Die aktuellen Temperaturen der Landeshauptstädte
(Daten von 19:00 Uhr)
10. Jänner 2019 22:55
LIVE: Weiter Bangen um vermisste Tourengeher
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LIVE: Weiter Bangen um vermisste Tourengeher

Schneewalze: Tausende Helfer im Dauereinsatz

LIVE: Weiter Bangen um vermisste Tourengeher

Österreich versinkt unter einem Schnee-Meer. Bis zu fünf Meter hoch türmen sich die Massen.     

Mittlerweile schneit und stürmt es auch in Wien. Die Schneeflocken fallen in peitschendem Wind zu Boden. Wetterexperten warnen vor herabfallenden Ästen oder Gegenständen, die sich im Sturm lösen. 

Bei der Suche nach zwei seit dem Wochenende vermissten Tourengehern hat ein Hubschrauber-Einsatz am Freitag in Hohenberg (Bezirk Lilienfeld) nicht den erhofften Erfolg gebracht. Die beiden Männer konnten nicht geortet werden, berichtete Michael Hochgerner von der Alpinpolizei. "Die Suche wurde auf unbestimmte Zeit unterbrochen, bis sich die Wetterverhältnisse bessern und die Lawinengefahr sinkt."

Die Aktion soll fortgesetzt werden, wenn der Suchraum betreten werden kann, ohne dass man die Einsatzkräfte gefährdet, erklärte Hochgerner. Am Freitag war der Hubschrauber des Innenministeriums "Libelle Linz" nach Hohenberg geflogen, um die Männer im Alter von 54 und 58 Jahren mithilfe des sogenannten Recco-Systems zu orten. Gesucht wurde im Bereich Hohenberger Gschwendt Richtung Stadlberg und Türnitzer Höger. "Der Detektor hat nicht angeschlagen", sagte Hochgerner. Auch ein Erkundungsteam mit Mitgliedern aus Bergrettung, Alpinpolizei und Bundesheer stand im Einsatz.

In Abstimmung mit dem Bezirkshauptmann sei die Suchaktion am Nachmittag vorläufig unterbrochen worden. Nun soll wegen der angespannten Lawinensituationen gewartet werden, bis die Gefahr sinkt und man wieder einen organisierten Einsatz starten kann. Dafür brauche es Verhältnisse, unter denen man ohne Bedenken den Suchraum betreten könne, sagte Hochgerner.

Bis zu 5 Meter Schnee

Es wird immer schlimmer. Das Winter-Chaos nimmt kein Ende. Der Kampf gegen den Schnee wird noch härter. Weitere 2 Meter Schnee werden fallen. Erst am Dienstag nächster Woche gibt es erste Entspannung für die am schlimmsten betroffenen Gebiete. Schon jetzt türmen sich die Massen bis zu fünf Meter hoch. Die Bergstation am Loser (Steiermark) wurde inzwischen von der Schneewalze regelrecht geschluckt, ist fast nicht mehr zu sehen. Von der Hochmölbinghütte im Toten Gebirge (Steiermark) musste Hüttenwirt Armin Mitteregger per Heereshubschrauber evakuiert werden: „Ich hatte keine Chance mehr“, so Mitteregger. „Zu viel Schnee.“ Landesweit sind Hunderte Schulen und Kindergärten geschlossen. Der Schulweg wäre zu gefährlich.

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Gefahr in Innsbruck

- Die Stadt Innsbruck hat am späten Donnerstagabend für rund 80 Gebäude, die sich in der Roten oder Gelben Lawinengefahrenzone befinden, Sicherheitsanweisungen ausgegeben. Die Bewohner sollen die Türen und Fenster geschlossen halten und unnötige Aufenthalte im Freien in den betroffenen Zonen vermeiden, sagte Elmar Rizzoli, Amtsvorstand für Allgemeine Sicherheit, im Gespräch mit der APA.
 
Die Messstationen auf der Nordkette würden derzeit über vier Meter Schnee anzeigen. Am Donnerstag seien zwar die untersten Lawinenverbauungen der Stadt kontrolliert worden, das Lawineneinzugsgebiet selbst sei aber seit einer Woche für die Experten unzugänglich.
 
