24. Mai 2013 | 09:11 Uhr

erdbeben © EPA

Stärke 8,2

Starkes Erdbeben im fernen Osten Russlands

In fast 600 Kilometern Tiefe. Tsunami-Warnung nach kurzer Zeit wieder aufgehoben.

 Ein Erdbeben der Stärke 8,2 hat am Freitag den fernen Osten Russlands erschüttert. Der Erdstoß war bis in die Hauptstadt Moskau zu spüren, verletzt wurde nach ersten Behördenangaben jedoch niemand. Auch in Europa, vor allem in Rumänien, sei das Beben zu spüren gewesen, sagte Anatoli Zigankow von der staatlichen Umweltbeobachtungsbehörde Rosgidromet der Nachrichtenagentur Interfax. Eine für die Region Sachalin ausgegebene Tsunami-Warnung wurde kurze Zeit später wieder aufgehoben.

"Einwohner müssen gefährdete Gebiete verlassen und sich auf höhergelegenen Boden bewegen", erklärte die örtliche Abteilung des russischen Ministeriums für Katastrophenschutz auf der Insel Sachalin. Kurz darauf nahm es die Warnung jedoch wieder zurück.

Laut der US-Erdbebenwarte USGS hatte das Beben eine Stärke von 8,2. Das Epizentrum lag in einer Tiefe von 600 Kilometern unter dem Boden des Ochozkischen Meeres vor der Halbinsel Kamtschatka. Im März 2011 war durch ein Erdbeben der Stärke 9,0 vor der japanischen Küste ein gewaltiger Tsunami ausgelöst worden, der weite Teile der Küste im Nordosten Japans zerstörte. Fast 19.000 Menschen kamen ums Leben, in dem Atomkraftwerk Fukushima kam es nach einem Ausfall der Kühlsysteme zu einer Kernschmelze.

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