02. Februar 2012 | 12:00 Uhr

feinstaub_apa © apa

Trockene Kälte

Feinstaub-Alarm in weiten Teilen Österreichs

Graz abermals negativer Spitzenreiter. VCÖ fordert "Öffi-Jobticket".

Trockene Kälte, wie sie derzeit in Österreich herrscht, lässt die Feinstaub-Pegel in die Höhe schnellen. Laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) war dabei Graz erneut negativer Spitzenreiter mit Grenzwert-Überschreitungen an jedem zweiten Tag. In der steirischen Landeshauptstadt wurde die erlaubte Höchstmarke an neun der vergangenen zehn Tagen übertroffen, in Wien an allen der vergangenen sieben Tage. Der VCÖ verwies dabei auf eine aktuelle US-Studie, wonach Verkehrsabgase stärker als bisher angenommen Asthma verursachen sollen, und forderte ein "Öffi-Jobticket" für alle Beschäftigten.

"Ungünstiges" Wetter
"Das Wetter verursacht keinen Feinstaub, es ist jedoch entscheidend, ob der Feinstaub länger in der Luft bleibt oder nicht. Die Verursacher sind Verkehr, Industrie und Heizungen", betonte Bettina Urbanek vom VCÖ. Trockene Kälte sei für die Luftqualität "ungünstig". Laut VCÖ ist die Feinstaub-Belastung derzeit in weiten Teilen Österreichs zu hoch: Am gestrigen Mittwoch wurde bei zwei Messstellen in Wien (Rinnböckstraße, Taborstraße) der Tagesgrenzwert um mehr als das Doppelte überschritten.

Graz als Spitzenreiter
Noch schlimmer ist die Situation in Graz. An der Messstelle Graz Süd wurde in diesem Jahr bereits an 16 Tagen der Tagesgrenzwert überschritten - erlaubt sind 25 Tage im gesamten Jahr. Im Schnitt war die Bevölkerung in der steirischen Metropole an jedem zweiten Tag einer zu hohen Feinstaubwerten ausgesetzt. In diesem Zusammenhang verwies der VCÖ auf eine kürzlich veröffentlichte medizinische Studie aus den USA, die zeigt, dass Verkehrsabgase für die Hälfte der Asthmafälle von Kindern verantwortlich sind.

Bekämpfung

Maßnahmen zur Bekämpfung des Feinstaubes hätten demnach eine besonders positive Wirkung auf die Gesundheit: Der vom Verkehr verursachte Feinstaub ist (im Unterschied zu jenem aus der Industrie) bodennah und wird in der Stadt unmittelbar dort emittiert, wo Menschen wohnen. Zudem sind die Dieselrußpartikel der Verkehrsabgase aufgrund ihrer Kleinheit um ein Vielfaches gesundheitsschädlicher als grobkörniger Feinstaub. Besonders gefährdet sind Kinder: Ihre Lunge befindet sich im Wachstum, Kinder haben eine höhere Atemfrequenz und atmen somit mehr Schadstoffe ein, hieß es in einer VCÖ-Aussendung.

Der VCÖ fordert verstärkte Anreize für den Umstieg vom Auto auf Öffentliche Verkehrsmittel. So sollen Betriebe und Unternehmen - so wie etwa in Deutschland - die Möglichkeit erhalten, allen Beschäftigten eine Jahreskarte für den Öffentlichen Verkehr geben zu können, ohne dass für diese zusätzlich Sozialabgaben und Steuern zu bezahlen sind. In Österreich besteht seit einem Jahr diese Möglichkeit nur für Beschäftigte, die einen Arbeitsweg von mehr als 20 Kilometer haben.

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Regen und Gewitter von W, 13/23°

Eine markante Störungszone zieht von Nordwesten über das Land. Im Westen ist es von der Früh weg trüb und teils kräftige Schauer gehen dort nieder. Nach Osten zu zeigt sich anfangs oft noch die Sonne, im Tagesverlauf machen sich aber auch dort immer mehr Wolken bemerkbar und Regenschauer und Gewitter gehen nieder. Am längsten sonnig bleibt es im Osten und Südosten, jedoch ist dort im Laufe des Nachmittags mit teils kräftigen Gewittern zu rechnen. Der Wind frischt mit Störungsdurchgang mäßig bis lebhaft aus West auf, einzelne Gewitterzellen können lokal auch stürmische Böen mit sich bringen. Frühtemperaturen 11 bis 19 Grad, Tageshöchsttemperaturen von West nach Ost 19 bis 28 Grad.
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