Bisher seien keine großen Lawinen abgegangen. "Deshalb müssen wir davon ausgehen, dass der ganze Schnee noch oben ist", so der Amtsvorstand. Aufgrund des starken Windes am Hafelekar und den extrem niederen Temperaturen müsse man jedoch damit rechnen, dass jederzeit Staublawinen von selbst abgehen können. Dabei seien zwar keine Auswirkungen auf den Siedlungsraum zu erwarten, die Ausläufer der Staublawinen könnten laut Rizzoli aber sehr wohl bis in die Rote und Gelbe Zone vordringen.
 
Betroffen davon seien rund 280 Bewohner von rund 80 Gebäuden in den Innsbrucker Stadtteilen Mühlau, Hötting und Hungerburg. Diese seien mit einem Info-Blatt benachrichtigt worden. Am Freitagvormittag sollen erste Hubschrauberflüge auf die Nordkette möglich sein und dann die Lage neu beurteilt werden.
 

Schüler saßen eine Woche im Hochberghaus fest 

Eine 66-köpfige deutsche Schülergruppe ist wegen des Schnees fast eine Woche lang im Hochberghaus am Kasberg in Grünau (Bezirk Gmunden) festgesessen. Die Teenager aus der Nähe von Dortmund waren dort auf Skikurs - Skifahren war zwar nicht möglich, dafür endete der Ausflug mit einem Flug im Bundesheerhubschrauber, der am Freitag alle wohlbehalten ins Tal brachte.
 
 Die Gruppe war am Samstag angereist, schilderte Bürgermeister Wolfgang Bammer (ÖVP) im Gespräch mit der APA. Wegen der Lawinengefahr und des starken Schneedrucks standen aber alle Lifte still und die Schüler kamen nicht zum Skifahren. Sie hätten den abenteuerlichen Aufenthalt dennoch genossen, so Bammer, auch als nach einigen Tagen Handy und TV nicht mehr verfügbar waren, weil lediglich ein Notstromaggregat für Elektrizität sorgte. "Sie haben Brettspiele gespielt."
 

Berühmte Getreidegasse in Salzburg gesperrt

Mehr als 160 Straßen und Täler sind seit Tagen gesperrt. Die Arlbergorte Zürs, Lech und Suben wurden Donnerstagnachmittag erstmals geöffnet: 5.000 Touristen konnten nach 48 Stunden raus.

Zehntausende Bergretter, Feuerwehrleute, Straßenmeistereien und Bundesheersoldaten sind landesweit im Dauereinsatz und längst am Limit. Hunderte Strommonteure versuchen, die Energie-Versorgung aufrechtzuerhalten. Hauptproblem: Bäume stürzen auf Leitungen. In Salzburg waren 900 Haushalte ohne Strom, in OÖ 800, in Niederösterreich 900. In NÖ waren das Hochkar und das Skigebiet Lackenhof am Ötscher weiterhin gesperrt. Die Rax-Seilbahn ist eingestellt.

 

Grafik 5 Meter Schneerekord

oe24 berichtet auch heute wieder LIVE über die aktuelle Situation

22:04
 

Stürmisches Winterwetter in Wien

Schneefall und eisige Sturmböen haben in Wien eingesetzt. Experten warnen vor herabfallenden und losgelösten Gegenständen.

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21:36
 

Niederösterreich: Lawinengefahr Stufe 4 in Hochlagen

In Hochlagen in Niederösterreich ist die Lawinengefahr für Samstag nach wie vor teilweise als "groß" eingeschätzt worden. Stufe 4 von 5 galt oberhalb von 1.500 Metern in den Ybbstaler Alpen und im Rax-Schneeberggebiet, darunter und in den übrigen Regionen wurde das Risiko als "erheblich" (Stufe 3) beurteilt. "Die Lawinengefahr bleibt angespannt", teilte der Warndienst zur Tendenz mit.

"Der Tourenbereich ist heikel, der stürmische Wind hat in sämtlichen Expositionen frischen, störanfälligen Triebschnee gebildet", hieß es im Lagebericht, der am Freitagabend veröffentlicht wurde. "Eine Schneebrettauslösung durch die Zusatzbelastung eines einzelnen Tourengehers ist möglich bis wahrscheinlich", wurde mitgeteilt. In den Hochlagen seien spontane Schneebrett- und Lockerschneelawinen nicht ausgeschlossen, in tiefen Lagen werde die Schneedecke durch Regen geschwächt.

