11. Dezember 2017 | 12:58 Uhr

Sturm Regenschirm Wind Wetter Winter Herbst © Getty Images (Symbolbild)

Am Feuersang

249 km/h-Sturm in Österreich gemessen

Die Orkanböen halten Teile des Landes in Atem.

Der Sturm hat Österreich fest im Griff. Vor allem in Westösterreich werden stündlich neue Spitzenwerte gemessen. Wie UBIMET gegenüber ÖSTERREICH und oe24.at bestätigt hat, wurden am Feuersang im Gasteinertal Sturmböen mit 249 km/h gemessen. Die Messstation befindet sich auf einer ÖBB-Station Nordportal des Tauerntunnels. Damit hat der Föhnsturm im Westen wahrscheinlich seinen Höhepunkt erreicht.

Aber auch andernorts stürmt es. So wurden am Patscherkofel in Innsbruck laut ZAMG 180km/h gemessen. Im Salzburger Aineck wurden 189 km/h gemessen.

Im Flachland Ostösterreichs liegen die Windspitzen zu Wochenbeginn meist um 80 km/h, besonders in der Nacht auf Dienstag.

Vorsicht vor herabstürzenden Ästen oder umfallenden Bäumen

Durch den Sturm können besonders im Bergland große Äste abbrechen und Bäume umstürzen. Dadurch sind Behinderungen auf Straßen und Bahnlinien möglich. Auf Pässen muss man außerdem mit starken Schneeverwehungen rechnen. Fallen Äste oder Bäume auf Stromleitungen, kann es auch zu Ausfällen der Stromversorgung kommen.

Starker Niederschlag

Mit dem kräftigen Südwind stauen sich an der Südseite der Alpen Wolken, und es regnet und schneit hier bis in den Dienstag hinein kräftig. Besonders in Oberkärnten und Osttirol kommen dabei verbreitet um 50 Millimeter Niederschlag zusammen. Stellenweise sind auch 100 bis 150 Millimeter möglich, besonders im Gailtal sowie in den Karnischen Alpen und in den Karawanken. Die Schneefallgrenze schwankt zwischen 1000 und 1.900 Meter. Durch die großen Niederschlagsmengen sind im Süden außerdem kleinräumige Überschwemmungen nicht auszuschließen. Weitere Infos dazu beim Hydrografischen Dienst Kärnten.

Mit dem Föhn wird es in vielen Regionen sehr mild. Am Montag hat es im Großteil Österreichs knapp über zehn Grad. Am Dienstag bricht der Föhn zusammen und von Norden her strömt allmählich wieder kalte Luft nach Österreichs. Die Höchsttemperaturen liegen am Mittwoch nur noch zwischen einem und sechs Grad.

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Bewölkt, einzelne Schneeschauer -4°/+2°

Von nur wenigen Sonnenfenstern abgesehen dominieren am Sonntag verbreitet dichte Wolken. Diese sorgen zunächst vor allem im Westen und Norden, später schließlich auch in Teilen Niederösterreichs, in Wien und im Burgenland für einsetzenden Schneefall. Der Niederschlagsschwerpunkt liegt aber weiter am nördlichen Alpenrand. Am Alpenostrand können sich mitunter auch ein paar Regentropfen in den Niederschlag mischen. Vereinzelt kann Straßenglätte nicht ausgeschlossen werden. Weitgehend trocken bleibt es von Osttirol ostwärts. Der Wind aus West bis Nord weht schwach bis mäßig, im Bergland auch lebhaft. Mit minus 4 bis plus 5 Grad sind die Tageshöchsttemperaturen erreicht. Heute Nacht: Mit vielen dichten Wolken geht es in die Nacht auf Sonntag. Diese Wolken bringen zunächst nördlich des Alpenhauptkammes sowie im Norden und Osten noch Schneefall. Im Laufe der Nacht verlagert sich der Schneefall jedoch immer mehr an den Alpennordrand. Außerdem lockert stellenweise die Bewölkung auf. Der Wind kommt schwach bis mäßig, in der Tauernregion auch lebhaft bis stark auf Nordwest. Bis zum Morgen sinken die Temperaturen auf minus 13 bis minus 2 Grad. Inneralpin kann es in windgeschützten Becken aber auch noch stärker auskühlen.
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