10. Jänner 2012 | 21:51 Uhr

Schnee; Straße gesperrt © FF St. Johann

Ortschaften abgeschnitten

Winter der Schnee-Rekorde

 Chaos auf den Straßen im Westen - und kein Ende des Schneefalls in Sicht.

Seit Tagen hat der Schnee Westösterreich fest im Griff. Bis zu 40.000 Urlauber saßen zwischenzeitlich in ihren Hotels fest, etliche Straßen waren wegen der Schneemassen oder umgestürzter Bäume unpassierbar, Vorarlberg war vom restlichen Österreich abgeschnitten. In Tirol mussten 200 Skifahrer per Helikopter gerettet werden.

Diashow: Schneesturm über Österreich

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Vor allem Vorarlberg ist von den Schneemassen betroffen
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Vor allem Vorarlberg ist von den Schneemassen betroffen
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Vor allem Vorarlberg ist von den Schneemassen betroffen
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Vor allem Vorarlberg ist von den Schneemassen betroffen
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Aber auch Tirol versinkt im Schnee: Ein Mann schaufelt in Axams sein Haus frei
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Schnee-Chaos am Arlberg
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Schnee-Chaos am Arlberg
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Schnee-Chaos am Arlberg
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Schnee-Chaos in Tirol
Schnee-Chaos in Tirol
Schnee-Chaos in Tirol
Schnee-Chaos in Tirol
Schnee-Chaos in Tirol
Schnee-Chaos in Tirol
Schnee-Chaos in Tirol
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Schnee-Chaos in Tirol
Schnee-Chaos in Tirol
Schneesturm über Österreich
Schneesturm über Österreich
Schneesturm über Österreich
Schneesturm über Österreich
Schneesturm über Österreich
Schneesturm über Österreich
Schneesturm über Österreich
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Schneesturm über Österreich
Schneesturm über Österreich
Schneesturm über Österreich
Schneesturm über Österreich
Schneesturm über Österreich
Schneesturm über Österreich
Schneesturm über Österreich
Schneesturm über Österreich

Nun versprechen Meteorologen: Mit dem großen Schnee ist es vorerst vorbei. Was aber nun kommt: Kälte und Wind. Auf den Bergen könnte sich die Lawinengefahr also doch noch einmal verschärfen. Die Einzelheiten:

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Dienstag in der Früh fiel im Westen und an der Alpennordseite der vorerst letzte Schnee. Laut Wetter-Prognosen dürfte es heute und morgen keinen Neuschnee geben, und das obwohl es seit Tagen fast durchgeschneit hatte. Mehr als drei Meter Neuschnee gab es so seit letzter Woche an manchen Stationen. In drei Tagen schneite es mancherorts so viel wie in den letzten 25 Jahren nicht – und so viel wie im gesamten letzten Jahr!

Aber auch wenn der Winter nun eine Pause einlegt – für Entwarnung ist es zu früh. Immer wieder werden Straßen im Westen von Lawinen oder umstürzenden Bäumen unpassierbar gemacht, gleich acht Orte waren im Laufe der vergangenen Schneefälle von der Außenwelt abgeschnitten. Auch bis gestern Mittag waren Ischgl und Galtür nach wie vor nicht erreichbar.

Zugleich hat sich die Lawinengefahr nur wenig entspannt. In Vorarlberg, Tirol und Salzburg wurde sie zwar von vier auf drei herunter gestuft – allerdings ist bewiesen: Bei Warnstufe 3 gibt es die meisten Lawinentoten, weil die Gefahr dann oft unterschätzt wird. Robert Schmidhofer vom Salzburger Lawinenwarndienst: „Die Gefahr ist immer noch erheblich.“
Bemerkenswert: Sogar in Niederösterreich wurde die Gefahrenstufe gestern auf vier angehoben.

Während es heute und morgen also wieder eine leichte Wetterentspannung gibt, wird es ab Freitag wieder ungemütlich. Die Temperaturen fallen auf 2.000 Metern Höhe auf minus 15 Grad. Aber: Es gibt höchstens zehn Zentimeter Neuschnee.
 

ÖSTERREICH: Herr Schmidhofer, Sie arbeiten beim Salzburger Lawinenwarndienst. Wie gefährlich ist es jetzt noch auf den Bergen?
Robert Schmidhofer: Zwar wurde vielerorts die Lawinengefahr von vier auf drei zurückgestuft, trotzdem kann man noch keine Entwarnung geben. Es herrscht immer noch eine „erhebliche“ Gefahr in vielen Gebieten, dass eine Lawine abgeht.

