10. Februar 2020 | 18:15 Uhr

Orkan zieht über das Land

Drohnen-Video zeigt Ausmaß der Zerstörung

In Oberösterreich breitete sich der Sturm im Lauf des Tages auf die gesamte nördliche Hälfte des Bundeslandes aus. 

Im Mühlviertel wurden mehrere Bus- und Bahnlinien eingestellt, auch in Linz waren einzelne Buslinien blockiert. Der Fernverkehr nach Ceske Budejovice war unterbrochen. 30.000 Haushalte waren zeitweise ohne Strom. Besonders dramatisch war der Stromausfall in Rainbach im Innkreis, wo eine Frau nicht mehr über ihre strombetriebenen medizinischen Geräte versorgt werden konnte, weshalb die Feuerwehr ihr mit einem Notstromaggregat zu Hilfe kam.
 
Ebenfalls in Rainbach wurden sechs Leute, die wegen umgestürzter Bäume in Autos gefangen waren, befreit. In Haslach (Bezirk Rohrbach) gerieten die Insassen von acht Fahrzeugen in die gleiche missliche Lage, in Piberschlag (Bezirk Rohrbach) ein Rettungsfahrzeug. In Münzkirchen (Bezirk Schärding) wurde ein Bus von der Fahrbahn geweht. In Vorderweißenbach (Bezirk Urfahr-Umgebung) stürzte ein Baum auf einen im Freien stehenden Gastank und riss das Sicherheitsventil ab. Die Betreiberfirma dichtete den Tank wieder ab. Rund 3.900 Feuerwehrleute rückten bis zum Nachmittag im gesamten Bundesland zu knapp 965 Einsätzen aus. Sieben Schulen schlossen frühzeitig, damit die Kinder noch sicher nach Hause gehen konnten.
 
Das Drohnen-Video zeigt Schäden im Ort Hühnergeschrei:

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Teils sonnig, teils Wolken oder Nebel. -8/2°

Der Hochdruckeinfluss wird zwar schwächer, dennoch halten sich im Osten ausgedehnte Nebel- und Hochnebelgebiete oft beständig. Hier und da können daraus auch ein paar Schneeflocken fallen. Im westlichen Donauraum lösen sich die Nebelfelder im Tagesverlauf hingegen auf. Ansonsten überwiegt zwar oft der Sonnenschein, es ziehen aber auch einige Wolkenfelder durch, die später von Südwesten her dichter werden. Der Wind kommt meist schwach aus unterschiedlichen Richtungen, lediglich im westlichen Bergland kann sich auflebender Südföhn bemerkbar machen. Tageshöchsttemperaturen zwischen minus 2 und plus 6 Grad und damit vor allem im Osten nicht mehr ganz so kalt, wie zuletzt.
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