12. November 2012 | 07:15 Uhr

Unwetter in Osttirol © Philipp Brunner
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einsatz in Kötschach © BFKDO Hermagor
Pustertalbahn © EXPA / Johann Groder
Pustertalbahn © EXPA / Johann Groder
Sandsäcke im Jauntal vorbereitet © AFKDO Jauntal
Lavamünd © LFV Kärnten

200 Liter Regen in 24 Stunden

Venedig-Tief bringt Tote und Chaos

Ein Venedigtief hinterließ auch bei uns eine Spur der Verwüstung.

Zwei Tage hatten sie nach ihm gesucht, aber: Auch für ihn kam jede Hilfe zu spät. Montag Vormittag konnte in St. Veit in Kärnten ein 49-Jähriger nur mehr tot aus dem Fluten der Glan gezogen werden. Der schreckliche Verdacht: Auf dem Heimweg von einem Fest, ist der Kärntner am Freitag angetrunken eine Böschung abgerutscht und ertrunken. Tragisch: Der 49-Jährige ist gleich das zweite Todesopfer, das ein heftiges Venedigtief in den vergangenen zwei Tagen bei uns forderte.

Feuerwehren im Süden im Dauereinsatz
Schon am Sonntag war in Strassen in Osttirol ein 43-jähriger Landwirt mit seinem Traktor abgestürzt. 700 Meter tief. Eigentlich wollte er nach den heftigen Regenfällen eine Straße von Geröll befreien, doch Familienvater Manfred Joas bezahlte seinen Einsatz mit seinem Leben.

Fest steht: Der Tod der beiden Männer ist nur der traurige Höhepunkt eines chaotischen Wochenendes. Die Bilanz:
l Das Adriatief sorgte nicht nur in Norditalien für Verwüstung, sondern ließ besonders im Süden die Lage ernst werden. Am Kärtner Plöckenpass fielen in knapp 24 Stunden mehr als 200 Liter Regen pro Quadratmeter, in Kötschach-Mauthen waren es 160 Liter, am Nassfeld 141!

So viel regnet es sonst nur alle 20 Jahre!
Kein Wunder, dass die Hochwassersituation noch einmal kritisch war: In Lavamünd fürchtete man die zweite Überflutung innerhalb von nur einer Woche. In ganz Kärnten waren in der Nacht auf Montag 600 Feuerwehrmänner im Einsatz. Am Nachmittag dann die Entwarnung: Die meisten Pegelstände waren wieder rückläufig.

Diashow: Venedig versinkt in den Fluten

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Wegen des Hochwassers in Venedig sind für 70 Prozent des historischen Zentrums Gummistiefel nötig. Diese Touristen zogen sich gleich aus und sprangen auf dem Markus-Platz in die Fluten....
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Wegen des Hochwassers in Venedig sind für 70 Prozent des historischen Zentrums Gummistiefel nötig.
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Wegen des Hochwassers in Venedig sind für 70 Prozent des historischen Zentrums Gummistiefel nötig.
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Wegen des Hochwassers in Venedig sind für 70 Prozent des historischen Zentrums Gummistiefel nötig.
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Wegen des Hochwassers in Venedig sind für 70 Prozent des historischen Zentrums Gummistiefel nötig.
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Wegen des Hochwassers in Venedig sind für 70 Prozent des historischen Zentrums Gummistiefel nötig.
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Wegen des Hochwassers in Venedig sind für 70 Prozent des historischen Zentrums Gummistiefel nötig.
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Wegen des Hochwassers in Venedig sind für 70 Prozent des historischen Zentrums Gummistiefel nötig.
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Wegen des Hochwassers in Venedig sind für 70 Prozent des historischen Zentrums Gummistiefel nötig.
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Wegen des Hochwassers in Venedig sind für 70 Prozent des historischen Zentrums Gummistiefel nötig.
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Wegen des Hochwassers in Venedig sind für 70 Prozent des historischen Zentrums Gummistiefel nötig.
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Wegen des Hochwassers in Venedig sind für 70 Prozent des historischen Zentrums Gummistiefel nötig.
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Wegen des Hochwassers in Venedig sind für 70 Prozent des historischen Zentrums Gummistiefel nötig.
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Wegen des Hochwassers in Venedig sind für 70 Prozent des historischen Zentrums Gummistiefel nötig.
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Wegen des Hochwassers in Venedig sind für 70 Prozent des historischen Zentrums Gummistiefel nötig.
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Wegen des Hochwassers in Venedig sind für 70 Prozent des historischen Zentrums Gummistiefel nötig.
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Wegen des Hochwassers in Venedig sind für 70 Prozent des historischen Zentrums Gummistiefel nötig.

