16. Oktober 2012 | 07:13 Uhr

Hurrikan "Irene" auf den Bahamas © AP

Hurrikan

Wirbelstürme im Atlantik nehmen zu

Tropische Wirbelstürme treten in wärmeren Jahren öfter auf als in kälteren.

Die Häufigkeit tropischer Wirbelstürme im Atlantischen Ozean hat in den vergangenen knapp 100 Jahren zugenommen. Die Hurrikane treten in wärmeren Jahren öfter auf als in kälteren, berichten Wissenschafter, die Daten zu Sturmfluten an der Südostküste der USA ausgewertet hatten.

"Katrina"
Schwere Hurrikane wie "Katrina", der 2005 in New Orleans schwere Überschwemmungen verursachte und Tausenden Menschen das Leben kostete, seien in warmen Jahren etwa doppelt so häufig wie in kalten, schreiben die Forscher in den "Proceedings" der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften.

Klimawandel?
Die Frage, ob es infolge des Klimawandels und des damit verbundenen Anstiegs der Meerestemperatur häufiger tropische Wirbelstürme gibt, ist unter Forscher umstritten. Ein Problem ist, dass sich über die Jahrzehnte die Überwachungs- und Messmethoden extrem verbessert haben, etwa durch Satellitenbeobachtungen oder Luftaufnahmen. Damit fällt es schwer, die Sturmhäufigkeiten und -stärken heute mit denen in der Vergangenheit zu vergleichen und überhaupt einen Bezug zum Klimawandel herzustellen.

Die Forscher um Aslak Grinsted, derzeit am Niels-Bohr-Institut der dänischen Universität von Kopenhagen, werteten nun Daten von sechs Messstationen an der südlichen Ostküste der USA und dem Golf von Mexiko aus, an denen seit 1923 kontinuierlich der Tidenstand erfasst wird. Die Forscher stellten fest, dass es einen Zusammenhang zwischen einem plötzlichen Anstieg des Meeresspiegels und historischen Berichten von schweren Wirbelstürmen gibt. Mit ihrer Methode konnten sie also zumindest jene Hurrikane erfassen, die an Land ankamen.

Die Auswertung der Daten ergab, dass die Häufigkeit schwerer Wirbelstürme im Verlauf der Zeit zugenommen hat und dass die Sturmwahrscheinlichkeit in wärmeren Jahren steigt. Wirbelstürme mit "Katrina"-Stärke träfen etwa alle 10 bis 30 Jahre auf die Küste.
 

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In den Niederungen Nebel, sonst Sonne, -10/1°

Weiterhin herrscht störungsfreies Wetter. Von der Früh weg strahlenden Sonnenschein gibt es den ganzen Tag im Bergland. In den Niederungen, vor allem im Südosten, im Waldviertel und teils auch im Osten liegen aber teils sehr zähe Nebel- und Hochnebelfelder, sonst lichten sich die meisten Nebelfelder vormittags bald und es scheint die Sonne. Der Wind weht schwach, in Niederösterreich, Wien und dem Nordburgenland mäßig, teils noch etwas auffrischend aus Südost bis Ost. Frühtemperaturen minus 15 Grad bis minus 3 Grad, in exponierten Lagen und in manchen schneebedeckten Tälern oder Becken auch darunter, Tageshöchsttemperaturen minus 4 bis minus 1 Grad in den Niederungen im Norden, Osten und Süden und plus 2 bis 7 Grad im Bergland, in höheren Lagen sowie im Westen.
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