02. September 2011 | 09:11 Uhr

unwetter_stmk.jpg © FF Graz

Hagel-Chaos

Heftiges Unwetter in der Steiermark

In einer Stunde fielen 55 Liter Regen. Hagel richtete massive Schäden an.

Eine Gewitterfront mit Hagel, Sturmböen und Starkregen hat am Donnerstagabend im Raum Graz und in der Südoststeiermark für Überflutungen und Schäden gesorgt. In Graz rückte die Berufsfeuerwehr 200 mal aus, wie es vom Landesfeuerwehrverband hieß, waren landesweit rund 60 Wehren mit etwa 700 Kräften im Einsatz.

55 Liter Regen pro Stunde
Das Unwetter war kurz, aber heftig: Die ersten Schäden durch kleinere Murenabgänge wurden am Nachmittag aus dem Bezirk Murau gemeldet, in Judendorf-Straßengel (Graz-Umgebung) wurden gegen 17.30 Uhr sämtliche Eisenbahnunterführungen im Ortsgebiet überflutet, wenig später musste aus dem gleichen Grund die Autobahnauffahrt Graz-Raaba gesperrt werden. Bis zu 55 Liter Regen pro Stunde und Quadratmeter setzte Nebenstraßen und Keller unter Wasser, Windböen rissen Bäume um.

Im Bezirk Feldbach sorgte in den frühen Abendstunden vor allem starker Hagel für erhebliche Schäden - bis zu tennisballgroße Hagelkörner wurden registriert. Die Windschutzscheiben etlicher Autos wurden zerstört, Dächer beschädigt und landwirtschaftliche Kulturen verwüstet. Über 500 Mann von 40 Feuerwehren waren allein im Bezirk Feldbach bis in die späten Nachtstunden im Einsatz.

Bäume stürzten um
Umgeknickte und entwurzelte Bäume behinderten den Verkehr oder drohten auf Häuser zu stürzen und mussten von den Einsatzkräften entfernt werden. Beschädigte Hausdächer wurden mit Planen abgedeckt, Straßen vom Schlamm gereinigt. In Bad Gleichenberg waren der Sportplatz und ein Supermarkt teilweise unter Wasser. In Bairisch Kölldorf wurde eine Siedlung überflutet, in Oberstorcha bei Kirchberg und Gnas sind mehrere Dächer abgedeckt bzw. durch Hagelschlag schwer beschädigt worden.

Wie Thomas Meier, Sprecher des Landesfeuerwehrverbandes Freitagvormittag sagte, sind alle Einsätze noch in der Nacht abgeschlossen worden. Die rechtlichen Aufräumarbeiten würden von privaten Firmen und von den Betroffenen selbst durchgeführt. Über das Schadensausmaß könne man noch nichts sagen, der größte Schaden sei wohl durch den Hagel verursacht worden.

 

Heftige Gewitter auch im Burgenland
Nach einem heftigen Gewitter sind am Donnerstagabend im Bezirk Jennersdorf die Feuerwehren zu zahlreichen Einsätzen gerufen worden. Das Unwetter mit Starkregen sorgte vor allem im Raum Jennersdorf und im benachbarten Rax für überflutete Keller und Straßen, hieß es aus der Landessicherheitszentrale Burgenland.

 Die Landesstraße von Rax nach Weichselbaum war kurzzeitig vermurt. Sie musste von der Feuerwehr frei gemacht und gereinigt werden. Die ersten von insgesamt zwölf ausgerückten Wehren wurden gegen 19.15 Uhr alarmiert. Nach Beendigung der Hilfeleistungen konnten zwischen 0.30 und 1.00 Uhr laut LSZ die letzten Kräfte wieder einrücken.
 

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Vermehrt Regenschauer im W und N, sonst meist sonnig. 1/16°

Vor allem im Osten und Südosten scheint bis in den Nachmittag hinein häufig die Sonne, meist ziehen nur ein paar harmlose, lockere Wolkenfelder durch. Ausgehend vom Berg- und Hügelland bilden sich allerdings vorübergehend auch Quellwolken und mit diesen vereinzelt ein paar Regenschauer. Im übrigen Österreich ist es wechselnd bewölkt, die Sonne zeigt sich seltener und am Abend nimmt die Regenneigung mit Annäherung der nächsten Störungszone in Vorarlberg und im Tiroler Oberland wieder zu. Der Wind kommt am ehesten aus Südost bis West, er frischt nur örtlich in freien Lagen mäßig auf. Tageshöchsttemperaturen 10 bis 18 Grad. Heute Nacht: In der Osthälfte zeigt sich der Himmel in der Nacht zunächst meist gering oder zumindest aufgelockert bewölkt, ehe ab den frühen Morgenstunden umfangreiche Wolken einer weiteren Störungszone eintreffen. Vielerorts bleibt es trocken. Von Westen her ziehen deutlich mehr und zunehmend auch kompakte Wolken auf, schließlich breiten sich vom Bodensee bis zum oberösterreichischen Innviertel Regen- und eingelagerte Schauerwolken aus. Die Schneefallgrenze sinkt auf etwa 1500 bis 1200m Seehöhe. Der Wind dreht im Bereich der Störungszone mehrheitlich auf West, bleibt aber schwach bis mäßig. Tiefsttemperaturen minus 2 bis plus 7 Grad.
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