20:24
 

Ein nicht ganz ernst gemeinter "Hilferuf" aus Sportgastein

Hier braucht es offensichtlich mehr als zwei Schaufeln, um die Schneemengen aus dem Weg zu räumen.

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17:46
 

Vermisste NÖ Tourengeher konnten nicht geortet werden

Bei der Suche nach zwei seit dem Wochenende vermissten Tourengehern hat ein Hubschrauber-Einsatz am Freitag in Hohenberg (Bezirk Lilienfeld) nicht den erhofften Erfolg gebracht. Die beiden Männer konnten nicht geortet werden, berichtete Michael Hochgerner von der Alpinpolizei. "Die Suche wurde auf unbestimmte Zeit unterbrochen, bis sich die Wetterverhältnisse bessern und die Lawinengefahr sinkt."

Die Aktion soll fortgesetzt werden, wenn der Suchraum betreten werden kann, ohne dass man die Einsatzkräfte gefährdet, erklärte Hochgerner. Am Freitag war der Hubschrauber des Innenministeriums "Libelle Linz" nach Hohenberg geflogen, um die Männer im Alter von 54 und 58 Jahren mithilfe des sogenannten Recco-Systems zu orten. Gesucht wurde im Bereich Hohenberger Gschwendt Richtung Stadlberg und Türnitzer Höger. "Der Detektor hat nicht angeschlagen", sagte Hochgerner. Auch ein Erkundungsteam mit Mitgliedern aus Bergrettung, Alpinpolizei und Bundesheer stand im Einsatz.

17:21
 

Nach 6 Tagen aus der Schneehölle in Hohentauern befreit

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16:33
 

Tiroler Fernpassstraße aus Sicherheitsgründen gesperrt

Die Fernpassstraße (B179) wird wegen der aktuellen Wetterprognosen vorsichtshalber gesperrt. Die Sperre, die den Abschnitt zwischen Bichlbach und Lermoos betreffe, werde heute, Freitag, Mitternacht in Kraft treten und laut derzeitigem Stand bis Dienstag 19.00 Uhr aufrecht bleiben, sagte ein Sprecher des ÖAMTC der APA.

14:59
 

Teil eines Hallendaches im Flachgau eingestürzt

In Thalgau im Salzburger Flachgau ist am Freitagvormittag ein Teil des Blechdaches einer Transportfirma unter der Schneelast eingestürzt. Der Schaden hielt sich nach Angaben der Feuerwehr in Grenzen. "Es wurde schon versucht, das Dach abzuschaufeln, aber auf einer Fläche von rund 50 Quadratmetern ist es dennoch eingestürzt", sagte Christoph Schuhmertl, Sprecher der Feuerwehr Thalgau, zur APA.

Da in der Halle selbst am Freitag kein Betrieb war und sich unter dem Dach keine wertvollen Geräte oder Maschinen befanden, sei der Schaden abgesehen vom Dach selbst gering. Nachbarn hatten die Feuerwehr alarmiert, weil sie den Einsturz beobachtet hatten.

14:58
 

Vorübergehende Freigabe der steirischen Sölktalstraße

Immer mehr gesperrte Straßen in der Obersteiermark sind am Freitag - zumindest kurzzeitig - für den Verkehr freigegeben worden. Eine Aufhebung der Sperre für das seit dem Wochenende abgeschnittene Sölktal war zwischen 15.00 und 17.00 Uhr geplant, hieß es laut Büro von Katastrophenschutzreferent Michael Schickhofer (SPÖ). LH Hermann Schützenhöfer (ÖVP) besuchte am Freitag betroffene Bürgermeister.

13:55
 

Schneewarnung der ZAMG bleibt aufrecht

Die Schneewarnung der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) bleibt aufrecht. Die nächste Front, die in der Nacht auf Samstag das Bundesgebiet überqueren sollte, ist zwar schwach. Aber von Sonntagnachmittag bis Dienstagvormittag kommt es noch einmal dick, mit 20 bis 60 Zentimeter Neuschnee in den Tälern und bis zu einem Meter auf den Bergen.

