19. November 2013 | 06:41 Uhr

Wirbelsturm Sardinien © EPA
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Italien

Wirbelsturm auf Sardinien: 18 Tote

Der Zyklon "Cleopatra" zerstörte Häuser, Autos und Brücken.

Die Zahl der Toten nach den schweren Unwettern auf Sardinien ist weiter gestiegen. 18 Menschen kamen ums Leben, sechs werden vermisst, berichtete der Präsident der Region Sardinien Ugo Cappellacci. 20.000 Menschen sind von der Schlechtwetterfront "Cleopatra" betroffen, die sintflutartige Regenfälle gebracht hat und Flüsse über die Ufer treten ließ.

Etwa 3.000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen und die Nacht in Schulen, Turnhallen und Hotels verbringen. Straßen wurden unpassierbar, Brücken stürzten ein. 800 Personen wurden allein in der Provinz Oristano evakuiert. Rettungskräfte waren die ganze Nacht im Einsatz.

Diashow: Wirbelsturm fegt über Sardinien

Sardinien
Wirbelsturm fegt über Sardinien
Sardinien Wirbelsturm Cleopatra
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Die Höhe der Schäden ist noch unklar. Zivilschutzchef Franco Gabrielli koordinierte die Hilfsaktion. Zu den Opfern zählt eine vierköpfige Familie aus Brasilien, die sich in ihrer Wohnung in der Ortschaft Arzachena befand, als sie vom Wasser weggerissen wurden. Ein Kind, das als vermisst gemeldet worden war, wurde tot aufgefunden.

Auf einer Bundesstraße stürzte eine Brücke ein und riss drei Menschen in den Tod. Viele Orte sind von der Außenwelt abgeschnitten. Teilweise fiel der Strom aus. Der Straßen- und Schienenverkehr wurde behindert. Schiffe und Flugzeuge hatten Verspätung. Viele Schulen blieben am Dienstag geschlossen. Rettungskräfte waren die ganze Nacht im Einsatz. Der Zivilschutz ist besorgt, denn laut Wetterprognosen ist mit weiteren heftigen Regenfällen aus Sardinien zu rechnen.

Notstandskomitee

„In wenigen Stunden ist in der Gegend so viel Regen wie in einem Halbjahr gefallen“, berichtete Letta. Ein Notstandskomitee wurde eingesetzt, um den evakuierten Familien Unterstützung zu sichern und die Schäden zu bewerten. Ministerpräsident Enrico Letta, der wegen der Unwetterkatastrophe eine Ministerratsitzung einberief, sprach von einer "nationalen Tragödie".

20 Millionen Euro machte die Regierung für Hilfsmaßnahmen locker. „Die Zahl der Todesopfer und der Evakuierten ist erschütternd“, meinte Letta. Staatspräsident Giorgio Napolitano erklärte sich mit der betroffenen Bevölkerung auf Sardinien solidarisch.

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Sonne im W und S, sonst Schauer, 8/19°

Der heutige Montagnachmittag bringt nach Abklingen letzter Regenschauer in den Nordstaulagen verbreitet sonniges und wiederum niederschlagsfreies Wetter. Auf den Berggipfeln und am Ostalpenrand frischt West- bis Nordwestwind teils kräftig auf. Nachmittagstemperaturen 16 bis 24 Grad. Heute Nacht: Am Abend nimmt der Störungseinfluss im Nordosten Österreichs vorübergehend zu. Zwischen dem Mühlviertel und dem Südburgenland sowie im Nordstau östlich der Tauern kommt es zu dichter Bewölkung mit leichtem Regen vor allem in der ersten Nachthälfte. Zumindest die Niederschläge nördlich des Alpenhauptkammes dauern bis zum Morgen an. Der Wind weht im Norden und Osten lebhaft, teils kräftig, aus West bis Nordwest. Entlang des Alpenhauptkammes bläst der Wind teils stürmisch. Tiefsttemperaturen zwischen 3 und 12 Grad.
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