05. Dezember 2013 | 11:54 Uhr

sturm_winter.jpg © dpa, Symbolfoto

Schneesturm

"Xaver" trifft mit 100 km/h auf Österreich

Auch in eher untypischen Windregionen südlich des Alpenhauptkamms.

Während sich Deutschland für das Orkantief "Xaver" rüstet, gibt es hierzulande eine Entwarnung: "Grundsätzlich ist Österreich nicht so stark betroffen", hieß es von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Donnerstag. Allerdings sind auch großräumig Windspitzen bis zu 80 km/h möglich, stellenweise sogar bis zu 100 km/h. Erwartet wird dies für Freitagmorgen.

Normalerweise werden Stürme aus dem Norden von den Alpen gestoppt, bei "Xaver" ist dies laut ZAMG anders: "Der Wind wird über den Alpenhauptkamm drübergehen und dadurch sind dann auch eher untypische Windregionen wie beispielsweise die Voralpentäler, die Obersteiermark und Oberkärnten betroffen."

Schneefall
Insbesondere im Alpenvorland ist dann auch mit Niederschlägen zu rechnen, Schneefall ist bis in die Täler und im Flachland wie in Niederösterreich und Oberösterreich möglich. In Altaussee sind so bis Samstag 30 Zentimeter Neuschnee zu erwarten, dazu Wind bis zu 80 km/h. In Wien werden Schneeregen oder Schneeschauer Freitag und Samstag über die Stadt ziehen.

Um sich vor Sturmschäden zu schützen, sollten bewegliche Gegenstände wie Gartenmöbel oder Spielgeräte weggeräumt werden, Fenster, Türen und Jalousien rechtzeitig geschlossen werden, informierte die Uniqa-Versicherung in einer Aussendung. Grundsätzlich seien Sturmschäden in aktuellen Haus- und Eigenheimversicherungen standardmäßig inkludiert.

Laut Uniqa haben in den vergangenen fünf Jahren fünf Stürme richtig große Schäden in Österreich verursacht. Darunter etwa der Sturm "Paula", der 2008 mit Spitzenwerten von über 150 km/h über das Land fegte. Laut der Versicherung zählen abgedeckte Dächer, zerstörte Hausfassaden oder Bäume, die auf Autos stürzen zu den häufigsten Schäden bei Privathaushalten. Uniqa riet dazu, alle Schäden gut zu dokumentieren und Meldungen möglichst rasch einzureichen.
 

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Wechselnd bewölkt, Schauer und böiger Wind. 10/19°

Störungseinfluss sorgt über Österreich verbreitet für trübes Wetter. Häufig regnet es aus den vielen dichten Wolken und besonders von Osttirol bis in die Obersteiermark auch intensiv. Längere trockene Phasen sind nur in Niederösterreich sowie im Südosten zu erwarten. Bis zum Abend breitet sich der Niederschlag schließlich in die östlichen Landesteile aus und südlich des Alpenhauptkammes mischen sich auch Gewitter unter die Regenschauer. Der Wind weht meist nur schwach bis mäßig aus West bis Nordwest. Die Nachmittagstemperaturen liegen zwischen 10 und 21 Grad, mit den höchsten Werten im Südburgenland. Heute Nacht: In den Abendstunden und in der Nacht regnet es teils noch intensiv und langanhaltend. Im Südosten des Landes an der Grenze zu Slowenien sind mitunter auch noch Gewitter unterwegs. Der Niederschlagsschwerpunkt erstreckt sich von Osttirol bis in den Nordosten des Landes. Bis zum Morgen lässt der Niederschlag aber insgesamt nach und auch die Wolkendecke lockert auf, vor allem im Westen des Landes. Der Wind weht schwach bis mäßig und in den höheren Lagen und vor allem im Nordosten lebhaft bis kräftig aus West bis Nord. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen zwischen 4 bis 11 Grad.
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