Meteorlogen versprechen wenigstens jetzt: Das Schlimmste dürften wir überstanden haben. Aber: Die Angst vor dem nächsten Adriatief bleibt.

Nächste Seite: Der Liveticker zum Nachlesen

16.12 Uhr: Die Pustertalstrecke im Abschnitt zwischen Sillian und San Candido/Innichen heute bis Betriebsschluss und zwischen San Candido/Innichen und Fortezza/Franzensfeste bis morgen Betriebsschluss gesperrt.
Zwischen Sillian und San Candido/Innichen ist ein Schienenersatzverkehr mit Autobussen eingerichtet.

15:58 Uhr: Die aktuelle Regensituation

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15.24 Uhr: Das Adriatief bringt die Unwetter zu uns nach Österreich:

Diashow: Venedig versinkt in den Fluten

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Wegen des Hochwassers in Venedig sind für 70 Prozent des historischen Zentrums Gummistiefel nötig. Diese Touristen zogen sich gleich aus und sprangen auf dem Markus-Platz in die Fluten....
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Wegen des Hochwassers in Venedig sind für 70 Prozent des historischen Zentrums Gummistiefel nötig.
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Wegen des Hochwassers in Venedig sind für 70 Prozent des historischen Zentrums Gummistiefel nötig.
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Wegen des Hochwassers in Venedig sind für 70 Prozent des historischen Zentrums Gummistiefel nötig.

14.47 Uhr: Die Pistertalstrecke ist laut ÖBB immer noch gesperrt.

14.08 Uhr: Leiche in der Glan gefunden
Die Polizei hat in St. Veit in Kärnten die Leiche eines 49 Jahre alten Einheimischen aus der Glan geborgen. Der Mann war von einer Feier am Freitagabend nicht zurückgekehrt. Laut Polizei dürfte der Angestellte bei seinem Auto, das er neben der hochwasserführenden Glan abgestellt hatte, ausgerutscht, in den Bach gestürzt und ertrunken sein. Hinweise auf Fremdverschulden liegen nicht vor.

13.54 Uhr: Lavamünd: Staatsanwalt ermittelt
Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt leitete Ermittlungen im Fall des Jahrhunderthochwassers in Lavamünd am vergangenen Montag ein, wie das ORF Radio Kärnten berichtete. Das Landeskriminalamt ermittelt wegen fahrlässiger Gemeingefährdung gegen Unbekannt.

Lavamünd © LFV Kärnten
Noch immer sind in Lavamünd Spuren der Überschwemmung zu sehen; Foto: LFV Kärnten

Diashow: Lavamünd steht unter Wasser

Lavamünd steht unter Wasser
Lavamünd steht unter Wasser
Lavamünd steht unter Wasser
Lavamünd steht unter Wasser
Hochwasser in Lavamünd
Lavamünd steht unter Wasser
Hochwasser in Lavamünd
Lavamünd steht unter Wasser
Hochwasser in Lavamünd
Landeshauptmann Gerhard Dörfler in Lavamünd
Lavamünd steht unter Wasser
Lavamünd steht unter Wasser
Lavamünd steht unter Wasser
Lavamünd steht unter Wasser
Lavamünd steht unter Wasser
Lavamünd steht unter Wasser
Lavamünd steht unter Wasser
Lavamünd steht unter Wasser
Lavamünd steht unter Wasser
Lavamünd steht unter Wasser
Lavamünd steht unter Wasser
Lavamünd steht unter Wasser
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Lavamünd steht unter Wasser
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Lavamünd steht unter Wasser
Lavamünd steht unter Wasser
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Lavamünd steht unter Wasser
Lavamünd steht unter Wasser
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Lavamünd steht unter Wasser
Lavamünd steht unter Wasser
Lavamünd steht unter Wasser
Lavamünd steht unter Wasser
Lavamünd steht unter Wasser
Lavamünd steht unter Wasser
Lavamünd steht unter Wasser
Lavamünd steht unter Wasser
Lavamünd steht unter Wasser

13.38 Uhr: Pegel von Gail und Drau sinken
In Oberkärnten - in den Bezirken Spittal und Hermagor entspannt sich die Situation langsam. Die Pegel von Gail und Drau sinken. "Angekündigte Katastrophen finden nicht statt, hat heute schon jemand gesagt. Die Niederschläge waren einfach nicht so stark wie gedacht, auch das Management war dieses Mal besser", so Hermann Maier von der Landesalarm- und Warnzentrale.

13.36 Uhr: Die Feuerwehren im Kärntner Jauntal (Bezirk Völkermarkt) stehen seit Stunden in Alarmbereitschaft. Sandsäcke wurden bereits gefüllt, mehrere Pumpen stehen bereit. In Bad Eisenkappel wurden Bruchstellen auf Straßen und Hängen mit Planen abgedeckt, um ein Eindringen des Wassers zu und damit weitere Murenabgänge zu vermeiden, berichtet das Feuerwehrkommando Jauntal.

