09. Dezember 2010 | 01:27 Uhr

paris.jpg © APA

Eiffelturm dicht

Paris versinkt im Schneechaos

Tausende Pendler, Fluggäste und Lkw-Fahrer sitzen fest.

Winterchaos rund um die französische Hauptstadt Paris: Die heftigsten Schneefälle seit mehr als 20 Jahren ließen dort am Mittwoch Tausende Pendler, Fluggäste und Lastwagenfahrer stranden. Das Innenministerium mobilisierte 5000 Polizisten und richtete mehr als 50 Notquartiere ein. Noch in der Nacht staute sich der Verkehr rund um die Hauptstadt nach Rundfunkberichten auf einer Länge von mehr als 200 Kilometern. Viele Autofahrer gaben nach stundenlangem Warten frustriert auf und ließen ihre Fahrzeuge am Straßenrand stehen.

Flughafen geschlossen
Am vorübergehend geschlossenen Flughafen Charles de Gaulle fielen zahlreiche Flüge aus. Die Folge: Tausende Fluggäste saßen fest und mussten in Hotels gebracht werden. Innenminister Brice Hortefeux rief am Abend die Autofahrer dringend dazu auf, die Straßen wegen akuter Glatteisgefahr unter allen Umständen zu meiden. Die Behörden empfahlen, auf den Autobahnen höchstens mit Tempo 30 unterwegs zu sein. Die Stadt Paris wollte in der Nacht vorsorglich auf allen Gehsteigen Salz streuen. Besonders betroffen war das Pariser Nachbar-Departement Yvelines, in dem auch das nach den Schneefällen geschlossene Schloss von Versailles liegt.

Schülergruppe in Turnhalle untergebracht
Der Bürgermeister der Stadt berichtete, dass eine festsitzende Schülergruppe in einer Turnhalle untergebracht würde. Da zudem viele Vorortzüge nicht führen, seien viele Reisende zu kilometerweiten Fußmärschen gezwungen. Auch in großen Unternehmen und Institutionen wie der nationalen Atomenergiebehörde CEA saßen zahlreiche Beschäftigte fest.

Eiffelturm geschlossen
Wegen des heftigen Schneetreibens wurde auch das berühmteste Wahrzeichen der Stadt, der Eiffelturm, geschlossen. Die Aussichtsplattformen konnten nämlich nicht geräumt werden. Auch Salzstreuung war nicht möglich, da das Salz die Eisenkonstruktion angreifen würde. Die meistbesuchte Touristenattraktion der Welt wird nur äußerst selten geschlossen. In der Nebensaison besteigen üblicherweise 12.000 Besucher täglich das Pariser Wahrzeichen.
 

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Meist Sonne, im N und O Wolken. 8/24°

In der Westhälfte des Landes geht es lange Zeit sonnig durch den Sonntag. Im Norden und Osten Österreichs ziehen hingegen schon bald ausgedehnte und immer dichtere Wolkenfelder von Norden her auf und die Sonne zeigt sich hier immer seltener. Im Laufe des Nachmittages und abends setzen von Norden her auch Regen und Regenschauer ein, die abends dann auch langsam den Westen erreichen. Der Wind weht in den Niederungen schwach bis mäßig aus West. Tageshöchsttemperaturen 19 bis 25 Grad. Heute Nacht: In der Nacht bringt eine Störungszone von Norden her dichte Wolken und Regen sowie auch den Durchzug teils kräftiger Schauerstaffeln. In den nördlichen Staulagen regnet es auch teilweise länger andauernd. Wetterbegünstigt ist zunächst die Alpensüdseite, hier greifen einzelne Schauer erst in den frühen Morgenstunden über. Der Wind weht schwach bis mäßig aus West. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen zwischen 8 und 16 Grad.
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