Einmal mehr ist die Nordseite der Alpen von Vorarlberg bis ins Mostviertel vom Neuschneezuwachs betroffen, wie die ZAMG am Freitag in einer Aussendung betonte. Dazu kommt erneut kräftiger Wind auf, der den Neuschnee stark verweht. Damit kann auch die Lawinengefahr wieder deutlich steigen.

In tiefen Lagen wird der Schneefall laut ZAMG zeitweise in Regen übergehen. Am Dienstag werden die Niederschläge abklingen und für Mittwoch sowie Donnerstag sind längere Pausen in Sicht.

13:36
 

Tauernautobahn beim Pass Lueg kurzzeitig gesperrt

Die Tauernautobahn ist Freitagmittag zwischen Werfen und Golling aus Sicherheitsgründen kurzzeitig gesperrt worden. Im Bereich des Ofenauertunnels beim Pass Lueg war eine Staublawine abgegangen. Die Fahrbahn war laut Polizei davon nicht betroffen. Ersten Informationen zufolge kamen weder Personen noch Fahrzeuge zu Schaden.

Die Sperre dauerte nicht einmal eine halbe Stunde. Es wurde ein Posten zur Beobachtung eingerichtet, informierte das Landes-Medienzentrum. Die Fahrzeuglenker mussten allerdings mit weiteren, kurzfristigen Sperren rechnen.

13:08
 

Lage in Rosenau am Hengstpass weiterhin kritisch

Die Lage in Rosenau am Hengstpass im Bezirk Kirchdorf an der Krems ist am Freitag weiterhin kritisch gewesen, nachdem am Vortag das Dach eines Holz verarbeitenden Betriebes unter der Schneelast eingestürzt war. Ein Großaufgebot von Bundesheer, Feuerwehr und auch Polizei war im Einsatz gegen die Schneemassen, berichtete Bürgermeister Peter Auerbach (SPÖ) auf APA-Anfrage.

Am Donnerstag hatten rund 70 Bundesheer-Soldaten begonnen, die 150 Zentimeter hohe Schneedecke vom Flachdach des Betriebes abzuschaufeln. Am Abend unterbrachen sie die Arbeiten. Wenige Minuten nach ihrem Abrücken brachen zwei Felder des Daches ein. Später am Abend noch ein weiteres. Verletzt wurde niemand. Aber die in der Halle stehenden Maschinen wurden stark beschädigt. Die Furnier-Produktion steht deshalb bis auf weiteres still.

12:15
 

Hallstatt und Obertraun ab 13.00 Uhr wieder erreichbar

Die zuletzt abgeschnittenen Salzkammergut-Gemeinden Hallstatt und Obertraun (Bezirk Gmunden) sollten ab Freitagnachmittag wieder am Straßenweg erreichbar sein. Die Sperre der Hallstättersee Landesstraße (L547) zwischen Bad Goisern und Obertraun/Hallstatt werde ab 13.00 Uhr aufgehoben, teilte die Polizei Bad Goisern auf APA-Anfrage mit.

Die fast 1.800 Einwohner zählende Gemeinde Gosau (Bezirk Gmunden) war weiterhin nur von Salzburg aus erreichbar. Auf der oberösterreichischen Seite war die Pass Gschütt Straße (B166) am Freitag zwar zwischen Steeg und Gosaumühle wieder befahrbar, der weitere Verlauf bis Gosau blieb aber wegen Lawinengefahr nach wie vor gesperrt.

11:32
 

Kanzler Kurz bedankt sich bei Einsatzkräften

Die Regierung hat sich bei ihrer Neujahrsklausur im verschneiten Mauerbach auch mit der Schnee-Situation in Österreich beschäftigt. Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bedankte sich zum Abschluss der Klausur bei allen Einsatzkräften und kündigte an, dass das Bundesheer 1.000 Mann in Bereitschaft hält. 500 Soldaten seien derzeit im Einsatz.

Die Regierung hoffe, dass kein neuer Schnee mehr komme: "Wenn doch, steht das Bundesheer bereit", so Kurz am Freitag.

