normalerweise unser Immunsystem erkennt, zu verändern und damit eine für das Immunsystem neue und unbekannte Gestalt anzunehmen. Diese Hüllbestandteile nennt man Hämagglutinin und Neuraminidase. Es wird daher ein Influenzavirus nicht nur nach dem Serotyp (A,B oder C) beschrieben, sondern auch nach der Art der Hüllbestandteile, also z.B Influenza A (H3N2). Meistens bekommen die Viren dann auch noch klingende Beinamen wie ,,Hongkong'' oder ,,Beijing'' nach demOrt ihres Auftretens. Infektionsquelle: Erregerreservoir ist der Mensch. Übertragung: Tröpfcheninfektion. Ziemlich ansteckend (der sogenannte Kontagionsindex liegt zwischen 15 und 75%, je nach Virusstamm) Inkubationszeit: wenige Stunden bis 3 Tage Krankheitsbild: Häufig verläuft auch die echte Grippe ,,nur'' wie ein grippaler Infekt (diese werden üblicherweise von sogenannten RS-Viren ausgelöst). Jedoch 30-50% der Betroffenen merken bald, daß dieser grippale Infekt diesmal offensichtlich schwerer ist und die klassischen Verläufe sehen folgendermaßen aus: Rasch einsetzendes Fieber (teilweise bis über 39 Grad), allgemeines Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Gliederschmerzen, Schnupfen, Husten, Halsentzündung und allgemeine (Kreislauf-) Schwäche.
 
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