21. Dezember 2023 | 13:00 Uhr

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Hochansteckend

Innsbruck: Geflügelpest auf dem Vormarsch

Seit einer Woche wird in Innsbruck vermehrt das Newcastle Disease (NCD), eine ungewöhnliche Form der Geflügelpest, bei Tauben diagnostiziert.

 

Der stellvertretende Tiroler Landesveterinärdirektor Paul Ortner warnte am Mittwoch davor, dass bei intensivem Kontakt mit infizierten Tieren eine Übertragung auf Menschen "nicht ausgeschlossen" sei. Das Virus tritt normalerweise hauptsächlich bei Hühnern auf, aber die durch es ausgelöste atypische Geflügelpest stellt für den Menschen keine Gefahr dar.

"Hochansteckende Viruserkrankung"

Ortner wurde in einer Aussendung zitiert und betonte, dass es sich bei der Newcastle Disease auf jeden Fall um eine "hochansteckende Viruserkrankung" handle, die verschiedene Vogelarten betrifft. Sie ist außerdem meldepflichtig. Es wurde darauf hingewiesen, dass neben dem direkten Kontakt mit toten Tauben auch der Kontakt mit Taubenkot vermieden werden sollte. Im Falle des Auffindens eines toten Tieres ist die jeweilige Wasenmeisterei zuständig und sollte benachrichtigt werden, erklärte der stellvertretende Landesveterinärdirektor.

Wenn NCD in einem Geflügelbestand festgestellt wird, muss in der Regel der gesamte Bestand getötet werden. Aufgrund der bereits geltenden Vorsichtsmaßnahmen gegen die saisonale Vogelgrippe sind derzeit jedoch keine zusätzlichen Maßnahmen zum Schutz der heimischen Geflügelbestände erforderlich, wurde betont.