11:22
 

Salzburg sperrt alle Parks

In der von Neuschnee geplagten Stadt Salzburg sind am Freitag gegen 9.30 Uhr wegen der Gefahr umstürzender Bäume sämtliche Stadtgärten, Parks, Stadtwälder, Friedhöfe, Spielplätze und die Hellbrunner Allee bis auf Weiteres gesperrt worden.

11:06
 

Lawinensprengungen am Hochkar geplant

Am Hochkar (Bezirk Scheibbs) war für Freitag geplant, mehrere Lawinen von einem Bundesheer-Hubschrauber aus zu sprengen. Danach sollte entschieden werden, ob die Alpenstraße ins Skigebiet geräumt werden kann. Ab Sonntag sei vorgesehen, dass Mitglieder von Bundesheer und Feuerwehr Wohn- und Gastronomiegebäude sowie Lifte freischaufeln, sagte Göstlings Bürgermeister Friedrich Fahrnberger (ÖVP).

"Sobald die Witterung es zulässt", sollen entlang der Straße und im Skigebiet mehrere Lawinen gesprengt werden, sagte Fahrnberger, der am Vormittag von Hochnebel in der Region berichtete. Auch im Bereich Klamm waren Auslösungen geplant.

10:54
 

Polizei und Bundesheer begannen Flüge in Steiermark

Besseres Wetter am Freitag machte in der Obersteiermark den Beginn umfangreicher Flüge von Heeres- und Polizeihelikoptern möglich, wie die Landeswarnzentrale der APA mitteilte. Gestartet wurde mit einer Evakuierung, einem Flug zum Befüllen einer Lawinensprenganlage und Erkundungen. Das Heer startete zu Mittag die Abholung von rund 200 Menschen aus Hohentauern per Lkw über einen geräumten Forstweg.

Die Schneewolken waren am Freitagvormittag weitestgehend einem bewölkten bis sonnigen Himmel gewichen, die Abarbeitung von über 30 Aufträgen an die Helikopter konnte beginnen. Von Fliegerhorst Aigen im Ennstal aus starteten zum Auftakt drei Maschinen: Eine Alouette III holte einen eingeschlossenen Förster vom Stoderzinken-Plateau, die Besatzung einer weiteren Alouette versuchte eine Sprenganlage am Loser im Ausseerland mit Explosivstoff zu befüllen. Auf dem 1.837 Meter hohen Bergstock liegen mittlerweile bis zu fünf Meter Schnee. Eine in Aigen stationierte AB-212 räumte mit ihrem Rotorabwind ("Downwash") Bäume entlang der Buchauer bzw. Gesäuse Straße (B117 und B146) vom Schnee frei, um Schneebruch zu verhindern und eine Räumung und Freigabe der gesperrten Straßen zu ermöglichen.

10:47
 

Bundesheer evakuierte Schüler von Skihütte in Grünau

In Grünau im Almtal (Bezirk Gmunden) waren Freitagvormittag zwei Agusta Bell 212-Hubschrauber des Bundesheeres im Einsatz, um eine 66-köpfige Schülergruppe vom Hochberghaus zu evakuieren. Sie war dort auf Skikurs und saß fest.

Es sei für die Schüler derzeit nicht möglich, mit Skiern abzufahren, auch eine Bergung mit einer Pistenraupe oder ähnlichem Gerät sei nicht machbar, erklärte Moritz Galsterer, Sprecher der Luftstreitkräfte der APA. Daher seien nun die Hubschrauber im Einsatz. Es werde mehrere Flüge benötigen, um alle ins Tal zu bringen. Wie lange sie bereits festsitzen war nicht bekannt.

10:39
 

In OÖ tat sich ein Fenster für die Einsatzkräfte auf

In Oberösterreich haben die Schneefälle am Freitag nachgelassen und damit tat sich ein Fenster auf, um Schnee von Dächern und Straßen zu bringen und Lawinen abzusprengen. Diesen günstigen Zeitpunkt wollten die zuständigen Stellen so gut wie möglich nutzen. Allein im Pyhrngebiet waren am Freitag rund 200 Soldaten und ein Bundesheer-Hubschrauber im Einsatz.

