30. Oktober 2012 | 12:26 Uhr

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Rekorde

Abwechslungsreicher Oktober endet

Wärmerekorde und Wintereinbruch: Ein Monat der großen Unterschiede.

Der Oktober 2012 hat mit Wärmerekorden begonnen und gegen Ende einen ungewöhnlich frühen Wintereinbruch mit sich gebracht. Kein Wunder, dass die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in ihrer vorläufigen Bilanz von einem Monat der großen Unterschiede berichtet. Noch am 19. Oktober wurde etwa in Reutte in Tirol mit 27,1 Grad der höchsten Wert seit Messbeginn gemessen, doch nur elf Tage später fiel die Temperatur dort auf minus 5,7 Grad, hieß es in einer ZAMG-Aussendung.

Sonne und Nebel
Gegensätzlich waren auch der Sonnenschein im Bergland und das trübe Nebelwetter im Flachland. "Viele unserer Messstationen auf den Bergen, wie am Sonnblick, auf der Rax und am Brenner, verzeichneten einen bis zu rund zwei Grad zu warmen Oktober. Auch die Sonnenscheindauer war deutlich über dem Mittel", berichtete ZAMG-Meteorologe Alexander Orlik. In den Niederungen war die Monatsmitteltemperatur dagegen größtenteils im Bereich des Durchschnitts, und es war relativ trüb. So gab es im Flachland von Oberösterreich und Niederösterreich sowie im Raum Wien rund fünf bis 20 Prozent weniger Sonnenstunden als im vieljährigen Mittel.

Überdurchschnittlich fiel dafür die vorläufige Niederschlagsbilanz in vielen Regionen aus, denn in Tirol, Salzburg, in der Obersteiermark, im Burgenland und im Weinviertel gab es rund 25 bis 75 Prozent mehr Niederschlag als im Mittel. In Teilen von Vorarlberg, Kärnten und der Südsteiermark waren es sogar 100 Prozent mehr. Ein Niederschlagsdefizit von 25 bis 40 Prozent gab es hingegen punktuell im Inn-, Mühl- und Waldviertel zu vermelden.

Ungewöhnlich
Ein weiterer ungewöhnlicher Faktor war für viele Flachlandregionen der frühe Wintereinbruch bei gleichzeitiger Bildung einer Schneedecke, denn immerhin lag zuletzt in einem Oktober im Jahr 2003 in ganz Österreich eine solche. Die Höhe der Schneedecke war aber mit zwei Zentimetern in Wien bis 22 Zentimeter in Krimml (S) für Oktober wiederum nicht außergewöhnlich. Auf den Bergen und in den hochalpinen Tälern Tirols und Salzburgs summierte in diesem Oktober eine Schneedecke mit Schneehöhen von 30 bis 60 Zentimeter.
 

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Schaueranfällig, im O und S etwas Sonne, 1/7°

Im Einfluss einer Störung dominieren bis zum Abend insgesamt dichte Wolken. Die Sonne zeigt sich maximal zwischendurch. Von Nordwesten breiten sich außerdem mehr und mehr Regen- oder Schneeschauer aus. Vom Arlberg bis ins Mostviertel regnet oder schneit es zum Teil auch intensiv, am meisten aber im Westen. In den Niederungen ziehen hingegen nur einzelne Schauer durch. Weitgehend trocken bleibt es lediglich im Süden Österreichs. Die Schneefallgrenze bewegt sich zwischen 300 und 800m Seehöhe. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus Nordwest. Vor allem im Bergland lebt der Wind aber immer wieder auch kräftig auf. Die Nachmittagstemperaturen 5 bis 13 Grad. Heute Nacht: In der Nacht auf Dienstag bleibt es unbeständig und vor allem an der Alpennordseite schneit es von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich immer wieder. Bis zum Morgen intensiviert sich außerdem bei einer Schneefallgrenze zwischen tiefen Lagen und rund 700m Seehöhe im Osten der Niederschlag. Überall sonst bleibt es weitgehend niederschlagsfrei, zeitweise lockern die Wolken sogar vorübergehend auf. Der Wind weht in den Niederungen oft schwach bis mäßig, in höheren Lagen dauert der lebhafte Nordwestwind aber an. Die Tiefsttemperaturen minus 4 bis plus 5 Grad.
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