18. Dezember 2023 | 10:00 Uhr

Jelawat_Header.png © gettyimages

Sturm "Jelawat"

Tropensturm: Stromausfälle & über 11.000 Menschen evakuiert

Am Montag erreichte der Tropensturm "Jelawat" die Philippinen und verursachte bereits vereinzelte Überschwemmungen und Stromausfälle auf der südlichen Insel Mindanao.

Die Behörden forderten die über 11.700 evakuierten Menschen entlang der West- und Nordküste Mindanaos auf, vorerst in den Notunterkünften zu bleiben. In der Stadt Manay, wo "Jelawat" am Morgen auf Land traf, wird nach Angaben der Behörden ein Mann vermisst.

Einheimischer weggeschwemmt

Der Fluss Casaoman trat dort über die Ufer, da ein Einheimischer die Warnungen ignorierte und Kokosnüsse sammelte, die auf dem Fluss trieben. Der Polizeichef von Manay erklärte: "Es besteht der Verdacht, dass er weggeschwemmt wurde." In zwei Gebieten von Manay steht das Wasser bereits kniehoch.

Den Vorhersagen zufolge wird "Jelawat" den Rest des Tages durch den Süden des Landes ziehen. Obwohl der Sturm abgeschwächt ist, warnte der staatliche Wetterdienst vor heftigen Niederschlägen. In einer Unwetterwarnung hieß es: "Unter diesen Bedingungen ist mit Überschwemmungen oder regenbedingten Erdrutschen zu rechnen, besonders in Gebieten, die für diese Gefahren besonders anfällig sind."

Weitreichende Störungen im Schiffsverkehr

Die Küstenwache meldete weitreichende Störungen im Schiffsverkehr aufgrund drohender Unglücke auf rauer See. Die Behörden schränkten den Schiffsverkehr ein, und mehr als 100 Schiffe suchten in Häfen Zuflucht oder strandeten dort. Aufgrund ausgefallener Fähren saßen über 5.000 Passagiere im Hafen der Hauptstadt Manila fest.

Die Philippinen und ihre umliegenden Gewässer werden jährlich von bis zu 20 Stürmen und Taifunen heimgesucht, bei denen Hunderte Menschen ums Leben kommen. "Jelawat" ist der elfte Sturm des Jahres.  

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