In Rosenau am Hengstpass, Spital am Pyhrn und Ebensee schaufelten weiter rund 200 Soldaten Dächer ab. Unterstützt werden sie von Alpinpersonal und technischem Gerät, das das Netzwerk für Katastropheneinsatz kostenlos zur Verfügung stellte. Die Soldaten dürften noch über das Wochenende bleiben und waren vorerst in der Volksschule in Rosenau - der Unterricht hier fällt schneebedingt ohnehin aus - einquartiert.

10:06
 

Tourengeher-Suche in NÖ: Hubschrauber-Einsatz geplant

Bei der Suche nach zwei seit dem Wochenende vermissten Tourengehern in Hohenberg (Bezirk Lilienfeld) sollte am Freitag ein Helikopter des Innenministeriums zum Einsatz kommen. Das erhoffte Wetterfenster sei eingetreten: "Zur Zeit herrschen seit gute Witterungs- und Sichtverhältnisse, die einen Hubschrauber-Einsatz zulassen", berichtete Michael Hochgerner von der Alpinpolizei auf Anfrage.

Sobald der Helikopter "Libelle Linz" nach Einsätzen in Oberösterreich verfügbar sei, werde er in Hohenberg erwartet. Ziel war es laut Hochgerner, weitere Erkenntnisse zu erlangen bzw. die Wintersportler mithilfe des sogenannten Recco-Systems zu orten. Die Männer im Alter von 54 und 58 Jahren hatten einen entsprechenden Reflektor auf die Tour mitgenommen. Weiters wurde am Freitag erneut ein Erkundungstrupp, bestehend aus Mitgliedern von Bergrettung, Alpinpolizei und Bundesheer, in Richtung Hohenberger Gschwendt entsandt.

09:18
 

Flugchaos in München und Frankfurt

Auf den Flughäfen in München und Frankfurt sind am Freitag wegen des winterlichen Wetters jeweils rund hundert Flüge gestrichen worden. Weil es stärker schneien und glatt werden sollte, sei in Frankfurt etwa jede zehnte Verbindung annulliert worden, sagte ein Sprecher Freitagfrüh. Insgesamt seien rund 120 Flüge betroffen.

Obwohl die Wetterlage am Morgen ruhiger als erwartet gewesen sei und der Schnee in Regen übergegangen sei, sollten die Annullierungen verschiedener Airlines für reibungslose Abläufe im Flugbetrieb sorgen, so der Sprecher weiter. Für die übrigen über den Freitag geplanten 1.160 Flugverbindungen seien aber keine größeren Verzögerungen zu erwarten. Starts und Landungen seien unter Berücksichtigung witterungsbedingter Vorsichtsmaßnahmen gefahrlos möglich, sagte der Sprecher.

09:12
 

Arbeiter beim Schneeräumen von Dach gestürzt

Ein 26-jähriger Arbeiter ist am Donnerstag in Kufstein bei Schneeräumarbeiten von einem Firmendach rund vier Meter abgestürzt und hat sich dabei schwere Verletzungen zugezogen. Wie die Polizei mitteilte, wollte der Mann über die selbst aufgestellte Ausziehleiter wieder absteigen, als sich die Verankerung löste, die Leiter in sich zusammensackte und der Mann dadurch abstürzte.

08:59
 

Interview mit Bürgermeister

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08:22
 

Lawinenwarnstufe auch in OÖ herabgesetzt

Die Lawinengefahr in Oberösterreich war leicht zurückgegangen. Die Warnstufe wurde am Freitag in den Nordalpen auf vier zurückgesetzt, zuvor hatte dort Stufe fünf geherrscht. In den Voralpen blieb es wie bisher bei Stufe vier.

Nachdem es am Donnerstag noch rund 20 Zentimeter geschneit hatte, wurde der Schneefall in der Nacht auf Freitag weniger und sollte am Vormittag ganz abklingen. Die Altschneedecke habe sich etwas gesetzt und die Verfrachtungen hätten nachgelassen, begründeten die Experten vom Lawinenwarndienst die Herabsetzung der Warnstufe. Dennoch sei die Schneedecke aufgrund instabiler Zwischenschichten in vielen Bereichen noch störanfällig.

