13. Juni 2012 | 08:34 Uhr

Hagel1.jpg © APA

Starke Unwetter

20 Zentimeter hohe Hagelschicht in NÖ

Schneepflug und 1000 Feuerwehrleute nach Unwettern in NÖ im Einsatz.

In Niederösterreich sind - nach den heftigen Gewittern mit enormen Schäden am vergangenen Freitag - am Dienstag erneut Unwetter mit massiven Regenfällen und Hagel niedergegangen. Besonders betroffen waren sieben Bezirke des Bundeslandes: In Krems, St. Pölten, Hollabrunn, Horn, Waidhofen an der Thaya, Zwettl und Amstetten standen 100 Feuerwehren mit 1.000 Mann im Einsatz, um u.a. Keller auszupumpen und Vermurungen zu beseitigen, sagte Franz Resperger vom Landeskommando.

Keller unter Wasser
In der Landeshauptstadt standen Dutzende Keller unter Wasser, in St. Georgen musste sogar der Schneepflug ausfahren, nachdem die Straßen mit 20 Zentimeter Hagel bzw. Schnee bedeckt waren. Im Raum Pottenbrunn trat der Saubach massiv über die Ufer und überflutete zahlreiche Keller. Laut Resperger wurden Häuser und Betriebe mit Sandsäcken geschützt. Nach Angaben der Feuerwehr St. Pölten absolvierten über 320 Mitglieder mehr als 100 Einsätze.

Überflutungen

In Augenthal bei Haugsdorf rückten drei Feuerwehren aus, um 25 Wildschweine aus einem überfluteten Stall zu retten und in Sicherheit zu bringen. Ein weiterer Schwerpunkt im Bezirk Hollabrunn war Immendorf, wo laut Resperger eine Siedlung von Überflutung bedroht war. Mit Hilfe von zwei Sonderpumpenanlagen mit einer Förderkapazität von je 200 Kubikmeter Wasser pro Stunde sowie zehn Tauchpumpen gelang es in stundenlanger Arbeit, die Häuser zu schützen.

Bei Paudorf (Bezirk Krems) nahm während des Unwetters ein Fahrgast aus dem Zug eine in einer Baugrube liegende Person wahr und alarmierte die Feuerwehr. Eine Suchaktion wurde eingeleitet, bei der jedoch niemand gefunden wurde.

60 Liter pro Quadratmeter

Die meisten Niederschläge fielen in Rappottenstein im Waldviertel (Bezirk Zwettl), wo in den vergangenen 24 Stunden 60 Liter pro Quadratmeter gemessen wurden. In Frankenfels im Pielachtal (Bezirk St. Pölten) waren es 50 Liter. Hauptaufgabe der Feuerwehr war der Kampf gegen die Wassermassen, Sturmschäden wie am vergangenen Freitag gab es kaum.
 

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