11. April 2018 | 23:34 Uhr

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"Blutregen"

16.000 Tonnen: Sahara-Sand über dem Land

Seltenes Naturschauspiel: Heute schwebt der rote Sahara-Sand über Österreich.

Phänomen. Blutregen wird dieses Spektakel gerne genannt: Heute ab dem späten Nachmittag wird in vielen Regionen Österreichs der Regen den Sahara-Sand aus den Wolken auf die Erde tragen. Die Folge: Autos und Straßen werden rot eingefärbt. Bei klarer Sicht lohnt sich am Abend ein Blick in den Himmel: Ein fast schon kitschig rötlich schimmernder Sonnenuntergang wird erwartet.

PAUTY_RoterSandPaM004.jpg 2010: Roter Sand auf der Mariahilfer Straße. 

 

Zwei Tage lang war der Sand bis zu uns unterwegs

Gewirbelt. Heute Mittag ist die Belastung in der Luft am stärksten. Die Zahlen sind beeindruckend: 16.000 Tonnen feinster rötlicher Sand aus der Wüste werden zu Mittag in der Luft über Österreich schweben. Ein Großteil davon könnte bei starken Regenfällen auf der Erdoberfläche landen. Zwei Tage lang wurden diese Partikel über das Mittelmeer bis zu uns gewirbelt.

Wer das Phänomen heute verpasst, die Meteorologen der ZAMG geben Hoffnung: Es ist wieder eine Ladung Sand im Anflug, sie sollte uns Anfang kommender Woche erreichen.
Tipp: Sollten Autos mit dem Sand bedeckt sein, nicht wegwischen. Die Partikel wirken wie Schmirgelpapier und können den Lack zerkratzen. Am besten einfach abspülen.
 

"Jet-Winde" blasen den Sand bis nach Europa

In bis zu sieben Kilometer Höhe wird der Sand bis zu uns nach Europa gewirbelt.

sdafdasffdsa.jpg Sahara-Sand in mg/m²

  • Voraussetzung. In der Wüste muss es einen turbulenten Sturm geben, der den Sand auf 5 bis 7 Kilometer Höhe torpediert.
  • „Jet-Winde“. Sie tragen die Partikel über das Mittelmeer bis zu uns.
  • Zwei Tage. So lange dauert maximal die Reise.
  • Abwurf. Regen oder Föhn können den Sand auf die Oberfläche drücken.

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Im W noch Schneeschauer, 1/8°

Zur Wochenmitte sorgt Störungseinfluss für wechselhafte Verhältnisse. Während in den Niederungen rund um den Alpenbogen Sonnenschein und dichtere Wolken abwechseln, halten sich am Alpenhauptkamm deutlich mehr dichte Wolken. Am Vormittag regnet und schneit es unergiebig vor allem an der Alpennordseite bei einer Schneefallgrenze zwischen 400 und 1000m Seehöhe. Im Laufe des Nachmittags lässt jedoch auch hier mit steigendem Luftdruck der Niederschlag ganz nach und das Wetter beruhigt sich. Den meisten Sonnenschein gibt es im Nordosten und Südwesten. Der Wind weht meist schwach bis mäßig, im Süden und Osten auch lebhaft aus nördlichen Richtungen. Tageshöchsttemperaturen 7 bis 13 Grad, mit den höchsten Werten im Osten. Heute Nacht: Die Nacht auf den Gründonnerstag startet entlang des Alpenhauptkamms eher bewölkt, überall sonst meist noch gering bewölkt. Im Laufe der Nacht werden die Wolken aber im ganzen Land mehr. Dabei kann es an der Alpennordseite zwischen Innsbruck und Wien leicht regnen oder schneien. Die Schneefallgrenze liegt anfangs um 1000m Seehöhe und sinkt bis zum Morgen auf etwa 700m ab. Der Wind weht meist schwach bis mäßig aus Nordost bis Nord. Tiefsttemperaturen minus 3 bis plus 6 Grad.
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