08:22
 

Leichte Entspannung bei Lawinengefahr in Steiermark

Ein Wetterfenster hat Freitagfrüh in den nördlichen Regionen Steiermark für die voraussichtlich nur vorübergehende Herabstufung von der höchsten Lawinenwarnstufe fünf auf vier gesorgt. Trotz der leichten Entspannung galt in den Nordalpen und den Niederen Tauern immer noch große Lawinengefahr. Für die südlichen Gebirgsgruppen wurde erhebliche oder mäßige Lawinengefahr ausgegeben.

Das Hauptproblem sei Triebschnee in allen Expositionen, der sich in den vergangenen Tagen gebildet habe, hieß es Freitagfrüh seitens des Lawinenwarndienstes. Aus steilem Felsgelände könnten sich immer noch spontan oder durch geringe Zusatzbelastung große und sehr große Schneebrettlawinen lösen, die auch exponierte Verkehrswege gefährden. In den tiefen und mittleren Lagen nehme auf Grashängen und in lichten Wäldern die Gleitschneeaktivität zu. Südlich des Alpenhauptkammes liegt laut den Experten ein Altschneeproblem vor. Hier können Schneebrettlawinen durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden. Besonders betroffen ist der Nord- und Ostsektor oberhalb der Baumgrenze.

07:49
 

Stadt Innsbruck gibt Sicherheitsanweisungen

Die Stadt Innsbruck hat am späten Donnerstagabend für rund 80 Gebäude, die sich in der Roten oder Gelben Lawinengefahrenzone befinden, Sicherheitsanweisungen ausgegeben. Die Bewohner sollen die Türen und Fenster geschlossen halten und unnötige Aufenthalte im Freien in den betroffenen Zonen vermeiden, sagte Elmar Rizzoli, Amtsvorstand für Allgemeine Sicherheit, im Gespräch mit der APA.

Die Messstationen auf der Nordkette würden derzeit über vier Meter Schnee anzeigen. Am Donnerstag seien zwar die untersten Lawinenverbauungen der Stadt kontrolliert worden, das Lawineneinzugsgebiet selbst sei aber seit einer Woche für die Experten unzugänglich.

07:32
 

Spektakuläre Schneeräumung auf der A12

07:03
 

Schneepause

Nach tagelangem Schneefall und kaum flugtauglicher Witterung haben die Experten für heute ein Wetterfenster in der Obersteiermark prognostiziert. Ab Vormittag sollte mit bis zu sieben Hubschraubern geflogen werden. Laut Katastrophenschutzreferent Michael Schickhofer (SPÖ) müssen 35 Erkundungs- und Versorgungsflüge abgearbeitet werden - darunter ein Lebensmitteltransport für Radmer.

06:20
 

Schneechaos auf bayerischer Autobahn

Wegen einer Sperrung der Autobahn 8 am Chiemsee (bayerischer Landkreis Rosenheim) im erweiterten Grenzgebiet zwischen Deutschland und Österreich sind am Donnerstagabend zahlreiche Menschen bei teils starkem Schneefall im Stau festgesessen. Das Bayerische Rote Kreuz baute demnach Pflegestützpunkte auf.

Der Streckenabschnitt zwischen Bernau am Chiemsee und Frasdorf in Richtung München sei nach Unfällen seit Stunden total gesperrt, teilte die Polizei am späten Abend mit. Die Helfer sollten den Stau abgehen und die Menschen versorgen, hieß es. Das Rote Kreuz twitterte, dass unter anderem für warme Getränke gesorgt werde.

06:20
 

Herzlich Willkommen...

zum Liveticker. Wir informieren Sie natürlich auch heute wieder über das Schnee-Chaos




 

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Besonders bei austauscharmen, windschwachen Hochdruckwetterlagen kann sich die bodennahe Luft in klaren Nächten stark abkühlen. Dies liegt vor allem daran, daß der Untergund je nach seiner Beschaffenheit sehr viel Wärme durch Ausstrahlung verliert und daher nach kurzer Zeit ein Wärmefluß aus der aufliegenden Luftmasse zum Boden hin einsetzt. Hält dieser Prozess des Wärmeübertrages von der bodennahen Luft an den Boden längere Zeit (einige Tage bis hin zu Wochen) an, so kann es zu extrem kalten Temperaturen kommen. Diese Situation findet man üblicherweise in Rahmen der Polarnächte in Sibirien oder der Antarktis.
 
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