Sandsäcke im Jauntal vorbereitet © AFKDO Jauntal
Feuerwehren im Jauntal in Alarmbereitschaft; Foto: AFKDO Jauntal

13.11 Uhr: Die Pustertal-Bahnstrecke ist im Abschnitt zwischen Lienz und Fortezza noch immer gesperrt. Es verkehrt ein Schienenersatzverkehr mit Autobussen.

Nach Informationen der ÖBB soll die Sperre zwischen Lienz und Sillian voraussichtlich um 14 Uhr aufgehoben werden. Der Streckenabschnitt Sillian - Fortezza bleibt gesperrt.

Pustertalbahn © EXPA / Johann Groder
Aufäumarbeiten im Pustertal; Foto: EXPA

12.57 Uhr: Wetterradar aktuell
Wie prognostiziert, verlagert sich der Regenschwerpunkt entlang der Karawanken langsam nach Osten.

Wetterradar © wetter.at
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12.42 Uhr: Aufräumarbeiten in Tirol
Nach den heftigen Regenfällen und Murenabgängen in Teilen Tirols entspannt sich die Situation langsam. Mehrere Straßen sind aber weiter blockiert.

Pustertalbahn © EXPA / Johann Groder
Mitarbeiter der ÖBB legen die Gleise der Pustertalbahn frei; Foto: EXPA

12.19 Uhr: Regen lässt nach
Vorsichtige Entwarnung für Lavamünd. "Die Niederschläge in den Karawanken werden nur mehr mit 30-40 Millimetern angegeben",so Johannes Moser vom Hydrografischen Dienst des Landes Kärnten im ORF. Er rechnet noch mit einem leichten Anstieg in Lavamünd bis 1.500 Kubikmeter pro Sekunde, erwartet aber eine Entspannung in den Nachtstunden.

11.40 Uhr: Die aktuelle Regen-Vorhersage:

Vorhersage Regen
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11.24 Uhr: Pegel in Lavamünd steigen wieder an
Drau führt Hochwasser - Pegel steht derzeit zwischen fünf- und -zehnjährigem Hochwasser. Der Abfluss ist auf über 1.300 Kubikmeter pro Sekunde angestiegen. Die Feuerwehr ist in Alarmbereitschaft.

10.58 Uhr: Pegel in Lavamünd konstant
In der vom Hochwasser zuletzt schwer getroffenen Gemeinde Lavamünd hofft man darauf, dass der Drau-Abfluss die Grenze von 1.500 Kubikmeter pro Sekunde nicht überschreitet. Falls dies gelingt, würden in Lavamünd maximal Keller unter Wasser stehen, es aber zu keinen oberflächlichen Überflutungen kommen. Voraussetzung ist, dass die Karawankenbäche nicht unerwartet viel Wasser bringen. Derzeit liegt der Drau-Abfluss bei etwa 1250 Kubikmeter pro Sekunde und blieb in den letzten Stunden konstant.

10.15 Uhr: Das aktuelle Wetterradar zeigt, wo es derzeit den meisten Niederschlag gibt.

Wetterradar © wetter.at
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9.54 Uhr: Hochwasser in Nötsch
Hochwasser-Alarm gibt es in der Gemeinde Nötsch im Bezirk Villach-Land in Kärnten. Die Gail erreichte dort einen Wasserstand von knapp sechs Metern - dieser Wert liegt zwischen der 10-jährigen und 30-jährigen Hochwasser-Marke. Überflutungen gab es aber aufgrund der guten Hochwassersicherung nur kontrolliert in den dafür vorgesehen Auffangbecken, wie es bei der Gemeindeverwaltung hieß.

9.48 Uhr: In Lavamünd ist der Draupegel auf 1.240 Kubikmeter pro Sekunde angestiegen. Das entspricht einem fünfjährlichen Hochwasser. Beim Jahrhunderthochwasser am vergangenen Montag waren es 2.400 Kubikmeter pro Sekunde. Johannes Moser von Hydrographischen Dienst schätzt, dass die Drau im Laufe des Tages auf etwa 1.600 Kubikmeter pro Sekunde anschwellen werde. Ab 1.500 Kubikmeter pro Sekunde kann es in Lavamünd zu Überschwemmungen kommen.

9.34 Uhr: 100 Liter / Quadratmeter Regen
Mit Abstand die größte Niederschlagsmenge musste in den letzten 24 Stunden Dellach im Drautal verkraften. Hier fielen mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter.