ÖSTERREICH: Experten warnen davor, dass besonders bei Lawinenwarnstufe 3 die meisten tödlichen Unfälle passieren, weil die Wintersportler die Gefahr unterschätzen. Stimmt das?
Schmidhofer: Das ist auch sehr wetterbedingt. Wenn es schön ist, versuchen viele, Touren zu gehen. Aber derzeit ist das eben sehr gefährlich, weil sich jederzeit Schneebretter lösen können. In jedem Fall ist Vorsicht geboten. Man sollte mit Bedacht wählen, wo man sich bewegt, und versuchen, kein Risiko einzugehen.

ÖSTERREICH: Mit dem Schnee ist es nun vorerst vorbei. Wird sich die Lawinengefahr dadurch wieder entschärfen?
Schmidhofer: Sie wird sich leicht entspannen. Aber durch den kräftigen Wind kann es dann Schneeverwehungen geben.
 

Auf der nächsten Seite der Live-Ticker zum Nachlesen!


20:31 Uhr: Seitens der ÖBB wurde mitgeteilt, dass auf der Strecke Stainach - Schladming im Bereich unter dem Grimming bis zur Entspannung der Lawinensituation ein Tempolimit von 40 km/h festgesetzt wurde. Eine Befliegung zur besseren Lagebeurteilung war bis Dienstag nicht möglich.

19:13 Uhr: Die BH Liezen verfügte die Sperre der Planneralmstraße in der Gemeinde Donnersbach sowie der Sölkpassstraße L704, wo Ortsteile von St. Nikolai nicht erreichbar waren.

18:30 Uhr: Nach dem Gondel-Defekt im Zillertal konnten alle Skifahrer mittels Heli-Einsatz gerettet werden. Alle Infos hier!

17:23 Uhr: Auch in Teilen der Obersteiermark gilt am Dienstag weiterhin Lawinenwarnstufe 4, also "große Lawinengefahr". Von Straßensperren sind rund 800 Personen in mehrere Ortschaften betroffen. Für Mittwoch ist die Rücknahme auf Warnstufe 3 avisiert.

16:47 Uhr Suche nach Patrick (15) abgebrochen:  Die Suche nach einem im Skigebiet Axamer Lizum im Tiroler Bezirk Innsbruck-Land vermissten 15-Jährigen ist am Dienstag erneut ergebnislos abgebrochen worden. Im Bereich des sondierten Lawinenkegels habe es keine Spur von dem Jugendlichen gegeben, berichtet der Einsatzleiter.

16:49 Uhr: Die Strecke Landeck - Bludenz ist unterbrochen: Wegen akuter Lawinengefahr bleibt die Arlbergbahn bis voraussichtlich 12. Jänner gesperrt.

16:43 Uhr: Die Paznauntalstraße (B188)  ist noch immer ab Kappl gesperrt, damit sind Ischgl und Galtür nach wie vor nicht erreichbar.

16:19 Uhr: +++ Eilmeldung +++ In Tirol sitzen  in einer Seilbahn Wintersportler fest. Alle Infos dazu gibt es hier >>

16:01 Uhr: Derzeit herrscht in Österreich auch eine Sturmwarnung. Für die animierte Karten-Version klicken Sie bitte auf das Bild:

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15:46 Uhr: Lawinengefahr in Niederösterreich: Stufe 3!
Während sich im Westen Österreichs die Lage langsam entspannt, hat der Lawinenwarndienst die Warnstufe für Niederösterreich in den Ybbstaler Alpen am Dienstag hinaufgesetzt. Dort wurde die Gefahr mit Stufe vier und als "groß" bezeichnet. Bereits ein einzelner Wintersportler könne hier eine Lawine auslösen, wurde gewarnt. In den Türnitzer Alpen und im Rax-Schneeberggebiet gelte Warnstufe drei

14.38 Uhr: Bisher ist die Suche nach dem vermissten 15-Jährigen im Gebiet der Axamer Lizum ohne Ergebnis geblieben. Mehr als 100 Helfer stehen im Einsatz.

13.59 Uhr: Vorsicht in NÖ: Lawinen-Warnstufe 4!
Während sich im Westen die Lage langsam entspannt, hat der Lawinenwarndienst die Warnstufe für Niederösterreich in den Ybbstaler Alpen am Dienstag hinaufgesetzt. Dort wurde die Gefahr mit Stufe vier und als "groß" bezeichnet. Bereits ein einzelner Wintersportler könne hier eine Lawine auslösen, wurde gewarnt. In den Türnitzer Alpen und im Rax-Schneeberggebiet gelte Warnstufe drei.

