30. Oktober 2017 | 06:04 Uhr

Helfer im Dauereinsatz

179 km/h: Orkan zieht Spur der Zerstörung

Tausende Feuerwehrleute im Einsatz. Zugverkehr auf vielen Strecken lahmgelegt.

Sturmalarm in Ös­terreich. Am Sonntag fegte „Herwart“ wie ein Orkan durch Österreich, warf Bäume um und deckte Dächer ab. In Wien mussten Sonntagmittag Hauptbahnhof und Vorplatz geräumt werden. Von einem Hochhaus im Bau stürzten Teile der Verschalung aus 70 Meter Höhe hinunter – Lebensgefahr.

Lahmgelegt: Autobahnen und Bahnlinien gesperrt

Prater-Chaos. Der Zentralfriedhof war gesperrt, ebenso über zwanzig Parkanlagen. Der Wiener Prater glich am Nachmittag einem Schlachtfeld. Umgestürzte Motorräder, Müll auf den Wiesen, umgestürzte Bäume.

Feuerwehr_Krems_01.jpg © Feuerwehr Krems

Zugausfälle. Die Südbahn wurde am Semmering gesperrt, weil Bäume auf die Oberleitung fielen. Vier weitere Bahnstrecken in Oberösterreich und je eine in Niederösterreich und der Steiermark waren bis auf Weiteres lahmgelegt. Am Flughafen Salzburg musste ein Jet die Landung abbrechen (siehe oben), vier weitere Flüge wurden umgeleitet. Mit 179 km/h pfiff der Wind am Feuerkogel in Oberösterreich am stärksten. In Enns wurden 140 km/h gemessen. Von Salzburg bis ins Burgenland wehte der Wind mit Geschwindigkeiten bis zu 130 km/h. „Das war schon eine heftige Geschichte“, sagte Armin Blutsch, Leiter der Feuerwehr Amstetten, zu ÖSTERREICH.

Allein hier und im Raum Scheibbs waren 80 Feuerwehren mit rund 1.200 Feuerwehrleuten im Einsatz.

Sperrungen. Zwischen Amstetten und Oed war die Westautobahn A 1 gesperrt. Zeitweise war es auch für die Einsatzkräfte zu gefährlich. „Jetzt haben wir uns erst einmal selbst in Sicherheit gebracht“, sagte Alfred Voruda von der Feuerwehr im steirischen Gußwerk zu ÖSTERREICH.

APA_22730394738924620.jpg © Feuerwehr Krems

Linz: Wind warf Transportanhänger um

Stromausfälle. Allein in Oberösterreich waren 75.000 Haushalte ohne Strom. „Ursache waren Bäume, die auf Stromleitungen fielen“, sagte Wolfgang Denk von der Energie AG. Insgesamt fiel in 100.000 Haushalten der Strom aus. Personenschäden gab es zum Glück nur wenige: In Micheldorf (OÖ) prallte ein Mofalenker gegen einen Baum und erlitt schwere Gesichtsverletzungen.

APA_22730394738922902.jpg © Feuerwehr Krems

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Lokaler Nebel, viel Sonne, -7/2°

In Tälern und Becken vor allem im Süden und Südosten sowie im Rheintal und im Waldviertel gibt es einige Hochnebelfelder, die vor allem im Südosten den ganzen Tag beständig sind. Abseits der Nebelfelder bleibt es sehr sonnig. Der Wind weht in höheren Lagen und im östlichen Flachland mäßig bis lebhaft aus Ost bis Südost, sonst bleibt es eher schwach windig. Tageshöchsttemperaturen in den Niederungen in der Osthälfte nur minus 4 bis minus 1 Grad, sonst meist zwischen plus 2 und 8 Grad, mit den höchsten Temperaturen im Bergland der Alpennordseite und im Westen sowie allgemein in höheren Lagen. Heute Nacht: In der Nacht bleibt es im Südosten trüb, ebenso oft auch im Waldviertel, sonst ist der Himmel regional noch sternenklar. Nach und nach gibt es aber auch im Osten und in Beckenlagen sowie in manchen Tälern wieder Nebel oder Hochnebel. Der Wind weht allgemein schwach, im Norden und Osten teils mäßig oder auffrischend aus Ost bis Süd. Es gibt wieder verbreitet strengen Frost zwischen minus 15 und minus 3 Grad, wobei es in klaren Alpentälern und Senken auch noch kälter werden kann.
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