8.55 Uhr: In Tirol entspannt sich die Situation langsam. Mehrere Straßen waren am Montag weiter blockiert. Bei dem in Gries am Brenner evakuierten Wohnhaus sollte sich gegen Mittag entscheiden, ob die siebenköpfige Familie wieder zurück darf. In Osttirol begannen mit Tagesanbruch die ersten Aufräumungsarbeiten. Die Bahnlinie im Pustertal ist weiter unterbrochen. Ein Schienenersatzverkehr ist eingerichtet.

8.49 Uhr: In Lavamünd ist der Pegel der Drau um 8.30 Uhr mit 404 Zentimetern gemessen worden. Das entspricht einem 5-jährlichen Hochwasser.

8.32 Uhr: Zehn Feuerwehren mit 120 Einsatzkräften standen im oberen Gailtal in den Nachtstunden im Großeinsatz. Die Hochwasser führenden Bäche traten aufgrund von Verklausungen über die Ufer. Gärten und Wiesen wurden überflutet. Mehrere Keller standen unter Wasser. Zur Unterstützung der örtlichen Einsatzkräfte wurden weitere Pumpen und Sandsäcke von den Katastrophenstützpunkten in Kirchbach und Klagenfurt angefordert, berichtet Florian Jost vom BFKDO Hermagor.

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Foto: BFKDO Hermagor

7.58 Uhr: Für Kärnten gilt bis Montagabend eine Starkregen-Warnung. Auch in der Steiermark und im südlichen Burgenland kann es intensive Niederschläge geben - bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter sind möglich. Es besteht die Gefahr von Überflutungen und Hangrutschen.

7.45 Uhr: Das Wetterradar zeigt, wo es derzeit den meisten Niederschlag gibt.

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7.40 Uhr: Der Hydrografische Dienst des Landes Kärnten am Sonntagabend seine Hochwasser-Warnungen nach unten revidiert. Demnach ist im Bereich der Drau nicht mehr mit einem bis zu 30-jährlichen, sondern maximal bis zu einem zehnjährlichen Hochwasser zu rechnen.  Eine neuerliche Katastrophe in Lavamünd dürfte nach den neuesten Einschätzungen ausbleiben.

Die Helfer stehen jedenfalls in Alarmbereitschaft: Sandsäcke, Pupen und Boote stehen bereit. Wenn der Wasserstand der Drau weiter deutlich steigt, soll mit Evakuierungen begonnen werden.

7.25 Uhr: Die aktuelle Unwetterwarnung der ZAMG für Österreich:

Unwetter

"Es schüttet so richtig im Süden, so viel sieht man im November fast nie", warnt Gerhard Hohenwarter, Meteorologe bei der ZAMG, vor weiteren Überflutungen. Im Süden kamen mehr als 100 Liter pro Quadratmeter zusammen!

In der 3.129-Einwohner-Stadt Lavamünd, die erst vor einer Woche zwei Meter hoch unter Wasser stand, richten sich die Menschen auf weitere Überschwemmungen ein. Die Angst vor einer neuen Katastrophe ist groß, die über die Ufer getretene Drau hat ganze Existenzen mitgerissen. Wiederholt sich das Drama?

"Am Montag werden die enormen Wassermassen der Drau Lavamünd erreichen. Wir erwarten ab Mittag ein weiteres Hochwasser", glaubt Johannes Moser vom Hydrographischen Dienst Kärnten.

  • Schon am Sonntag war der Drau-Pegel in Unterkärnten doppelt so hoch wie normal.
  • Im Kärntner Gailtal wurden die Zufahrtsstraßen von mehr als einem Dutzend abgelegener Bauernhöfe vermurt.

Mure tötet Bauer
In Osttirol wurde am Sonntag der Feuerwehrmann Manfred Joas (43) von einem Erdrutsch verschüttet. Der Landwirt aus Strassen im Bezirk Lienz war mit seinem Traktor bei Abfaltersbach unterwegs, wollte nachsehen, ob es Unwetterschäden gab. Dabei kam er von einem Agrarweg ab. Zunächst wurde nur das Fahrzeug gefunden. Erst zwei Stunden später wurde auch die Leiche des Familienvaters entdeckt.

  • Eine drei Meter breite Mure verschüttete die Defereggentalstraße bei Hopfgarten.
  • Im Wipptal (Innsbruck-Land) kamen bis zu 70 Liter Regen zusammen, mehr als 20 Keller standen unter Wasser.

Schwer betroffen auch der gesamte Norden Italiens:
Venedig versinkt abermals im Hochwasser: Das "acqua alta" steht 1,5 Meter hoch. Selbst die zahlreichen Not-Stege im Zentrum der Stadt sind schon überflutet.

In der Toskana mussten über 100 Menschen ihre von einem Erdrutsch bedrohten Wohnungen verlassen.

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