13.30 Uhr: In Tirol wurde die Lawinengefahr laut Experten verbreitet auf "erheblich" zurückgestuft , Stufe "3" der fünfteiligen Skala. Nach wie vor sind aber Straßen unpassierbar. Unter anderem ist die Paznauntalstraße (B188) ab Kappl gesperrt, damit sind Ischgl und Galtür nach wie vor nicht erreichbar.

Wegen umgestürzter Bäume war die Westbahn zwischen Saalfelden und St. Johann in Tirol unterbrochen. Die ÖBB haben einen Schienenersatzverkehr eingerichtet. Laut deren Sprecher Rene Zumtobel ist die Strecke seit 12.00 Uhr wieder intakt.

13.07 Uhr: Sturm & Schnee - Vorläufige Bilanz in Vorarlberg
Von 5. bis 9. Jänner 2012 wurde die Rettungs-und Feuerwehrleitstelle 243 Mal alarmiert. Die Feuerwehren leisteten mit rund 3.900 Personen 212 Mal Hilfe, großteils bei der Beseitigung von Sturmschäden. In 25 Fällen waren Hubschrauber im Einsatz. Sie waren rund 870 Minuten in der Luft. Der Katastropheneinsatzzug des Roten Kreuzes versorgte gestrandete Zugreisende mit rund 2.600 warmen Getränken. Die Bergrettung unternahm sechs Such- bzw. Evakuierungseinsätze.

12.21 Uhr: Derzeit schneit es in Salzburg und und in der Obersteiermark am stärksten. Die Wetter-Kamera in Wagrain im Pongau zeigt wolkenverhangenen Himmel. Die Lawinengefahr in Salzburg entspannt sich unterdessen leicht. In Teilen des Bundeslandes wurde die Lawinengefahr von 4 (groß) auf 3 (erheblich) abgestuft, in den neuschneereichen Zonen (vom Glemmtal über die Nordalpen bis Gosaukamm) wird sie im Tagesverlauf ebenfalls auf Stufe 3 sinken.

Webcam Wagrain © wetter.at

>> Mehr Wetter-Stationen und Wettercams in Österreich

11.27 Uhr: Suche nach vermisstem Patrick (15) läuft wieder an
Laut Einsatzleiter stehen 115 Mann der Bergrettung, Alpinpolizei und des Bundesheeres im Einsatz. Zusätzlich wurden sechs Hundeführer angefordert. Der Fokus liegt auf einem Gebiet, in dem vor mehreren Tagen eine Lawine abgegangen war. Der Bursch gilt seit Samstag als vermisst.

Suche nach vermisstem Patrick in der Axamer Lizum © APA

10.49 Uhr: Über 100 Helfer sind im Bereich der Pinzgauer Bundesstraße B311 zwischen Taxenbach und Lend beschäftigt. Zwar konnten die umgestürzten Bäume am Montagabend beseitigt und schiefe Bäume oberhalb der Straße so weit gesichert werden, dass für Pendler heute in der Früh drei Stunden lang ein Befahren möglich war. Um 8.00 wurde aber wieder damit begonnen, die umsturzgefährdeten Bäume vom Hang zu schneiden und anzutransportieren. Der Krisenstab rechnet mit einer Sperre bis Mittwochabend.

10.28 Uhr: Wetter-Radar
Ein aktueller Überblick über die Niederschläge in Österreich. Bei einem Klick auf das Bild gelangen Sie zur animierten Vorschau.

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10.17 Uhr: Zahlreiche Straßensperren auch in Salzburg: Die B163 zwischen Wagrain und St. Johann ist wegen umgestürzter Bäume nicht befahrbar. Weitere Sperren in Salzburg: B164 über den Dientner Sattel zwischen Bischofshofen und Saalfelden. B165 Gerlospass - Hier ist ein Ausweichen über die mautpflichtige Straße möglich - Achtung Kettenpflicht!

9.54 Uhr: In Tirol entspannt sich die Lage langsam. Nach wie vor sind aber etliche Straßen und Bahnverbindungen wegen umgestürzter Bäume oder Lawinengefahr unpassierbar. Unter anderem ist die Paznauntalstraße (B188) ab Kappl gesperrt, damit sind Ischgl und Galtür nach wie vor nicht erreichbar.

9.28 Uhr: Aktuelle Wetterwarnungen
In Nordstaulagen können heute wieder bis zu 40 Zentimeter Neuschnee fallen. Für detaillierte Informationen klicken Sie bitte auf das Bild.

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9.20 Uhr: Neuschnee erwartet
Heute rechnen die Meteorologen mit weiteren Schneefällen. Entlang der Alpennordseite, zwischen dem Tiroler Unterland und dem Mariazellerland überwiegen den ganzen Tag dichte Wolken und es regnet und schneit immer wieder. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 500 und 1000m Seehöhe.

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