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02. Februar 2019 21:10
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Brenner Total-Sperre

Mega-Stau: Feuerwehr befreit 200 Menschen aus ihren Autos

Die Brennerautobahn musste wegen Lawinengefahr gesperrt werden - die Blechlawine ist immer noch 16 Kilometer lang.

Autobahn komplett gesperrt. Massive Schneefälle sorgen weiterhin für ein Verkehrschaos am Brenner. In den Abendstunden wurde aufgrund der starken Schneefälle und damit der Lawinengefahr, sowei hängen gebliebener Lkws die A13 Richtung Italien gesperrt. Das Verkehrs-Chaos komplett macht ein Zwischenfall, in dem ein Lkw-Lenker reanimiert werden musste, sowie ein Unfall. 

Nichts geht mehr. Zwischen Matrei-Steinach und der Staatsgrenze ist der Brennerpass gesperrt, schreibt der ÖAMTC. Auf der A13 gibt es eine Totalausleitung, da der Brennerpass bzw. A22 italienischer Seite gesperrt wurde. "Die im Stau befindlichen Fahrzeuge im genannten Abschnitt werden bei den Anschlussstellen Matrei , Nößlach und Mautstelle Schönberg ab- bzw. auf die Brennerbundesstraße bzw. Autobahn Richtung Norden (Innsbruck) umgeleitet."

Die Dauer der Brennerpasssperre ist derzeit nicht bekannt. Die Brennerstaatsstraße (ital. Bundesstraße) ist ebenfalls gesperrt. Es sind alle Orte im Wipptal über die Brennerbundesstraße erreichbar. Italien ist weder über die Autobahn noch über die Brennerstaatsstraße erreichbar, da diese von italienischer Seite gesperrt wurden.

 

200 frierende Menschen befreit 

Aufgrund des stundenlangen Staus musste die Feuerwehr sogar 200 frierende Menschen aus ihren Autos befreien, wie "Spiegel" berichtet. Ein Sprecher der autonomen Provinz Bozen sprach von Tausenden insgesamt betroffenen Autos.

 

A22 am Nachmittag bereits gesperrt

Verkehrs-Chaos am Brenner. Die Südtiroler Brennerautobahn A22 musste bereits am Nachmittag wegen Lawinengefahr und hängen gebliebener Lkw komplett gesperrt werden. Weil auch die Brennerstaatsstraße (SS12) und die Brennerstraße (B182) wegen Lawinengefahr nicht passierbar waren, ging am Brenner schon am Samstagnachmittag gar nichts mehr.

Ab 13.15 Uhr gab es laut Asfinag kein Weiterkommen in Richtung Süden mehr. Pkw und Lkw bis 7,5 Tonnen wurden daher an den Anschlussstellen Brenner Nord, Nößlach und Matrei von der Polizei umgeleitet und wieder Richtung Innsbruck zurückgeschickt. Schwerfahrzeuge über 7,5 Tonnen mussten die Sperre abwarten. Erhebliche Staus waren die Folge.

Auf der Bahnverbindung über den Brenner bot sich das gleiche Bild. Wegen der Witterung waren laut ÖBB zwischen Brenner und Steinach am Brenner keine Fahrten möglich. Fernverkehrszüge verkehrten auf dieser Strecke daher nur bis bzw. ab Innsbruck Hbf. Zudem war die Einrichtung eines Schienenersatzverkehrs wegen der Straßenverhältnisse nicht möglich.

Auch in Osttirol führten die massiven Schneefälle zu Verkehrsproblemen. Die Felbertauern-Mautstraße war wegen Lawinengefahr zwischen Matrei und Mittersill unpassierbar. Auch auf der Bahnverbindung zwischen Innichen und Sillian ging vorerst nichts mehr.

70 cm Neuschnee in einer Nacht

Über Nacht fielen in Süd- und Osttirol gebietsweise bis zu 70 Zentimeter Neuschnee. Zudem verfrachtete der stürmische Wind den Neuschnee und teilweise auch den Altschnee. Die Experten stuften die Lawinengefahr als groß, also mit "Stufe 4" der fünfteiligen Gefahrenskala ein. Sperren exponierter Verkehrswege könnten dadurch nötig werden. Für Touren und Variantenabfahrten waren die Verhältnisse sehr gefährlich.

Der Südtiroler Zivilschutz riet Touristen im Pustertal und den Seitentälern, ihre Abreise später anzutreten. Keinesfalls soll auf die Brennerautobahn (A22) gefahren werden. Die Einsatzkräfte waren damit beschäftigt, die Insassen hängen gebliebener Fahrzeuge zu versorgen und zu bergen.
 

Südtirols Zivilschutz rät Touristen zu späterer Abreise

Der Südtiroler Zivilschutz hat nach den massiven Schneefällen am Samstag Touristen im Pustertal und den Seitentälern geraten, ihre Abreise später anzutreten. Keinesfalls soll auf die Brennerautobahn (A22) gefahren werden, hieß es in einer Aussendung. Dringlichste Aufgabe sei derzeit, die Insassen hängen gebliebener Fahrzeuge zu versorgen.

Die Brennerautobahn bleibe bis auf Weiteres gesperrt. Touristen sollten sich vor der Abfahrt bei der Verkehrsmeldezentrale über die Straßenverhältnisse informieren.
nach den starken Schneefällen und wegen vereister Schneemassen kam es auch im Bahnverkehr in Südtirol am Samstag zu Zugausfällen beziehungsweise erheblichen Verzögerungen. Einzige Ausnahme bildete die Vinschger Bahn, die regulär fuhr.

Zudem habe wegen der kritischen Situation auf vielen Straßen auch kein Schienenersatzdienst mit Bussen eingerichtet werden können. Da für heute, Samstag, und am Sonntag weitere Schneefälle angekündigt waren, war auch für Sonntag noch mit Einschränkungen im Bahnverkehr sowie insgesamt im öffentlichen Nahverkehr zu rechnen.

Über 450 Mitarbeiter des Straßendiensts waren in der Nacht auf Samstag mit rund 220 Schneeräumfahrzeugen im Einsatz. Dabei wurden 2.500 Tonnen Salz gestreut, um Eisbildung auf den Straßen zu verhindern. Hängen gebliebene Schwerfahrzeuge ohne Winterausrüstung behinderten die Arbeit der Einsatzkräfte vielerorts, hieß es.
 




 

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