12. April 2024 | 10:00 Uhr

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Evakuierungen

Dieses Land kämpft derzeit mit einer Jahrhundertflut

Massive Schneeschmelze führt zu Jahrhundertflut im südlichen Uralgebiet Russlands. 

Massive Schneeschmelze führt zu Jahrhundertflut im südlichen Uralgebiet Russlands.

Massive Schneeschmelze bringt Teile Russlands in Notlage

Das südliche Uralgebiet Russlands wird von einer ungewöhnlichen Kombination aus Hitzewellen und heftigen Niederschlägen heimgesucht. Diese unvorhergesehenen Wetterphänomene haben zu einer massiven Schneeschmelze geführt, die wiederum zu verheerenden Überschwemmungen in verschiedenen Teilen der Region geführt hat.

Verheerende Auswirkungen

Die Auswirkungen der Schneeschmelze im Uralgebirge sind besonders im südlichen Teil Russlands dramatisch. In Städten wie Orenburg hat das Hochwasser des Ural-Flusses die Straßen meterhoch überflutet und zu einem Ausfall der Stromversorgung geführt. Über 12.000 Häuser sind von den Fluten betroffen, und mehr als 7000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen.

Dammbrüche und Evakuierungen

Die Lage verschärfte sich zusätzlich durch Dammbrüche bei der Stadt Orsk, wo die Wassermassen ebenfalls nicht aufzuhalten waren. Auch in den angrenzenden Gebieten Kasachstans sind die Auswirkungen zu spüren, wo fast 100.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden mussten. Die Zusammenführung ungewöhnlich hoher Temperaturen, intensiver Niederschläge und der Schmelze des Schnees in den Bergen bildete den perfekten Sturm für diese verheerenden Überschwemmungen.

Ursachen verstehen

Die Schneeschmelze allein ist nicht der einzige Faktor, der zu solch massiven Überschwemmungen führt. Wenn die Schneedecke in den Bergen plötzlich schmilzt, wird eine große Menge Wasser freigesetzt. Wenn dann gleichzeitig starke Regenfälle auftreten, wird diese Wassermenge weiter erhöht. Die Böden, die normalerweise einen Teil des Wassers aufnehmen würden, sind oft gesättigt oder gefroren, was dazu führt, dass das Wasser nicht auf natürliche Weise abfließen kann. Dies kann zu einer schnellen und massiven Überflutung der umliegenden Gebiete führen, wie wir es derzeit im südlichen Uralgebiet Russlands erleben.